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Kitzbühel - Wer im Sturm des 1. FC Köln von Beginn an auflaufen wird, ist offen. Das Kapitänsamt scheint dagegen besetzt. Das Saisonziel ist klar formuliert.

Der 1. FC Köln schwitzt derzeit in Kitzbühel.

Nach dem Trainingsauftakt Anfang Juli und einem Trainingslager in Donaueschingen setzt der Aufsteiger seine Vorbereitung nun in Kitzbühel fort - inklusive des Testspiels gegen den FC Bologna (ab 17.55 Uhr LIVE bei SPORT1 im TV und Stream).

Dort bereiten sich die Domstädter auf ihr Comeback im deutschen Oberhaus vor - und wollen ein paar ungeklärte Fragen klären.

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Offen ist etwa, wer sich die Stammplätze im Sturm sichern wird. Ein andere wichtige Position im Team scheint dagegen geklärt zu sein.

Schaub über Hector: "Jonas hat es super gemacht"

In der kommenden Saison wird wohl erneut Jonas Hector die Geißböcke als Kapitän anführen. "Mit Jonas Hector haben wir einen Führungsspieler, der voran geht, der anerkannt ist. Warum sollte ich daran also etwas ändern?", sagte Trainer Achim Beierlorzer im Trainingslager in Kitzbühel.

Der Coach des Aufsteigers hat seine Entscheidung offenbar schon getroffen, Voraussetzung ist jetzt nur noch, dass der 29 Jahre alte Spieler zustimmt, aber "dieses Gespräch hatten wir noch nicht", führte der 51 Jahre alte Trainer fort.

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Hector hatte das Amt im Vorjahr nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga von Matthias Lehmann, der seine Karriere beendete, übernommen. Die Mannschaft würde diese Entscheidung absolut begrüßen. "Ich finde, Jonas hat es super gemacht", sagt Mittelfeldmann Luis Schaub zu SPORT1.

Auch Mannschaftskollege Simon Terodde würde sich wieder für Hector entscheiden. "Ich habe letztes Jahr Jonas gewählt. Und ich würde mich wieder für ihn entscheiden. Er hat den Job sehr gut gemacht, auch wenn er nach außen nicht der große Lautsprecher ist. Er strahlt eine enorme Ruhe aus. Über seine Qualitäten auf dem Platz und auf seiner Position müssen wir gar nicht reden", sagt der Torschützenkönig der vergangenen Saison.

Luxusproblem im Angriff

Während bei der Kapitänsfrage also weitestgehend Klarheit herrscht, hat der 1. FC Köln in der Offensive die Qual der Wahl und ein wahres Luxusproblem.

Mit Anthony Modeste, Jhon Cordoba und Terodde haben die Geißböcke gleich drei Angreifer von großer Klasse in ihren Reihen.

55 Tore erzielte das Trio in der letzten Saison insgesamt für die Domstädter. Terodde allein traf in 33 Partien 29 Mal, Cordoba netzte 20 Mal in 31 Spielen ein und Modeste sechsmal in zehn.

Beierlorzer wird in seiner ersten Bundesligasaison wohl im favorisierten 4-4-2-System mit zwei Stürmern spielen lassen. Fraglich bleibt, ob er immer zwei Stoßstürmer spielen lassen wird oder nur mit einem echten Stürmer und einer hängenden Spitze.

Terodde: "Natürlich gebe ich in jedem Training Gas"

"Alle reden immer von einem Dreikampf. Aber unsere Offensive besteht aus weit mehr guten Spielern, die alle ihre Qualität haben und spielen wollen", sagt Terodde.

Damit spielt er auf seine Kollegen Kingsley Schindler, Dominick Drexler, Luis Schaub und Darko Churlinov an, die sich als hängende Spitzen empfehlen könnten. Schindler und Churlinov überzeugen mit ihrem Tempo, Schaub und Drexler sind universell einsetzbar, sowohl zentral als auch außen.

China-Rückkehrer und Fan-Liebling Modeste ist sich des Konkurrenzkampfes bewusst. "Es ist normal, dass man um seinen Platz kämpfen muss. Der Beste muss spielen. Natürlich wünsche ich mir mehr Spielzeit als im letzten Jahr", sagt er zu SPORT1.

Auch Terodde möchte seinen Stammplatz nicht kampflos aufgeben: "Natürlich gebe ich in jedem Training Gas und versuche mich anzubieten und meine Qualitäten einzubringen, wie alle anderen Jungs auch."

Eines ist klar: Im ersten Saisonspiel auswärts in Wolfsburg wird Cordoba aufgrund einer Sperre fehlen. Gute Chancen also für das Duo Terodde/Modeste, aber keine Startelfgarantie.

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Saisonziel Klassenerhalt

Wenn es um das Saisonziel geht, sind sich die Kölner einig: Klassenerhalt. "Ich will nicht wieder 2.Liga spielen", sagt Modeste.

Schaub glaubt, dass die Mannschaft mit den Fans im Rücken gute Chancen haben wird. "Ich hoffe, dass wir direkt gut starten. Wir haben eine richtig gute Mannschaft und richtig geile Fans. Wenn wir von Anfang an alle Gas geben, kann da eine richtige Euphorie entstehen", fügte der österreichische Nationalspieler hinzu.

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Bevor die Kölner am 11. August ihr erstes Pflichtspiel im DFB Pokal in Wehen Wiesbaden bestreiten, stehen noch einige Testspiele an. (Service: Sommerfahrplan der Bundesligisten)

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