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Mario Götze steht für das Sinnbild eines Wechsels zwischen Dortmund und München. Aber diese Transfers haben schon eine lange Tradition
Mario Götze steht für das Sinnbild eines Wechsels zwischen Dortmund und München. Aber diese Transfers haben schon eine lange Tradition © Getty Images
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Bei aller Rivalität gibt es immer wieder Transfers zwischen München und Dortmund. SPORT1 zeigt, wer für beide Teams auflief - darunter auch der Bruder eines FCB-Granden.

Seit der Saison 2009/10 heißt der Deutsche Meister entweder FC Bayern München oder Borussia Dortmund.

Zugegeben, natürlich überwiegen die Bayern in dieser Zeit mit sieben Titeln die zwei BVB-Triumphe. Dennoch hat sich der Verein aus dem Pott zur zweiten Macht in Deutschland entwickelt. Nicht umsonst liefern sie dem Rekordmeister in der Saison 2018/19 endlich mal wieder einen spannenden Titelfight. Immerhin war Ostern vorbei und in München musste man noch immer um die Meisterschaft zittern - ein völlig ungewohntes Gefühl in den Jahren davor.

Nicht selten wird das Aufeinandertreffen der beiden deutschen Topvereine als das Deutsche "Clasico" bezeichnet - in Anspielung auf das Duell der spanischen Giganten FC Barcelona und Real Madrid. Allerdings ist die Rivalität zwischen den deutschen Rivalen bei Weitem nicht so ausgeprägt wie in Spanien. Während zwischen den "Königlichen" und der "Blaugrana" schon fast offener Haß herrscht, ist das Verhältnis zwischen FCB und BVB zwar angespannt, aber zumeist auf das Sportliche begrenzt.

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Daher wundert es auch nicht, dass zwischen München und Dortmund regelmäßig Spielerwechsel stattfinden - ein Ding der Unmöglichkeit in Spanien.

SPORT1 zeigt, welche Spieler schon im roten und schwarz-gelben Trikot aufgelaufen sind.

1988: Michael Rummenigge macht den Anfang

Michael Rummenigge folgte 1981 seinem älteren Bruder Karl-Heinz von Borussia Lippstadt zum großen FC Bayern München. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten hatte er aber dann in der Saison 1983/84 seinen großen Durchbruch. Er absolvierte 33 Ligaspiele und erzielte elf Tore.

Bis 1988 war er ein fester Bestandteil bei den Roten und feierte drei Deutsche Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiege. Dann wechselte er zu Borussia Dortmund.

FUSSBALL: Michael RUMMENIGGE Michael Rummenigge eröffnete 1988 den fröhlichen Wechselreigen zwischen München und Dortmund
Michael Rummenigge eröffnete 1988 den fröhlichen Wechselreigen zwischen München und Dortmund © Getty Images

Als ehemaliger Bayernspieler war er bei den Fans nicht gerade der große Publikumsliebling. Aber direkt in seiner ersten Saison für Schwarz-Gelb führte er das Team zum Triumph im DFB-Pokal - dem ersten nationalen Titel seit 1965. In der Saison 1991/92 lief er unter Trainer Ottmar Hitzfeld sogar als Mannschaftskapitän auf.

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Zwar verließ er Dortmund 1993, um seine Karriere in Japan zu beenden, aber die Verbundenheit zum BVB ist nie erloschen. Bis heute ist Michael Rummenigge Mitglied der BVB-Traditionsmannschaft.

1989: Jürgen Wegmann - Der mutige Wandervogel

Mit Jürgen Wegmann setzt ein mutiger Wandervogel die Liste der Transfers zwischen München und Dortmund fort. Ironischerweise wechselte der Mittelstürmer mit dem bissigen Spitznamen "Kobra" von den Bayern zu seinem alten Verein Borussia Dortmund zurück. Allerdings hatte Wegmann schon vorher bewiesen, dass er sich um Konventionen nicht groß kümmerte.

Immerhin war er von Dortmund erst über den Umweg Schalke 04 zu den Bayern gewechselt. Damit hatte er das fast Unaussprechliche gewagt und war direkt vom BVB zum großen Erzrivalen Schalke gewechselt. Direkt nach dem Überstehen der Relegation gegen Fortuna Köln wechselte er 1986 zu den Königsblauen. Dort weckte er dann mit zehn Toren in 28 Spielen das Interesse des Rekordmeisters, der sich die Dienste des Mittelstürmers direkt in der Folgesaison 1987/88 sicherte.

Uli STEIN foult Juergen WEGMANN 1987
Im Supercup-Finale 1987 (FCB-HSV 2:1) wurde Jürgen Wegmann direkt nach seinem Siegtreffer von Uli Stein per Faustschlag niedergestreckt © Getty Images

In München kam er dann in 58 Spielen auf 26 Tore. Aber 1989 war es für ihn an der Zeit, wieder in den Pott zurückzukehren. Drei weitere Jahre ging er nochmal für Schwarz-Gelb auf Torejagd, ehe er dann mit den Stationen MSV Duisburg, Rot-Weiß Essen und 1. FSV Mainz seine Karriere beendete.

