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München - Jörg Schmadtke zeigt sich nach den Beleidigungen der Fans des 1. FC Köln von den Klubverantwortlichen enttäuscht. Der frühere Köln-Boss wurde mit Schmähgesängen bedacht.

Jörg Schmadtke hat sich nach den Beleidigungen der Fans des 1. FC Köln enttäuscht über die Verantwortlichen des Klubs geäußert.

Die Kölner Fans hatten den ehemaligen Geschäftsführer Sport des Bundesliga-Aufsteigers im Auftaktspiel gegen den VfL Wolfsburg (1:2) – bei dem Schmadtke mittlerweile das gleiche Amt innehat - mit Beleidigungen und Schmähgesängen bedacht.

Nach dem Spiel hätten sich weder das alte sowie neue Präsidium der Kölner noch irgendein Gremium bei Schmadtke gemeldet, erzählte der 55-Jährige im CHECK24 Doppelpass.

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"Das tut mir eigentlich viel mehr weh als diese blödsinnigen Schreiereien", verriet Schmadtke und ließ seiner Enttäuschung freien Lauf: "Der Umgang zeigt mir, dass die Werteskala bei dem einen oder anderen in diesem Klub ein bisschen durcheinandergeraten ist, und ich finde es schade, weil ich habe mir nichts vorzuwerfen. Wir haben uns getrennt, es gab eine klare Regelung in meinem Vertrag, die ist erfüllt worden und Danke."

Schmadtke: "Habe meinen Anteil am Abstieg"

Die angesprochene Regelung stieß vielen Fans übel auf, die während des Spiels in Wolfsburg mehrfach "Schmadtke, du Betrüger, nimmst die drei Millionen und haust ab", skandierten. "Es geht nicht um Gerüchte, da werden Unwahrheiten verbreitet", erklärte Schmadtke.

Seine Enttäuschung geht so weit, dass er offenbar sogar einen Vereins-Austritt in Erwägung zieht. "Ich bin lebenslanges Mitglied - mal gucken, wie lange noch", sagte Schmadtke.

Der ehemalige Bundesligaspieler hatte von 2013 bis 2017 vier Jahre beim 1. FC Köln verbracht. In seinem letzten Jahr war der Klub aus der höchsten deutschen Spielklasse abgestiegen.

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Schmadtke räumte ein, dass auch er dafür Verantwortung trägt: "Ich weiß, dass ich meinen Anteil am Abstieg habe. Mehr aber auch nicht. Wir sind aufgestiegen unter meiner Führung, haben uns international qualifiziert. Die vier Jahre darauf zu reduzieren, finde ich etwas merkwürdig."

Nach den Beleidigungen der Fans hatte sich nur Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle zu Wort gemeldet. "Der FC hat eine Charta mit einem klaren Wertesystem. Verleumdungen und Beleidigungen passen dazu nicht", hatte der 44-Jährige erklärt.

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Schmadtke freute sich über Wehrles Äußerungen, wie er im CHECK24 Doppelpass verriet: "Ich bin sehr dankbar dafür, dass sich Alex Wehrle bei mir gemeldet hat und sich für die Geschäftsführer dafür entschuldigt hat."

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