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München - Guido Burgstaller kehrt mit Schalke 04 an alter Wirkungsstätte zurück. Doch die Freude darauf hält sich in Grenzen, geht es für beide Klubs doch um zu viel.

Am Freitagabend steht für Guido Burgstaller ein besonderes Spiel an. Der Stürmer trifft mit dem FC Schalke 04 auf seinen Ex-Klub, den 1. FC Nürnberg. (Bundesliga: 1. FC Nürnberg - FC Schalke 04, 20.30 Uhr im LIVETICKER)

Doch große Gefühle werden sich bei dieser Begegnung in Grenzen halten, geht es doch in diesem Abstiegsduell um zu viel. (Service: Tabelle der Bundesliga)

"Ja, so ein richtiges Späßchen vor dem Spiel mit den Ex-Kollegen wird wohl ausbleiben, dafür ist die Situation zu ernst", sagte Burgstaller in Bezug auf seine Rückkehr.

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Schalke steckt im Prinzip schon die gesamte Saison in der Krise. Konnte man vor zwei Wochen unter Neu-Coach Huub Stevens gegen Hannover auswärts gewinnen, verlor man trotz ansprechender Leistung in letzter Sekunde durch einen Elfmeter gegen Frankfurt vor eigenem Publikum.

"Wie man in den letzten Spielen gesehen hat, haben wir schon einen Aufschwung erlebt. Wir haben gegen Frankfurt gut dagegenhalten können und das müssen wir beibehalten und so weiter machen", sagte der Stürmer nach dem Mannschaftstraining am Dienstag.

Herzensklub Nürnberg

Nach zwei Jahren in der 2. Bundesliga beim Club ging es für Burgstaller im Frühjahr 2017 in die Bundesliga nach Gelsenkirchen. Vergangenes Jahr konnte er mit den Knappen Champions-League-Luft schnuppern und der FCN feierte die Rückkehr in die Bundesliga.

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In dieser Saison geht es für beide Klubs um den Klassenerhalt. Nürnberg hat nach einem 3:0 gegen Augsburg und einem 1:1 in Stuttgart zumindest wieder neue Hoffnung geschöpft, der Relegationsplatz ist aber immer noch vier Punkte entfernt, das rettende Ufer sogar acht.

Ausgerechnet der Ex-Nürnberger Burgstaller könnte mit seinen Toren Schalke näher zum Klassenerhalt bringen und gleichzeitig den Club noch tiefer in den Abstiegsschlamassel stürzen.

Burgstaller wird darauf keine Rücksicht nehmen. Aber "trotz aller Rivalität drücke ich dem FCN die Daumen und hoffe, dass sie nach Freitag die restlichen Spiele alle gewinnen", erklärte er.

Kampf statt Qualität

An den letzten sechs Spieltagen heißt es für Schalke: Verlieren verboten, um nicht in (größere) Abstiegsgefahr zu geraten.

Der Spielstil unter Stevens hat sich zu Vorgänger Domenico Tedesco leicht verändert. Das neue alte Stevens-Motto heißt: "Die Null muss stehen", also hinten sicher verteidigen und über das Umschaltspiel Torchancen kreieren.

Das funktionierte bislang bedingt, gegen Nürnberg hofft man auf Schalke auf eine Steigerung - und Tore von Guido Burgstaller.

"Sollte ich am Freitag treffen, werde ich natürlich nicht jubeln, dafür habe ich zu viel Respekt vor den Nürnberg-Fans und jubeln kann ich dann auch noch im Bus", sagte der 29-Jährige.

Bentaleb-Rückkehr

Helfen könnte auch die Rückkehr von Nabil Bentaleb. Der Algerier war aufgrund einer disziplinarischen Verfehlung für drei Wochen suspendiert worden, jetzt begnadigte Stevens den Mittelfeldakteur.

Auf Schalke können sie zurzeit jede torgefährliche Kraft brauchen, bislang gelangen den Königsblauen magere 29 Saisontore. Und Bentaleb ist mit drei Treffern - wenn auch alle vom Elfmeterpunkt - zweitbester Schütze der Schalker und damit besser als Burgstaller (2).

Der Rückkehrer wird hoffen, dass am Abend mindestens ein weiteres dazu kommt. Auch, wenn er dann erst im Bus jubeln wird.

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