Noch heute ist die "Kobra" wegen seines Tores im Relegationsspiel gegen Köln auf dem BVB Walk of Fame verewigt.

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1992: Thomas Helmer geht den anderen Weg

Nachdem sich bisher der BVB bei den Bayern bedient hatte, wurde es nun an der Zeit, dass ein Spieler Richtung Süden zieht.

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Von 1986 an war Thomas Helmer als Innenverteidiger und Libero sechs Jahre lang das Herzstück der BVB-Defensive. Ganze 190 Ligaspiele absolvierte er für die Dortmunder. Der Höhepunkt seiner BVB-Zeit war der Gewinn des DFB-Pokals 1989.

FUSSBALL: LIGA POKAL FINALE 1998 Leverkusen, 08.08.98 In seinen letzten beiden Jahren in München führte er das Team als Kapitän aufs Feld und nahm die Trophäen als Erster in Empfang
In seinen letzten beiden Jahren in München führte er das Team als Kapitän aufs Feld und nahm die Trophäen als Erster in Empfang © Getty Images

Diese Leistungen waren den Münchner die damals unfassbare Ablöse von 7,5 Millionen DM wert. Damit wurde der Verteidiger zum bis dahin teuersten Transfer der Bundesligageschichte. Aber die Rekordsumme sollte sich für beide Seiten rechnen. Helmer blieb bis 1999 in der bayerischen Landeshauptstadt und wurde in dieser Zeit zu einem der Gesichter beim FCB.

Dazu wurde er drei Mal Deutscher Meister und gewann je ein Mal den DFB-Pokal und den UEFA-Cup im roten Trikot. Mit 191 Ligaspielen stand er sogar ein Mal öfter für den FCB auf dem Platz als für die Borussia. Daher steht er nun wohl auch immer noch für die FC Bayern Legends auf dem Rasen.

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1998: Christian Nerlinger - Ein überraschender Rückkehrer

Bei Christian Nerlinger denken viele an einen waschechten Bayern, der in den Pott gewechselt ist. Dabei war es für den Mittelfeldspieler eher eine Art Heimkehr, als er 1998 in München seine Zelte abbrach und sich der Borussia anschloss. Immerhin war er gebürtiger Dortmunder, wenn er auch schon in frühester Kindheit mit seinen Eltern nach Bayern gezogen ist.

FUSSBALL: BAYERN MUENCHEN In seiner Münchner Zeit war Christian Nerlinger unermüdlicher Kämpfer und antreiber im FCB-Mittelfeld
In seiner Münchner Zeit war Christian Nerlinger unermüdlicher Kämpfer und antreiber im FCB-Mittelfeld © Getty Images

Dort durchlief er dann auch fünf Jahre lang die Jugend des FC Bayern Münchens, ehe er 1993 in den Profikader aufrückte. Dort etablierte er sich direkt und war unter zahlreichen FCB-Trainern im defensiven Mittelfeld gesetzt. Zwei Deutsche Meisterschaften, der DFB-Pokalsieg 1998 und der UEFA-Cup-Triumph 1996 waren der Lohn seiner harten Arbeit.

Aber obwohl er über Jahre hinweg der Mittelfeldmotor der Münchner war, entschied er sich 1998 für das neue Abenteuer bei Borussia Dortmund, um sozusagen in der Heimat auch noch seine Spuren zu hinterlassen. Obwohl er aber im ersten Jahr noch unangefochtener Stammspieler im BVB-Mittelfeld war, kam er in den beiden folgenden Jahren nur noch unregelmäßig zum Einsatz. Daher wechselte er 2001 zu den Glasgow Rangers.

Bis heute ist Christian Nerlinger noch Mitglied der Münchner Traditionsmannschaft FC Bayern Legends.

2004: Torsten Frings - Kurz, aber erfolgreich

Torsten Frings und Werder Bremen, das gehört einfach zusammen. Ganze elf Jahre lief er für den Verein von der Weser auf (1997-2002 und 2005-2011). Aber dazwischen hatte er noch kurze Gastspiele bei Borussia Dortmund und Bayern München.

Fussball: 1. Bundesliga 02/03 In seiner Dortmunder Zeit spielte Torsten Frings auch mit dem aktuellen Leiter der BVB-Lizenspielerabteilung Sebastian Kehl zusammen
In seiner Dortmunder Zeit spielte Torsten Frings (M.) auch mit dem aktuellen Leiter der BVB-Lizenspielerabteilung Sebastian Kehl (l.) zusammen © Getty Images

2002 wagte er den Sprung von der Küste ins Kohlerevier. Dort etablierte er sich auch schnell als Führungsspieler und Leistungsträger. Allerdings warf ihn in seinem zweiten Jahr ein Kreuzbandriss zurück. Er musste auf die komplette Hinrunde 2003/04 verzichten, weshalb er insgesamt nur auf 47 Ligaspiele für den BVB kam. Aber in der Rückrunde stand er wieder voll in Saft und Kraft und zeigte direkt seine alte Klasse.

