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Nach Stotterstart in die neue Saison blüht Mario Götze in der Rückrunde immer mehr auf. Wird er für Borussia Dortmund im Meisterrennen das Zünglein an der Waage?

Gnadenlose Effektivität statt rauschendem Champagner-Fußball!

In abgezockter Manier erledigte Borussia Dortmund die Pflichtaufgabe SC Freiburg souverän und bleibt nach einem 4:0-Auswärtssieg in Schlagdistanz zu Spitzenreiter FC Bayern, der vier Spieltage vor Saisonende weiter einen Zähler Vorsprung hat.

Nur selten ließ der BVB in Freiburg seine Offensivklasse aufblitzen, doch wenn er ins Rollen kam, war er kaum zu stoppen. So wie bei den ersten drei Toren, die genial herausgespielt waren: Jadon Sancho (12.) erzielte die frühe Führung, ehe Marco Reus (54.) und Mario Götze (79.) nachlegten. Für den Schlusspunkt sorgte Paco Alcácer per Handelfmeter (87.).

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Reus: Premieren-Assist für Götze

Überragender Akteur im Breisgau war einmal mehr Reus mit einem Treffer sowie zwei Assists. Man mag es kaum glauben, aber der 29-jährige deutsche Nationalspieler legte erstmals in der Bundesliga ein Tor für Sancho und für Götze auf.

"Wenn es so ist, dann ist es schade, weil er ein sehr guter Fußballer ist und wir eigentlich sehr gut harmonieren", erklärte ein verdutzter Reus bei Sky nach seinem Premieren-Assist für seinen Kumpel Götze. "Wenn die Statistik das sagt, dann wurde es erst recht Zeit", zeigte sich Götze ebenfalls verwundert.

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Apropos Götze: Der WM-Held von 2014 blüht immer mehr auf und erzielte vier seiner fünf Treffer in dieser Saison in der Rückrunde. Zudem stehen sieben Assists auf seinem Konto. Mit zwölf direkten Torbeteiligungen spielt er aktuell seine beste Saison seit 2013/14, als ihm in Diensten des FC Bayern zehn Tore und acht Assists gelangen.

Götze regelmäßig in der Startelf

Nach langer Leidenszeit mit zahlreichen Erkrankungen und Verletzungen war Götze zu Beginn der Saison unter Lucien Favre erstmal außen vor. Inzwischen hat der 26-Jährige jedoch sogar Goalgetter Alcacer den Rang abgelaufen und steht regelmäßig in der BVB-Startelf. Mit seinen guten Leistungen stürzt er derzeit nicht nur seine Gegner von einer Verlegenheit in die nächste, sondern offenbar auch Social-Media-Abteilungen wie die der Freiburger.

"Ich habe mich in der Situation nicht aufgegeben und immer weiter an mir gearbeitet", sagte Götze der Sport Bild über seinen Stotterstart unter Favre. "Der Trainer hat ein sehr gutes Gespür dafür, wie er die Stärken von Spielern in seine Spielidee einbringen kann. Ich bin froh, dass ich meine Qualitäten einbringen kann und meinen Teil zum Erfolg beitrage."

In seiner jetzigen Verfassung könnte Götze für den BVB zum Trumpf im Meisterkampf werden, sogar eine vorzeitige Vertragsverlängerung über das Jahr 2020 hinaus steht im Raum. "Er ist im Laufe der Spielzeit immer besser geworden, und ich hoffe, dass das noch nicht das Ende ist, sondern, dass da noch mehr kommt", erklärte Sportdirektor Michael Zorc vor einigen Wochen.

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Schon fünfmal Deutscher Meister

Götze darf sich bereits fünfmaliger Deutscher Meister nennen, zweimal triumphierte er mit dem BVB, dreimal mit den Bayern. Nur allzu gern würde der Offensivakteur die Bilanz am Saisonende ausgleichen. Die Bayern befinden sich im engen Meisterschaftsrennen aktuell in der Pole Position – was der Rekordmeister macht, interessiert Götze aber nur am Rande.

"Wir können uns nur darauf konzentrieren, was wir machen, dass wir vernünftig trainieren, dass wir dranbleiben, dass wir unsere Spiele gewinnen, dass wir unsere Punkte holen", sagte Götze. "Am Ende wird abgerechnet, dann wird sich zeigen, wie weit wir sind. Es ist noch alles möglich, wir bleiben dran, wir geben Gas, das ist das Entscheidende."

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