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Mit der 0:2-Niederlage gegen Mainz setzt Eintracht Frankfurt eine ganze Saison aufs Spiel. Ausgerechnet die 05-er sind aber nun das Ass im Frankfurter Ärmel

Adi Hütter lauschte den Worten von Sandro Schwarz mit größter Aufmerksamkeit. Und was sein Trainerkollege da zu berichten hatte, dürfte den Coach von Eintracht Frankfurt mit Blick auf das spannende Saisonfinale beruhigt haben. "Niemand muss Sorge haben, dass wir freimachen", sagte Schwarz, "wir wollen und werden definitiv nichts austrudeln lassen, sondern eine normale Wettkampfwoche bestreiten".

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Der Wahl-Frankfurter hatte am 33. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit dem FSV Mainz 05 durch das 2:0 (0:0) bei der Eintracht den erneuten Einzug der Hessen in den Europapokal verhindert - vorerst. Denn am Samstag könnte Schwarz das wieder umkehren und mit seinem Team kurioserweise dafür sorgen, dass der Pokalsieger auch im kommenden Jahr international spielen darf.

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Eintracht setzt ganze Saison aufs Spiel

Sollte Mainz nämlich gegen die TSG Hoffenheim punkten, können sich Hütter und seine Europacup-Helden beim Rekordmeister Bayern München eine Niederlage erlauben.

Wenn aber Hoffenheim und der VfL Wolfsburg (gegen den FC Augsburg) gewinnen sollten, muss auch die Eintracht punkten - wegen der unnötigen Pleite gegen die Mainzer. Als "sehr, sehr ärgerlich" bezeichnete Hütter das fünfte Ligaspiel ohne Erfolgserlebnis in Serie. Denn "wir haben leider eine große Chance liegengelassen" - und zwar die, den Europacup-Einzug klarzumachen und die Chancen auf die Premiere in der Champions League zu erhöhen.

Beides ist zwar noch immer möglich - aber eben auch noch der Absturz auf Rang acht, den vor Wochen niemand am Main für denkbar gehalten hatte.

Hütter will es selbst schaffen

"In München wird es nun ein Showdown", sagte Hütter, der sich nicht auf die Schützenhilfe anderer Klubs verlassen will: "Wir brauchen unbedingt diesen Punkt. Jetzt geht es darum, die Jungs körperlich und im Kopf wieder frischzubekommen." 

Denn vor dem 49. und letzten Pflichtspiel der Saison kommen seine Schützlinge nicht zuletzt wegen der kraftraubenden Europa-League-Schlacht beim FC Chelsea auf dem Zahnfleisch daher.

Drei Tage nach dem so unglücklichen Halbfinal-Aus in London waren den Hessen die Strapazen extrem anzumerken, nach der guten halben Stunde zu Beginn ging praktisch nichts mehr.

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Hinteregger: "Wollen wieder in Europa umherfliegen"

Vor allem im Rückwärtsgang fehlte die Bereitschaft, die letzten Schritte zu gehen. Das nutzte Torjäger Anthony Ujah (53./57.) zum entscheidenden Doppelpack.

"Uns unterliefen Fehler, die es sonst nicht gab", sagte Abwehrspieler Simon Falette. Leihspieler Martin Hinteregger, der einen Verbleib in Frankfurt über das Saisonende hinaus andeutete, sprach von einer "verpassten Chance" - die in einer Woche aber keine Rolle mehr spielen soll.

"Wir haben alle gesehen, wie geil es ist, in Europa umherzufliegen. Wir wollen das wieder", sagte der Verteidiger, der damit nicht alleine dastand. Auch Schwarz, der im Frankfurter Stadtteil Niederrad wohnt, möchte das. "Ich wünsche der Eintracht für die nächste Woche das Beste", sagte er. Denn: "Wir haben alle mit Frankfurt in der Europa League mitgefiebert."

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