Daher wurde man auch an der Säbener Straße auf ihn aufmerksam und lotste den Mann aus Würselen für 9,25 Millionen Euro an die Isar. Zwar verbrachte er hier nur ein Jahr, war aus sportlicher Sicht aber nie umstritten. Allerdings kam der bodenständige Frings nie so recht in der Glamourwelt des FC Hollywood an, weswegen er nach einem Jahr direkt wieder zu Werder Bremen zurückging. Allerdings feierte er in seinem Jahr in München immerhin das Double aus Meisterschaft und Pokal.

2007/2016: Mats Hummels beginnt mit dem Hin- und Hergewechsel

Mats Hummels kommt aus der Münchner Jugend und ist jetzt auch wieder Bestandteil der Profimannschaft des Rekordmeisters. Seine Sporen musste sich der Verteidiger allerdings bei Borussia Dortmund verdienen.

Obwohl Hummels insgesamt dreizehn Jahre Bestandteil der FCB-Jugendmannschaft und Amateure und Hermann Gerland von seinem Talent überzeugt war, reichte es nur zu einem einzigen Bundesligaeinsatz bei den Profis. Daher lieh der BVB Hummels in der Winterpause 2007/08 bis 2009 aus und verpflichtete ihn dann für 4 Mio. Euro fest. Dort sollte er sich zu einem der weltbesten Verteidiger entwickeln und brachte mit dem BVB die nationale Vormachtstellung der Münchner gehörig ins Wanken. Vor allem an der Deutschen Meisterschaft 2011 und dem Double 2012 war er als Leistungsträger maßgeblich beteiligt.

Telekom Cup 2019 Final Jahrelang war Mats Hummels (l.) und Jerome Boateng die Stütze in der FCB-Abwehr
Jahrelang war Mats Hummels (l.) und Jerome Boateng die Stütze in der FCB-Abwehr © Getty Images

Daher holte man das Eigengewächs 2016 für 35 Mio. Euro wieder zurück nach München. Dort fügte er seiner Titelsammlung zwei weitere Deutsche Meisterschaften und drei DFB-Pokalerfolge hinzu. Zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Jerome Boateng bildete er in dieser Zeit eines der besten Innenverteidiger-Duos der Welt.

2013/2016: Mario Götze geht den umgekehrten Weg

Mario Götze ist quasi das absolute Gegenbeispiel zu Matts Hummels. Er durchlief seit seinem neunten Lebensjahr den Dortmunder Nachwuchs und feierte mit 17 Jahren sein Debüt in der Bundesliga. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wurde der junge Götze schon bald zu einem Leistungsträger des BVB und eines der großen Highlights der Bundesliga. Seine unbekümmerte und leichtfüssige Art, Fußball zu spielen verzauberte die Fans und er wurde bereits als der "deutsche Messi" bezeichnet. Natürlich war er auch tragender Teil der erfolgreichen Jahre von 2010 bis 2012.

Der ganz großen Weltkarriere stand eigentlich nichts mehr im Weg und er wollte sie beim FC Bayern München weiterführen - seinem Herzensverein seit Kindheitstagen. Allerdings waren schon die Begleitumstände seines Wechsels (2013) fragwürdig. Augerechnet kurz vor dem CL-Halbfinalspiel der Borussia platzte die Bombe, dass Götze per Ausstiegsklausel für 37 Mio. Euro zum FCB wechseln würde. Die kommenden Wochen war er in Dortmund als Judas und Schlimmeres verschrien.

Borussia Dortmund v SV Werder Bremen - Bundesliga Der 17-jährige Mario Götze brach wie eine Naturgewalt über die Bundesliga herein
Der 17-jährige Mario Götze brach wie eine Naturgewalt über die Bundesliga herein © Getty Images

Und auch sportlich sollte es nicht mehr besser werden. Zwar feierte er in München drei Deutsche Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiege, aber er wurde immer wieder durch Verletzungen und Krankheiten zurückgeworfen. Den Mario Götze aus Dortmunder Tagen bekamen die Münchner Fans nie zu sehen, weswegen er sich auch nie einen unangefochtenen Stammplatz erkämpfen konnte.

Daher wagte er ein Jahr vor Vertragsende beim FCB tatsächlich den Schritt zurück nach Dortmund (2016). Aber auch hier lief es anfangs nur holprig. Fanproteste und Verletzungen sorgten für eine eher graue Rückkehr. Erst nach der Diagnose einer Stoffwechselkrankheit und deren Therapie gelang es ihm, sich wieder zu stabilisieren. Mittlerweie ist er wieder fester Bestandteil des BVB-Kaders.

