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München - Uli Hoeneß erinnert sich in einem Interview an vergangene Trainerentlassungen. Insbesondere der Fall Ottmar Hitzfeld sei dabei sehr speziell gewesen.

"Trainer zu entlassen, ist das Schwierigste. Das sind Tiefpunkte der eigenen Karriere", gibt Uli Hoeneß in einem Interview mit der DPA offen zu. 

Dass es allerdings auch anders ablaufen kann, bewies in der Vergangenheit das Beispiel Ottmar Hitzfeld. 

Der heute 70 Jahre alte Fußballlehrer musste nach der Saison 2003/04 nach sechs überaus erfolgreichen Jahren an der Säbener Straße seinen Hut nehmen. 

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"Ottmar habe ich mit seinem Assistenten Michael Henke und den Ehefrauen zu mir nach Hause eingeladen. Meine Frau hat gekocht", beschreibt der FCB-Präsident den Abend der Entlassung.

"Erst haben wir die Trennung besprochen und anschließend schön gegessen und bis drei Uhr morgens gefeiert", blickt Hoeneß mit durchaus positiven Gefühlen auf das negative Ereignis zurück.

"Größte Fehler" und Scham

Die Trennung von Jupp Heynckes im Jahre 1991 bezeichnet der Bayern-Macher hingegen immer noch als seinen "größten Fehler". 

Auch das Beispiel Otto Rehhagel weckt bei Uli Hoeneß keine positiven Erinnerungen. Der Europameister von 2004 wurde nach nicht einmal einer Spielzeit von den FCB-Verantwortlichen entlassen. 

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Nach der Heimniederlage gegen Hansa Rostock am 30. Spieltag der Saison 1995/96 wurde Rehhagel von den Offiziellen an die Säbener Straße beordert. 

"Ich wäre im Büro von Franz Beckenbauer am liebsten unter dem Präsidententisch verschwunden. Franz war damals knallhart. Ich hätte das damals nicht machen wollen", fasst Hoeneß den Rehhagel-Rauswurf zusammen.

Der heutige Bayern-Präsident Hoeneß habe bei seinen Trainern auch stets die "menschliche Komponente" berücksichtigen wollen, bei einigen Fällen sei ihm buchstäblich "der Hals zugegangen."

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