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Die Bayern können in Leipzig Meister werden. Ottmar Hitzfeld ist sicher, dass das auch passiert. Niko Kovac nimmt er in Schutz und prophezeit ihm eine lange FCB-Zukunft.

Macht der FC Bayern heute den siebten Meistertitel in Folge klar oder beginnt nochmal das große Zittern?

Die Ausgangslage: Der Rekordmeister wird zum 29. Mal Deutscher Meister, wenn er am Samstag bei RB Leipzig (seit 14 Ligaspielen ungeschlagen) gewinnt (Bundesliga: RB Leipzig - FC Bayern, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER).

Sollte Borussia Dortmund das Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Bundesliga: Borussia Dortmund - Fortuna Düsseldorf, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) nicht gewinnen, reicht den Bayern ein Punkt bei RB. Die Münchner holen auch dann den Titel, wenn sie und der BVB heute verlieren. Kurios: Seit dem Jahr 2000 wurde der FCB nicht mehr in einem Heimspiel Meister. Vertagen Sie es daher lieber auf nächste Woche und dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt?

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"Wenn man die Chance hat Meister zu werden, muss man sie schnellstmöglich nutzen. Das werden die Bayern auch tun. Für sie wäre es auch psychologisch von Vorteil, den Sack zuzumachen", macht Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld im Gespräch mit SPORT1 deutlich.

"Bayern hat die nötige Erfahrung"

Trainer Niko Kovac hat genau das vor: "Wir haben zwei Matchbälle und wir wollen versuchen, schon den ersten in Leipzig zu nutzen."

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Sollte der Rekordmeister allerdings patzen und die Schwarz-Gelben drei Punkte holen, wird es nochmal richtig spannend. Die Bayern hätten dann womöglich sogar einen psychologischen Nachteil, wenn sich der Titel erst am 34. Spieltag entscheidet. Aktuell trennen die beiden Top-Klubs vier Punkte in der Tabelle, die Münchner haben zudem mit 18 Toren die bessere Tordifferenz.

Was macht Hitzfeld so sicher, dass die Münchner, mit denen er als Trainer selbst fünf Mal die Schale holte, nicht mehr zittern müssen?

Schließlich machte RB-Trainer Ralf Rangnick deutlich, trotz des sicheren Platz drei, heute punkten zu wollen, um sich für das Pokalfinale einzuheizen. "Bayern hat für solche Situationen die nötige Erfahrung. Vor allem die Nationalspieler sind solche Drucksituationen gewohnt und werden damit umgehen können. In diesem Punkt haben sie gegenüber Dortmund einen Vorteil, weil sie hingegen sehr viele junge Spieler im Kader haben", meint Hitzfeld.

"Kovac-Kritik verstehe ich nicht"

Sollten die Roten heute oder nächste Woche die Meisterschaft verteidigen und zudem den DFB-Pokalsieg gegen RB Leipzig klarmachen, würde es der 70-Jährige vor allem Niko Kovac gönnen. Hitzfeld stützt den nicht unumstrittenen Trainer und macht klar: "Die Kritik an Kovac verstehe ich nicht. Er macht einen tollen Job und kann noch zwei Titel holen. Man darf auch die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge nicht immer auseinandernehmen. Bei Bayern ist es eben so, dass alle abliefern müssen: Trainer, Spieler, Sportdirektoren und die Bosse."

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Hitzfeld selbst kennt die Anforderungen des FC Bayern ganz genau. "Für einen Bayern-Trainer ist es wichtig, Titel zu holen. Das ist der Job. Für Kovac wären Titel daher ein Befreiungsschlag. Ich bin auch davon überzeugt, dass Kovac noch einige Jahre Trainer bei den Bayern sein wird."

Gesichert ist diese These nicht, denn Gerüchte um eine vorzeitige Ablösung von Kovac halten sich an der Säbener Straße hartnäckig. Sicherer hingegen scheint, dass die Bayern nicht mehr zittern, sondern Meister werden. Denn vier Punkte Vorsprung an einem 32. Spieltag wurden in der Bundesliga noch nie verspielt.

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