2014: Robert Lewandowski jagt die Champions League

2010 holte Borussia Dortmund einen unbekannten Stürmer aus der polnischen Ekstraklasa. Der Name Robert Lewandowski von Lech Posen war zu dem Zeitpunkt nur den wenigsten ein Begriff. Heute ist er der vielleicht beste Neuner der Welt und schießt Tore wie am Fließband. Bei Dortmund hat es allerdings gedauert, bis er seinen Durchbruch feiern konnte. In der ersten Saison stand er im Schatten seines Sturmkollegen Ludas Barrios und war hauptsächlich als Joker im Einsatz. Aber mit acht Toren wurde er torgefährlichster Einwechselspieler und gab so schon mal einen Ausblick auf seine Fähigkeiten.

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In der folgenden Saison profitierte er dann von einer Verletzung Barrios' und überzeugte mit Leistung und Toren. Seinen Stammplatz im BVB-Sturm gab er nicht mehr her. Nach zwei Deutschen Meisterschaften mit dem BVB und zwei Torjägerkanonen wechselte er 2014 ablösefrei zum FC Bayern München. Zwar wollten ihn die Münchner schon ein Jahr früher holen, aber Dortmund blieb hart und verweigerte den Wechsel. Daher blieb Lewandowski noch ein Jahr bei Schwarz-Gelb, wurde Torschützenkönig und ging dann an die Isar.

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Am 24. April 2013 besiegelte Robert Lewandowski Real Madrids Aus im CL-Halbfinale mit vier Toren fast im Alleingang. Im Finale gegen den FC Bayern München blieb er dann aber torlos © Getty Images

Dort sollte sich nun endlich sein großer Traum erfüllen - der Gewinn der Champions League. Immerhin hatte das Münchner Team den Titel erst 2013 gewonnen (ausgerechnet gegen Robert Lewandowski und den BVB) und war Stammgast im Halbfinale der Champions League. Ein weiterer Erfolg schine nur eine Frage der Zeit.

Aber es sollte nicht sein. Zwar entwickelten die Roten eine nationale Dominanz wie noch nie zuvor. Aber international reichte es nicht mehr für den ganz großen Wurf. Daher werden auch regelmäßig Wechselgerüchte um den Polen laut. Paris Saint-Germain, die englischen Top-Klubs und immer wieder Real Madrid, sie alle werden regelmäßig mit ihm in Verbindung gebracht - zumal er in München auch nicht immer unumstritten ist. Aber nichtsdestotrotz ist er weiter beim FCB und jagt nach seinem großen Traum.

2016: Sebastian Rode - Das doppelte Missverständnis

Sebastian Rode ist der letzte Austausch zwischen dem FCB und BVB, der nicht schon mal vorher bei einem der beiden Vereine gespielt hat.

Der Mittelfeldspieler wechselte 2014 ablösefrei von Eintracht Frankfurt zu den Bayern. Dort konnte er allerdings nie so wirklich Fuß fassen und kam über die Rolle des Ergänzungsspieler nicht hinaus. Daher entschied er sich bereits nach zwei Jahren zu einem erneuten Wechsel.

Bayer Leverkusen v FC Bayern Muenchen - Bundesliga In München war Sebastian Rode (r.) leider Stammgast auf der Bank
In München war Sebastian Rode (r.) leider Stammgast auf der Bank © Getty Images

Diesmal wollte er bei Borussia Dortmund sein Glück versuchen. Zwar legte er einen ermutigenden Start bei den Westfalen hin, aber in der zweiten Saison zog ihn eine hartnäckige Leistenverletzung ein Jahr lang aus dem Verkehr.

Mittlerweile ist er auf Leihbasis wieder zur Eintracht zurückgekehrt und konnte dort an seine Leistungen aus alten Frankfurter Zeiten anknüpfen.

Allerdings gab es nicht nur direkte Wechsel. Einige Spieler fanden auch über Umwege den Weg zum Rivalen. Ein besonders gutes Pflaster für Wechsel zwischen den Bayern und Dortmund scheint Juventus Turin zu sein. Gleich drei Akteure nutzten den italienischen Topklub als  Zwischenstation. Insgesamt sind es sechs Akteure, die auf verschiedenen Karrierewegen für Rot und Gelb in der Bundesliga aktiv waren.

1991: Stefan Reuter eröffnet die Juventus-Tradition

Seine ersten Lorbeeren im Profi-Bereich verdiente sich Stefan Reuter beim 1. FC Nürnberg. Dort feierte der Defensivspezialist mit 18 Jahren sein Debüt in der 2. Bundesliga und stieg direkt mit dem "Club" auf. Nach insgesamt vier Jahren, die er mit den Franken nach dem Aufstieg erstklassig verbrachte, empfahl er sich für höhere Aufgaben.

