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Arjen Robben verlässt im Sommer den FC Bayern. Nach eigenen Angaben hat er viele Wechsel-Optionen. Auch über den Vorwurf der Fallsucht im Strafraum spricht er.

Die sportliche Zukunft von Bayern Münchens Altstar Arjen Robben ist nach wie vor offen.

"Du bist die ganze Karriere gewohnt, immer für das Höchste zu spielen, um Titel. Ich weiß nicht, ob es in mir drin ist, in einer Mannschaft, die um Platz sechs oder acht spielt, zu stehen", sagte der 35-Jährige im kicker-Interview.

Es gebe nach seinem Abschied im Sommer nach zehn Jahren beim Rekordmeister "so viele Optionen, Europa, außerhalb von Europa", sagte Robben und bestätigte das Interesse von US-Klubs.

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Kaum Chancen auf China-Wechsel

Nach China ziehe es ihn dagegen "eher nicht. Alles hat sein Plus und Minus. Am Ende muss es aus voller Überzeugung kommen."

Robben hatte in der vergangenen Woche nach fünfmonatiger Verletzungspause sein Comeback bei den Bayern gefeiert.

"Eigentlich will ich noch gerne spielen. Aber - das ist wichtig: Noch einmal fünf Monate mit einer Verletzung oder mehrere kleinere Blessuren will ich nicht", sagte er und fügte an: "Ich kann noch vier, fünf Jahre spielen. Aber da ist eben die andere Seite mit den Verletzungen."

Robben schwärmt von Guardiola

Auf seine Zeit in München blickte Robben stolz und zufrieden zurück - räumte aber auch ein: "Sicher hätte ich gerne noch zwei, drei Titel mehr gehabt, aber das ist Fußball. Mit Pep Guardiola wäre mehr drin gewesen. Ich habe vier der sechs Halbfinals mit ihm verpasst. Das gehört auch zu den Enttäuschungen, ist aber nicht zu ändern."

Guardiola übernahm die Bayern nach dem Triple-Erfolg 2013, verpasste in seinen drei Spielzeiten aber jeweils den Einzug ins Endspiel der Champions League.

Auch wenn er keinen seiner fünf Trainer explizit hervorheben wollte, sagte Robben über den Katalanen: "Trotzdem war Guardiola im fußballerischen Bereich genial. Bei ihm spielte ich auch als Zehner, Mittelstürmer, im Mittelfeld, das machte mir unheimlich viel Spaß, weil ich in der Breite verschiedene Positionen kennenlernte."

Robben über Verhältnis zu Ribéry

Über das Verhältnis zu seinem kongenialen Flügel-Partner Franck Ribéry betonte Robben: "Wir gehen als Freunde auseinander, zu 100 Prozent."

Über den Eklat in der Halbzeitpause des Champions-League-Halbfinals gegen Real Madrid 2012, als der Franzose ihm gegenüber handgreiflich wurde, könne Robben heute lachen.

"Klar war das heftig damals", sagte der Niederländer. "Es gehört auch dazu, dass es manchmal knallt. Vielleicht wurde unsere Beziehung deshalb noch besser."

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"Ich beherrsche das Fallen nicht gut"

Abschließend äußerte er sich auch noch zu seinem vermeintlichen Hang zur Theatralik im Strafraum.

"Natürlich bist du auch mal hingefallen, wo es vielleicht übertrieben war", räumte Robben ein. "Ich beherrsche das Fallen nicht gut. Und ich wurde schon viel gefoult und habe manchmal ein bisschen mehr daraus gemacht. Zwei, drei Videos gibt es, wo ich mir denke, das sieht nicht so schön aus."

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