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Augsburg - Rani Khedira spricht im Interview mit Sport1 über seinen berühmten Bruder und die kommende Saison mit dem FC Augsburg. Er hofft auf Zusammenhalt und Teamgeist.

Rani Khedira hat sich beim FC Augsburg zu einem gestandenen Bundesliga-Profi etabliert. Seit Sommer 2017 ist der kleine Bruder von Sami Khedira nun beim FCA, damals wechselte er ablösefrei von RB Leipzig.

In den zwei Jahren ist sein Marktwert von 750.000 Euro auf stolze 10 Millionen Euro (transfermarkt.de) angestiegen. "Natürlich bin ich froh, dass meine Leistungen auch entsprechend honoriert werden", kommentiert Khedira die rasante Entwicklung im Interview mit SPORT1.

Er seit aber nicht der Typ, der sich darauf ausruhen will.  "Was du erreicht hast, musst du zumindest bestätigen, eher toppen. Daher ist mir der Marktwert eigentlich relativ egal", meint der 25-Jährige. Die astronomischen Summen, die mittlerweile auf dem Transfermarkt gezahlt werden, sind für ihn nicht wichtig. Khedira will sich auf seine Arbeit konzentrieren.

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"Ob da jetzt 100 oder 200 Millionen über den Tisch wandern, ist schön und gut. Das zahlt irgendwer, aber das betrifft uns nicht", sagt der gebürtige Stuttgarter und fügt lachend hinzu: "Und ich glaube, aktuell will keiner 200 Millionen für mich bezahlen."

Khedira setzt auf Teamgeist und Zusammenhalt

Trotz seiner konstant guten Leistungen und einer turbulenten letzten Saison hat Khedira keinen Gedanken daran verschwendet, Augsburg zu verlassen. Nach einem Negativlauf in der Rückrunde konnten die Fuggerstädter nur mit viel Mühe die Klasse halten, das "bleibt ein bisschen in den Köpfen", verrät der defensive Mittelfeldspieler.

Der neue Coach Martin Schmidt habe aber nun "Teamspirit und Lebensfreude" zurück in die Mannschaft gebracht. "Er hat eine klare Ansprache. Das tut jedem gut."

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Khedira hofft in der kommenden Spielzeit wieder einen besseren Teamgeist im der Mannschaft zu haben: "Wenn 25 Mann im Kader in eine Richtung marschieren, ist es unheimlich schwer dagegen anzukämpfen. Es stehen nur elf auf dem Platz, aber wenn du eine ganze Armee hintendran hast, die bedingungslos zusammenhält und einen klaren Plan im Kopf hat. Wenn du eine gemeinsame Strategie hast, ist es unheimlich schwer dich zu schlagen. Nur so kann der FC Augsburg in der Bundesliga überleben."

Zwar habe sich das Team noch kein klares Ziel gesetzt, doch Khedira weiß, um was es beim FCA geht. "Wir wollen unbedingt das zehnte Jahr in der Bundesliga dabei sein", formuliert er das Minimalziel Klassenerhalt bei SPORT1.

Beim Thema Attraktivität sieht Khedira keine Probleme in der Bundesliga. "Wir haben sehr viele Spieler von Weltklasseformat", meint er. Zwar habe die Liga keinen Spieler "der 200 Millionen Euro gekostet habe", dafür aber mit Robert Lewandowski den "wahrscheinlich besten Mittelstürmer der Welt" und mit Manuel Neuer "den besten Torwart der Welt".

Vorbild: Sami Khedira

Die Sommerpause hat Khedira mit seiner Familie in Afrika verbracht. "Das Schöne war, dass es kein Netz gab", erzählt er. "Du warst komplett abgeschottet von der Außenwelt. Das tut jedem mal gut bei dem ganzen Trubel in den Sozialen Medien und du gefühlt 24 Stunden am Handy sitzt."

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Mittlerweile arbeitet der FCA-Profi aber wieder hart an seiner Fitness. Im Trainingslager konnte er wegen einer Sehnenreizung noch nicht mit dem Team trainieren, spätestens zur ersten Bundesligapartie bei Borussia Dortmund will der Defensivspieler aber wieder topfit sein.

Mentale Unterstützung wird ihm auch Bruder Sami dabei geben, der starken Einfluss auf ihn hat. Der 32-Jährige hat eine große Karriere hinter sich, mit dem DFB-Team wurde er 2014 Weltmeister.

"Er hat mich geprägt, von ihm konnte ich viel mitnehmen und miterleben. Darüber bin ich sehr dankbar", verrät Rani Khedira. "Man kann sagen, dass er mein großes Vorbild war und ist. Nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch gibt er mir sehr viel mit und er ist in der Hinsicht mein erster Ansprechpartner."

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