Der FC Bayern München ließ sich daher auch nicht lange bitten und nahm Reuter zur Saison 1988/89 unter Vertrag. In dieser Zeit etablierte sich Reuter als einer der besten Defensivspieler Deutschlands und legte hier auch den Grundstein für seine Nationalmannschaftskarriere, die er mit dem WM-Titel (1990) und EM-Titel (1996) krönte.

Auch beim FCB sammelte er neue Einträge auf seiner Titelliste. Nachdem er bisher mit dem 1. FC Nürnberg schon die Meisterschaft in Liga zwei feiern konnte, kamen mit  Bayern zwei Deutsche Meisterschaften (1989, 1990) und ein Supercupsieg (1990) hinzu. Als nun gestandener Bundesligaprofi wagte er 1991 den Sprung in die damals stärkste Liga der Welt - die Serie A.

Allerdings war das Abenteuer bei Juventus Turin nur von kurzer Dauer. In der Liga musste man sich dem AC Mailand geschlagen geben und auch im italiensichen Pokal setzte es im Finale gegen den AC Parma eine Pleite. Persönlich lief es für Reuter zwar gut bei der "Alten Dame" - er absolvierte 28 von 34 Spielen - dennoch entschied er sich nach nur einem Jahr zu einer Rückkehr in die Bundesliga zu Borussia Dortmund.

Fussball: 1. BL 03/04, Hannover 96-Borussia Dortmund Stefan Reuter bejubelt einen Treffer seines Teamkollegens Torsten Frings, der ebenfalls für München und Dortmund aufgelaufen ist
Stefan Reuter (r.) bejubelt einen Treffer seines Teamkollegens Torsten Frings, der ebenfalls für München und Dortmund aufgelaufen ist © Getty Images

Dort blieb er dann zwölf Jahre lang bis zu seinem Karriereende und wurde damit zu einem der BVB-Gesichter um die Jahrtausendwende. Zudem erlebte er seine größten Erfolge auf Klubebene im Schwarz-Gelben Trikot. Drei deutsche Meisterschaften (1994, 1995, 2002) und als Höhepunkt die Champions League (1997) gegen seinen Ex-Verein Juventus Turin konnte er dort feiern.

Nach 307 Ligaspielen für den BVB, in denen er elf Tore erzielte, hängte er seine Fußballschuhe 2004 an den Nagel.

1991: Jürgen Kohler macht's wie Reuter

Jürgen Kohler kam nach seinen ersten Profi-Stationen bei Waldhof Mannheim und dem 1. FC Köln 1989 zum FC Bayern München. Mit den Münchnern gewann er in dieser Zeit ebenfalls zwei Mal die Meisterschaft (1989, 1990) und den Supercup (1990). Zusammen mit Reuter wechselte der "Kokser" dann nach Turin.

Allerdings hielt er es länger in Italien aus. Insgesamt vier Spielzeiten absolvierte er für die "Alte Dame" und feierte dabei die Meisterschaft (1995) und 1993 den Sieg im UEFA-Pokal. Gegner im Finale war ausgerechnet sein späterer Verein Borussia Dortmund mit seinem Kumpel Stefan Reuter. 1992 wurde Kohler sogar zum besten ausländischen Spieler der Serie A gewählt.

1995 folgte er dann wiederum Reuter und unterschrieb ebenfalls beim BVB. Zusammen beendeten sie dort 2002 ihre Karriere. Kohler kam in seiner Dortmunder Zeit auf 191 Bundesligaeinsätze und erzielte 14 Tore für den BVB. Bei den Fans erarbeitete er sich aufgrund seiner kämpferischen Spielweise den Status des Publikumslieblings.

BORUSSIA DORTMUND - EINTRACHT FRANKFURT 1:0 Jürgen Kohler (r.) wurde in Dortmund zum Publikumsliebling. Zusammen mit Stefan Reuter verbrachte er große Teile seiner Karriere
Jürgen Kohler (r.) wurde in Dortmund zum Publikumsliebling. Zusammen mit Stefan Reuter verbrachte er große Teile seiner Karriere © Getty Images

Im Stadion wurde er regelmäßig mit "Jürgen Kohler - Fußballgott" begrüßt. Sein letztes Spiel war das Finale im UEFA-Pokal 2002. Gegen Feyenord Rotterdam musste Dortmund eine bittere 2:3-Niederlage hinnehmen. Kohler sah zudem in der 31. Minute noch eine Rote Karte wegen Notbremse.

1991: Köln-Legende Toni Schumacher beim FCB

Toni Schumacher ist einer der Spieler, die man immer fest mit einem Verein verbinden wird. Der 1. FC Köln ist sein Klub, auch wenn die Beziehung im Rosenkrieg endete. Dass der Torhüter auch noch für andere Teams in der Bundesliga aufgelaufen ist, ist vielen Fans schon gar nicht mehr präsent.

