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München und Dortmund - Die Entscheidung um den Titel fällt erst am Samstag. Wie bereiten sich Bayern und Dortmund auf den finalen Showdown vor? SPORT1 zeigt die Pläne.

Weißbierduschen in München oder Meisterkorso um den Borsigplatz? Die Bundesliga steuert auf ein Herzschlagfinale zu.

Erstmals seit neun Jahren fällt die Entscheidung um die Meisterschaft erst am letzten Spieltag.

Trotz des vergebenen Matchballs hat der FC Bayern weiterhin bei zwei Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund und dem deutlich besseren Torverhältnis die größten Chancen auf den Gewinn des siebten Titels in Serie. Doch auch Borussia Dortmund hofft noch auf den finalen Coup.

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Für die Bayern wäre es übrigens eine Premiere in der Allianz Arena, denn noch nie machten die Münchner einen Titel in ihrem 2005 eröffneten Stadion endgültig klar.

Wie gehen die beiden Titelanwärter den Endspurt im Rennen um die Meisterschaft an? SPORT1 zeigt den Wochenplan der Bayern und der Dortmunder.

- Training

Durchatmen, Kraft tanken, Köpfe frei bekommen - die Woche der Entscheidung begann sowohl in München als auch in Dortmund ruhig. BVB-Trainer Lucien Favre gab seiner Mannschaft ebenso frei wie sein Münchner Pendant Niko Kovac.

Generell setzt man beim Rekordmeister vor dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt auf Routine. "Es ist wichtig, dass man die Trainingswoche ganz normal gestaltet und keine anderen Dinge macht und am Wochenende mit ein oder zwei Toren mehr die Meisterschaft holt", gab Sven Ulreich die Marschrichtung vor. (Bundesliga: FC Bayern - Eintracht Frankfurt, Samstag 15.30 Uhr im LIVETICKER)

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Am Dienstag versammelt dann Kovac seine Schützlinge erstmals wieder auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße. Bis Donnerstag wird jeweils ab 11 Uhr trainiert. Die Einheiten bis zum Abschlusstraining am Freitag um 15 Uhr finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ob es in der Nacht von Freitag auf Samstag zur Übernachtung ins Teamhotel geht, ist noch nicht final entschieden.

Ein ähnliches Bild herrscht auch auf dem Dortmunder Gelände in Brackel. Favre beginnt die Woche mit einer Videoanalyse am Dienstagvormittag, anschließend geht es auf den Platz. Einen Tag vor dem Abschlusstraining am Freitag steht noch ein taktischer Feinschliff für das "Endspiel" bei Borussia Mönchengladbach an. (Bundesliga: Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund, Samstag 15.30 Uhr im LIVETICKER)

- Stand bei Verletzten

Beide Titelaspiranten gehen nicht frei von Personalsorgen in den Showdown. Dortmunds große Hoffnungen ruhen auf Kapitän Marco Reus, der nach abgelaufener Rotsperre an alter Wirkungsstätte in Gladbach wieder zur Verfügung steht.

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Auch der von muskulären Problemen ausgebremste Innenverteidiger Abdou Diallo soll im Laufe der Woche wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren.

Bangen müssen beide Teams noch um die Einsätze ihrer Stammtorhüter. Roman Bürki, der wegen Oberschenkelproblemen gegen Düsseldorf fehlte, plant für Mittwoch laut Bild einen Härtetest.

An der Säbener Straße setzte Manuel Neuer am Sonntag sein Aufbautraining zusammen mit dem zuletzt angeschlagenen Javi Martínez weiter fort. Beim in Leipzig wegen Knieproblemen ausgewechselten Thiago gab der Klub am Sonntag Entwarnung. James Rodríguez trainierte am gleichen Tag bereits wieder mit den Reservisten auf dem Platz.

- Das sagen die Protagonisten

Unmittelbar nach dem 3:2-Sieg gegen Düsseldorf eröffnete Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auch den verbalen Schlagabtausch vor dem Fernduell um die Schale.

"Wir hatten brutalen Druck. Der Druck wandert jetzt weiter Richtung Süden. Die Bayern können alles verlieren, wir können jetzt nur noch gewinnen", sagte Watzke.

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FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic konterte im ZDF-Sportstudio: "Alles können die nicht gewinnen. Sie können nämlich nur die Meisterschaft gewinnen. Im Pokal sind sie schon raus."

Natürlich werden sich auch noch die beiden Trainer Kovac und Favre in dieser Woche äußern. Die Pressekonferenzen finden jeweils am Donnerstag statt. Kovac steht am Donnerstag um 13.30 Uhr den Medienvertretern Rede und Antwort.

- Stimmungslage

Dass Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ebenso wie Sportdirektor Salihamidzic nach der Nullnummer in Leipzig demonstrativ ein Treuebekenntnis zu Trainer Kovac vermied, sorgte an der Säbener Straße in der Vorbereitung auf den Showdown für zusätzliche Unruhe.

Beim BVB ist die Stimmungslage nach dem wichtigen Zittersieg gegen die Fortuna wieder deutlich positiver. "Wir glauben noch fest daran. Aber dafür müssen die Bayern Federn lassen", sagte Dortmunds Lizenzspieler-Abteilungsleiter Sebastian Kehl. Zwar sind die Dortmunder selbst bei einem eigenen Sieg auf Frankfurter Schützenhilfe in München angewiesen, aber die Hoffnung auf den ersten Meistertitel seit 2012 lebt wieder.

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