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Davy Klaassen hat bei Werder Bremen sich auf Anhieb unentbehrlich gemacht. Bei SPORT1 spricht der Niederländer über seine Situation und die Ziele mit den Bremern.

In seiner ersten Saison bei Werder Bremen hat Davy Klaassen schon mächtig Eindruck hinterlassen. Der Mittelfeldspieler, der nach einer enttäuschenden Saison beim FC Everton im vergangenen Sommer an die Weser wechselte, hat sich auf Anhieb als Leistungsträger etabliert. 

Beim VfL Wolfsburg (Bundesliga: VfL Wolfsburg - Werder Bremen, So. ab 18 Uhr im LIVETICKER) will Klaassen nun mit Werder dem Ziel Europa näherrücken. 

Im SPORT1-Interview spricht der 26-Jährige über seine Eingewöhnungszeit, Trainer Florian Kohfeldt und die Perspektiven mit Werder.

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Davy Klaassen über ...

seinen bisherigen Eindruck von Werder:

"Ich wurde von Anfang an gut im Verein aufgenommen. Es ist sehr wichtig, dass ich mich hier heimisch fühle. Ich habe richtig viel Spaß, das Leben ist gut hier in Bremen. Ich bin sehr froh, hier zu sein. Ich wollte zu einem Verein, bei dem ich das Gefühl habe, dass ich hierhergehöre. Das Gefühl hatte ich schon im ersten Gespräch mit dem Trainer.  Darum war die Entscheidung nicht so schwierig."

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seine Stellung im Team:

"Ich war schon Kapitän bei Ajax. Dass ich schon im Mannschaftsrat bin, ist nichts Ungewöhnliches für mich. Ich fühle mich gut dabei und versuche, der Mannschaft zu helfen. Wir haben eine tolle Mannschaft. Und ich glaube nicht, dass sie damit ein Problem hat. Ich hatte das Gefühl, dass mir sehr großes Vertrauen entgegen gebracht wurde, als ich hier angefangen habe. Dadurch habe ich erwartet, dass ich viel spielen werde. Das ist immer noch so. Und deshalb gebe ich immer mein Bestes und hoffe, dass ich immer spiele."

Trainer Florian Kohfeldt:

"Er war sehr wichtig. Er kam nach Manchester, und wir haben viel gesprochen über die Stadt, den Verein, das Spielsystem und so weiter. Ich glaube, das war der wichtigste Punkt. Denn letztes Jahr hat es nicht geklappt, als ich zu Everton gewechselt bin. Dadurch hatte ich ein bisschen Angst, den nächsten Verein zu finden. Und dabei war Kohfeldt sehr wichtig. Das Wichtigste war die Spielphilosophie."

Werders Ansehen im Ausland:

"Ich kenne Werder noch von vor zehn Jahren, als sie gegen Ajax in diesen grün-orangen Trikots gespielt haben. Viele Fußballfans kennen die großen Werder-Spieler von dieser Zeit. Aber die letzten Jahre waren natürlich nicht so gut. In Holland ist die Premier League bekannter als die Bundesliga. Aber jetzt kommen wieder mehr Niederländer in die Bundesliga – und damit wird sie auch wieder populärer. Ich glaube, das verdient die Bundesliga auch. Meine Freunde sind schon alle Bremen-Fans und haben ein Trikot."

den Bremer Zusammenhalt:

"Ich finde auch, dass es wirklich eine Familie ist. Nicht nur in der Mannschaft, sondern auch mit den Fans. Das Gefühl ist, dass wir wirklich ein Verein sind. Das finde ich cool. Fast jedes Training ist offen. Deshalb ist es leichter mit den Fans in Kontakt zu kommen. Bei Everton gab es so etwas nicht, bei Ajax nur ab und zu. Ich glaube, das ist eine große Stärke von Werder, dass wir es so machen. Es ist wichtig für einen Verein, dass die Fans das Gefühl haben dazuzugehören."

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die Zeit beim FC Everton:

"Ich bereue das nicht. In dem Moment war es klar, dass ich dahin wollte. Es war eigentlich der perfekte Moment. Dann ist es nicht so gut gelaufen. Aber das kann passieren."

die Zukunft von Max Kruse und Maximilian Eggestein:

"Ich weiß nicht, wie es mit den beiden weitergeht. Ab und zu machen wir einen Spaß und fragen – aber sie sagen natürlich nicht, ob sie bleiben oder gehen. Natürlich hoffen wir, dass sie bleiben. Aber es kann alles passieren. Sie sind beide sehr wichtig für die Mannschaft. Wenn sie gehen würden, wäre es schade. Ich hoffe, dass sie bleiben. Von Anfang an habe ich gesehen, wie sich Eggestein weiterentwickelt. Kruse macht sehr viel Spaß und ist locker. Wenn wir trainieren und spielen, ist er aber sehr fokussiert. Er hat eine gute Balance."

das Saisonziel mit Werder:

"Wir wollen Europa schaffen, das ist, was mir der Trainer gesagt hat. Das war auch eins der Dinge, über die ich enthusiastisch war. Es ist ein hohes Ziel – aber man muss auch hohe Ziele haben, um etwas zu erreichen. Ich finde das realistisch. Auch wenn es schwierig wird, weil es fünf, sechs Mannschaften gibt, die darum kämpfen."

den Sonntagsgegner Wolfsburg:

"Wir werden sie nicht unterschätzen. Das wird ein gutes und spannendes Spiel. Ich glaube, die Mannschaften sind ähnlich."

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