Aber er hat es getan. Nach der Veröffentlichung seines Enthüllungsbuchs "Anpfiff" (1987) wurde er sowohl in der Nationalmannschaft als auch vom 1. FC Köln suspendiert. Nach 15 Jahren bei den Geißböcken war seine Zeit plötzlich vorbei. Daher unterschrieb er in der Folgesaison bei Schalke 04. Mit den Gelsenkirchenern stieg er allerdings in seiner ersten Saison als Tabellenletzter ab, weshalb Schumacher in die Türkei weiterzog. Drei Jahre verbrachte er bei Fenerbahçe Istanbul, und feierte 1989 die türkische Meisterschaft.

1991 kehrte er dann in die Bundesliga zurück und wurde bei Bayern München als dritter Torwart unter Vertrag genommen. In dieser Position kam er unter Sören Lerby aufgrund von Verletzungen der Stammkeeper Raimond Aumann und Sven Scheuer zu acht Einsätzen. Nach der Saison 1991/92 erklärte er dann sein Karriereende.

HARALD "TONI" SCHUMACHER
In München half Toni Schumacher beim Verletzungspech von Aumann und Scheuer aus. Acht Mal stand er für den FCB zwischen den Pfosten © Getty Images

Nachdem er bei Schalke (1992-93) und dem FC Bayern München (1993-94) als Torwarttrainer aktiv war, wechselte er zur Saison 1995/96 zum BVB als Torwarttrainer. Am 18. Mai 1996, dem 34. Spieltag, wurde Schumacher als Ersatztorhüter nominiert und in der 88. Minute eingewechselt. Der BVB stand zu diesem Zeitpunkt bereits als Meister fest und würdigte so Schumachers Engagement, der damit noch zu einem offiziellen Einsatz im Dortmunder Trikot kam.

2000: Markus Feulner - Der Wandervogel

Markus Feulner kam im Alter von 15 Jahren zum FC Bayern München und durchlief dort die Jugendmannschaften bis zu den Amateuren. 2001 führte er die A-Jugend als Kapitän zur deutschen Meisterschaft.

FUSSBALL: DFB POKAL 01/02, FC BAYERN MUENCHEN - VFL WOLFSBURG 2:1 Markus Feulner kam aus der eigenen Jugend, konnte sich im Proikader der Bayern aber nie richtig durchsetzn
Markus Feulner kam aus der eigenen Jugend, konnte sich im Proikader der Bayern aber nie richtig durchsetzn © Getty Images

Nach knapp zwei Jahren bei den Amateuren gab er am 24. Spieltag der Saison 2001/02 sein Bundesligadebüt gegen Energie Cottbus. Allerdings konnte er sich in der Profimannschaft nie richtig festspielen und absolvierte so nur 13 Einsätze in eineinhalb Jahren. In der Winterpause 2003/04 wechselte er zum 1. FC Köln, wo er sich sofort im Team etablieren konnte. Aber Probleme mit Trainer Huub Stevens und Verletzungspech warfen den Mittelfeldspieler immer wieder zurück.

So verließ er Köln nach zwei Jahren und 38 Einsätzen (vier Tore) Richtung FSV Mainz 05. Dort erlebte er seine erfolgreichste Bundesligazeit. Drei Jahre lang lief er als Stammspieler im linken Mittelfeld auf und hatte vor allem bei seinem Trainer Jürgen Klopp ein hervorragendes Standing.

Daher holte Klopp seinen ehemaligen Spieler ein Jahr nach seinem Wechsel zu Dortmund nach. Dort verbrachte Feulner aber zwei unbefriedigende Jahre. Lediglich ein Mal stand der gebürtige Scheßlitzer (bei Bamberg) in der BVB-Startformation. In der Meistersaison 2010/11 kam er lediglich auf 20 Minuten Einsatzzeit.

2011wechselte er zum 1. FC Nürnberg und ließ anschließend seine Karriere beim FC Augsburg ausklingen.

2002: Robert Kovac setzt die Juventus-Tradition fort

Mit Robert Kovac gibt es den dritten prominenten Namen, der über den Umweg Juventus Turin vom FC Bayern nach Dortmund gewechselt ist. Nach seinem Wechsel von Bayer Leverkusen an die Isar war Kovac vier Jahre lang der Herrscher über das Bayern-Mittelfeld. Zwei Mal das nationale Double (2003, 2005) und der Weltpokal (2001) sind der Lohn für seine Leistungen.

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Danach machte er es wie Reuter und Kohler und wechselte zu Juventus Turin. Zwei Jahre lang trug er das Trikot der "Bianconeri" und holte 2007 den Scudetto. Kovac war auch einer der Spieler, die Juventus nach dem Zwangsabstieg die Treue hielten und maßgeblich am direkten Wiederaufstieg beteiligt waren.

