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Maximilian Mittelstädt ist ein Teil des Hertha-Blocks bei der deutschen U21. Bei SPORT1 schwärmt er von der Stimmung - und prophezeit seinem Klub eine große Zukunft.

Es liegt eine turbulente Woche hinter Maximilian Mittelstädt.

Am vergangenen Wochenende spielte der 22-Jährige noch für seinen Verein Hertha BSC im Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund und verlor erst in der Nachspielzeit mit 2:3.

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Nur wenige Tage später stand er für die deutsche U21-Nationalmannschaft auf dem Rasen – und wieder hatte es der Gegner in sich. Die DFB-Junioren spielten gegen den Nachwuchs von Weltmeister Frankreich, nach 2:0-Führung musste sich die Elf von Trainer Stefan Kuntz mit einem 2:2 zufriedengeben.

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Mittelstädt mit erstem Tor für die U21

Mittelstädt feierte in diesem Spiel ein persönliches Highlight. Er erzielte seinen ersten Treffer für die DFB-Junioren. Bei SPORT1 schildert er diesen noch einmal. "Ich habe gesehen, dass sich Benni (Henrichs Anm. d. Red.) gut freigespielt hat auf der rechten Seite mit Levin (Öztunali, Anm. d. Red.) – und da musste ich mich dann erstmal schütteln und nach vorne rennen", sagte er im SPORT1-Instagram Talk "Split it!".

Als er dann gesehen habe, dass der Ball nach vorne kommt, musste er sich dehnen, um den Ball noch über die Linie zu drücken. "Der Ball ist da noch ein paar Mal aufgetippt, direkt am Strafraum, wo auch viel Sand lag. Das konnte ich nicht so gut einschätzen", erklärte Mittelstädt.

Am Dienstag steht dann für die Kuntz-Elf der letzte Test vor der unmittelbaren Vorbereitung auf die EM an. Es geht gegen England. Mittelstädt warnte vor dem starken Nachwuchs der Three Lions. "Gegen die Engländer wird es kein Stück leichter, die haben eine brutale individuelle Klasse", erklärte der Linksverteidiger. Sie hätten sehr erfahrene Spieler und seien sehr athletisch.

Stimmung als Trumpf für EM

Doch verstecken brauchen sich die DFB-Junioren nicht. Mittelstädt zufolge hat die Mannschaft vielleicht sogar entscheidenden Trumpf – die Stimmung. "Wir sind sehr eng zusammengewachsen und verstehen uns auch privat sehr gut", beschrieb Mittelstädt bei SPORT1 das Innenleben der deutschen U21.

Gerade im Hinblick auf die Europameisterschaft in Italien und San Marino sei das wichtig. "Das wird sich auch auf den Platz übertragen", ist sich Mittelstädt sicher. "Wir haben eine tolle Mannschaft, spielerisch und auch charakterlich".

Die gute Stimmung ist kein Wunder, schließlich kickt Mittelstädt mit einigen Nationalmannschaftskollegen auch im Verein zusammen. Lukas Klünter, Arne Maier und Jordan Torunarigha bilden mit Mittelstädt die Hertha-Achse im Kuntz-Team. Kein anderes Team hat so viele Akteure im U21-Kader des DFB.

Mittelstädt schwärmt von Hertha-Nachwuchs

"Da fühle ich mich natürlich total wohl. Jordan und Arne kenne ich aus der Schulzeit. Wir wissen, wie der andere tickt", sagte Mittelstädt. Mit Klünter verstehe er sich ebenfalls gut, auch außerhalb des Fußballplatzes.

Und auch für Mittelstädt selbst läuft es immer besser. In dieser Saison hat sich der 22-Jährige einen Stammplatz bei den Hauptstädtern erkämpft, auch wenn er meist vor der Dreierkette im linken Mittelfeld eingesetzt wird.

Zuletzt kursierten Gerüchte, der FC Bayern habe ihn auf dem Zettel. Auch Juventus Turin soll laut calciomercato.com Mittelstädt beobachten, beim Frankreich-Spiel sollten Scouts aus Turin zugeschaut haben. 

Daran aber verschwendet er derzeit keine Gedanken. Vielmehr blickt er auch aufgrund der Jugend-Achse sehr optimistisch in die Hertha-Zukunft. "Wir haben eine sehr große Zukunft vor uns. Wir haben viele junge Spieler, die noch Entwicklungspotenzial mit sich bringen"

Es gebe zwar noch Spiele, wie das gegen Dortmund, wo sie es nicht schafften, den Sieg oder das Remis über die Zeit zubringen. "Aber wenn wir so weitermachen, glaube ich, dass da noch etwas Großes entstehen kann in der Zukunft."

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