Juventus' defender Robert Kovac (R) cele Wie seine Vorgänger Stefan Reuter und Jürgen Kohler kam auch Robert Kovac (Bild) über Juventus Turin von München nach Dortmund
Wie seine Vorgänger Stefan Reuter und Jürgen Kohler kam auch Robert Kovac (Bild) über Juventus Turin von München nach Dortmund © Getty Images

2007 wechselte er dann zu Borussia Dortmund, wo er zwei weitere Jahre Bundesliga verbrachte. 2008 stand er im DFB-Pokalfinale, musste sich aber mit 1:2 seinem Ex-Verein aus München geschlagen geben. 2009 wechselte er dann zu Dinamo Zagreb, wo er nach zwei Jahren mit zwei kroatischen Meisterschaften (2009, 2010) und einem Pokalerfolg (2009) seine Karriere beendete.

2012: Matthias Sammer macht wieder die Extra-Wurst

Schon als Spieler war Matthias Sammer ein Mann, der seinen eigenen Weg ging. Daher verwundert es nicht, dass er auch in der langen Liste von Akteuren, die sowohl für den FCB als auch den BVB tätig waren eine Sondrrolle einnimmt. Er ist der einzige Vertreter,  der bei einem Verein als Spieler und beim anderen Verein ausschließlich als Funktionär tätig war.

Als Spieler war er einer der Ersten, die nach der Wende aus der DDR zu einem Westverein wechselten. Von der SG Dynamo Dresden ging er 1990 zum VfB Stuttgart und absolvierte in zwei Jahren 63 Bundesligaspiele (20 Tore). Der Höhepunkt beim VfB war die Meisterschaft 1992 unter Trainer Christoph Daum.

Damit spielte er sich in die Notizbücher der internationalen Scouts und wechselte für knapp 12 Mio. DM zu Inter Mailand. Dort wurde der Defensivspieler aber nie glücklich. Lediglich elf Einsätze absolvierte er für Inter. In der Winterpause  1992/93 nahm er das Angebot von Borussia Dortmund an und kam nach gerade einmal einem halben Jahr zurück in die Bundesliga.

Dort begann er als Mittelfeldspieler, wurde aber von Trainer Ottmar Hitzfeld zunehmend auf die Libero-Position gezogen. Auf dieser Position führte er 1996 auch die DFB-Elf zum EM-Titel in England. Seine Zeit in Dortmund war die mit Abstand erfolgreichste Phase seiner Klubkarriere. Zwei deutsche Meisterschaften (1995, 1996) und der Champions League Sieg 1997 gegen Juventus Turin sind der beste Beweis dafür.

1998 beendete er seine Karriere beim BVB, mit dem seine Karriere eng verbunden ist. Daher verwundert es nicht, dass er bei der Borussia auch seine Trainerlaufbahn begann. Während er seine Trainerlizenz machte, war er schon Assistenztrainer von Udo Lattek, der den BVB übergangsweise übernommen hatte. Nach Abschluss des Lehrgangs (2000) übernahm er die Mannschaft als Cheftrainer und stand vier Jahre lang als Verantwortlicher an der Seitenlinie.

2002 holte er die deutsche Meisterschaft und wurde damit der jüngste Meistertrainer der Bundesligageschichte. Danach begann aber ein schleichender Abstieg des BVBs, weshalb sich Sammer und der Verein 2004  im gegenseitigen Einvernehmen trennten.

FUSSBALL: 1. BL 02/03, BORUSSIA DORTMUND - HSV 1:1 In der Saison 2001/02 gelang Matthias Sammer mit dem BVB das Meisterstück
In der Saison 2001/02 gelang Matthias Sammer mit dem BVB das Meisterstück © Getty Images

Nach Zwischenstationen beim VfB Stuttgart und dem DFB landete das Gesicht des Dortmunder Erfolgs der 2000er Jahre dann ausgerechnet als Sportdirektor beim Erzrivalen FC Bayern München. Von 2012 bis 2016 leitete er die sportlichen Geschicke beim FCB und sollte den Rekordmeister nach zwei titellosen Jahren wieder zurück in die Erfolgsspur bringen - und damit ausgerechnet die aktuelle Vorherrschaft seiner Ex-Liebe BVB brechen.

Dies gelang auf beeindruckende Weise. Direkt im ersten Jahr unter dem Sportdirektor Sammer holte man das Triple an die Isar. Auch die Folgejahre beherrschte der FCB die Bundesliga fast schon nach Belieben. Aber nach einem leichten Schlaganfall hatte Sammer seinen noch bis 2018 laufenden Vertrag bereits 2016 aufgelöst. Seitdem schloss er eine Rückkehr ins operative Geschäft der Bundesliga aus.

Aber es gab nicht nur bei Spielern einen regen Austausch. Auch auf der Trainerbank gibt es zwei bekannte Namen, die für beide Vereine tätig waren.

1970/80er und 2000: Udo Lattek macht den Feuerwehrmann beim BVB

In Deutschland ist Udo Lattek als Trainer immer fest mit den Vereinen FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach verbunden. Acht deutsche Meisterschaften feierte er mit den beiden Vorzeigeklubs der 70er und 80er Jahre. 1976 und 1977 trug er sich mit den Fohlen in die Siegerliste ein. Die Bayern führte er gleich sechs Mal zum Titel (1972, 1973, 1974, 1985, 1986, 1987) und holte als erster Trainer überhaupt zwei Mal den Titel-Hattrick in der Bundesliga.

An diese Erfolge konnte er bei seiner ersten BVB-Station (1979-1981) nicht anknüpfen. Nach dem überraschenden Tod seines Sohnes Dirk (1981) wollte er weg aus Deutschland und bat um die vorzeitige Freigabe. Für zwei Jahre leitete er dann die Geschicke des FC Barcelonas, in deren Zeit er vor allem mit Superstar Diego Maradona ein angespanntes Verhältnis hatte.

Oliver Kahn Farewell Gala Als erster deutscher Trainer konnte Udo Lattek den Meister-Hattrick wiederholen
Als erster deutscher Trainer konnte Udo Lattek den Meister-Hattrick wiederholen © Getty Images

Nachdem er in der Saison 1982/83 die Allüren des Argentiniers satt hatte und nicht länger auf den verspäteten Maradona warten wollte, ließ er den Mannschaftsbus einfach abfahren. Wenig später wurde er im März entlassen. Lattek vermutete dahinter immer eine Beschwerde Maradonas, die zu seiner Ablösung geführt hatte.

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Nach seiner zweiten Station eben beim FCB und weiteren Engagements beim 1. FC Köln und Schalke 04 feierte er 2000 nochmal ein kurzes Comeback an der Seitenlinie. Fünf Spieltage vor dem Saisonende steckte Dortmund mitten im Abstiegskampf. Aber mit seinem Co-Trainer Matthias Sammer führte er den BVB auf Tabellenrag elf und zum sicheren Klassenerhalt. Dafür wird er bis heute im Westfalenstadion verehrt.

1991/2007: Ottmar Hitzfeld - Vom BVB-Meister zum FCB-Helden

Nachdem sich Ottmar Hitzfeld in der Schweiz beim SC Zug, FC Aarau und Grasshopper Club Zürich seine Sporen verdient hatte, gab ihm der BVB in der Bundesliga eine Chance. Es sollte eine Erfolgsgeschichte werden. Bereits in seiner ersten Spielzeit (1991/92) führte er Dortmund überraschend zur Vize-Meisterschaft. Nur ein Jahr später stürmte er mit seinem Team ins Finale des UEFA-Pokals, das aber gegen Juventus Turin verloren wurde.

Aber diese Erfolge erlaubten es dem ehemaligen Mathematik-Lehrer, die Mannschaft Schritt für Schritt aufzubauen. Die Ernte fuhr er in den Jahren 1995 bis 1997 ein. Erst holte er zwei Mal die deutsche Meisterschaft (1995, 1996) bevor ihm 1997 in der Champions League der ganz große Triumph glückte. Mit der Revanche gegen Juventus Turin setzte man sich Europas Fußballkrone auf.

Danach wechselte Hitzfeld auf den Posten des Sportdirektors beim BVB. Dies sollte aber nicht von langer Dauer sein. Bereits zur Saison 1998/99 übernahm er das Traineramt an der Säbener Straße und startete eine beeindruckende Erfolgsstory. Er holte in seinen sechs Jahren als FCB-Trainer vier deutsche Meisterschaften (1999, 2000, 2001, 2003), zwei Mal den DFB-Pokal (2000, 2003) und als erster deutscher Trainer überhaupt mit zwei verschiedenen Vereinen die Champions League (2001).

Fussball: Champions League Dortmund Mit Borussia Dortmund holte Ottmar Hitzfeld 1997 seinen ersten Triumph in der Champions League
Mit Borussia Dortmund holte Ottmar Hitzfeld 1997 seinen ersten Triumph in der Champions League © Getty Images

Aufgrund eines Burnouts wurde sein bis 2005 laufender Vertrag 2004 vorzeitig beendet. Hitzfeld nahm sich in der Folgezeit eine Auszeit vom Fußball und war nur noch als Experte beim damaligen Pay-TV-Sender Premiere aktiv.

Als er 2006 verkündete, 2007 wieder in den Fußball zurückkehren zu wollen, holten ihn die Bayern sofort als Nachfolger von Felix Magath (eigentlich der Nachfolger von Hitzfeld selbst) zurück und er übernahm nochmal für eineinhalb Jahre das Szepter an der Isar. Nach dem Gewinn des nationalen Doubles (2008) verweigerte er aber eine erneute Vertragsverlängerung.

Danach beendete er seine Klubkarriere und übernahm 2008 die Schweizer Nationalmannschaft. 2014 beendete er seine Trainerkarriere endgültig.

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