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München - Dennis Aogo erklärt im CHECK24 Doppelpass, wie er einen neuen Klub finden will. Dass der Ex-Nationalspieler nicht durchstartete, habe an seinem Charakter gelegen.

Nach seinem Vertragsende in Stuttgart ist Dennis Aogo noch immer auf der Suche nach einem neuen Klub.

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Im CHECK24 Doppelpass erklärt der 32-Jährige, wie er sich in dieser schwierigen Situation fit hält - und warum er zu seinen besten Zeiten nicht den Sprung in die absolute Spitze schaffte.

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"Ich war von meinem Charakter nicht bereit genug an einem Punkt, wo es ganz woanders hätte hingehen können", gibt Aogo zu. "Ich war nicht auf den Stress vorbereitet. Beim HSV und VfB hat man viele Emotionen, aber auch viel Unruhe. Das ist ein Prozess, das möchte ich nicht wieder haben."

Nicht weniger als 21 Trainer hatte Aogo in seiner bisherigen Karriere als Fußballprofi, wie er erklärt. "Das kann nicht förderlich sein für einen jungen Menschen, ich hatte nicht die hundertprozentige Professionalität damals", gibt Aogo zu Bedenken. "Wenn ich die hätte wie heute, wäre mehr drin gewesen."

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Dass er in den kommenden Wochen noch einmal einen Verein findet, davon geht der frühere Nationalspieler aus. Schon vor zwei Jahren, als sein Vertrag auf Schalke nicht verlängert wurde, hatte sich Aogo den Sommer in Eigenregie fit gehalten, bevor ihn der VfB Stuttgart holte - darauf hofft der Linksverteidiger auch dieses Mal wieder.

Aogo: Geld ist kein Argument

Allerdings sei der Markt für einen Ü30-Spieler über die Jahre schwieriger geworden, findet Aogo. "Aus Spielerperspektive hat man das Gefühl, dass es schwieriger wird. Vor 15 Jahren hatte man eher noch Angst, Spieler aus anderen Märkten zu holen. Die Wirtschaftlichkeit ist auch ein großer Faktor. Aber Spieler in meinem Alter haben noch einen gewissen Erfahrungswert und können noch helfen."

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An der Fitness werde es keinesfalls scheitern, erklärt Aogo. "Ich habe mich zwei Monate individuell fit gehalten, zurzeit mache ich fußballspezifisches Training auf dem Platz." Dabei schreckt er nicht vor ungewöhnlichen Maßnahmen zurück: "Es gibt in Osnabrück ein Einkaufszentrum, das eine Höhenkammer hat", erklärt er - dort habe er seine Ausdauer verbessert.

"Ich bin optimistisch, dass bis zum 2. September noch etwas passiert. Das ist mein Wunsch", sagt Aogo. "Dann ist es schwierig, abzuwägen, wann die nächste Tür aufgeht und wie intensiv man sportlich trainiert."

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Einen Wunschverein hat der erfahrene Profi nicht - allerdings schließt er einen Umzug in ein fernes Land aus. "Natürlich muss es passen, aber in meinem Fall ist Geld kein Argument. Ich hatte viele exotische Dinge vorliegen, die ich mir nicht vorstellen kann. Ich bin Familienvater und verheiratet. Ich frage mich dann, wie Kindergärten und die medizinische Versorgung sind."

Auch die 2. Liga sei durchaus ein Thema - und beim Geld würde Aogo ebenfalls Abstriche machen. "Ich bin weit davon entfernt zu sagen, unter 5 Millionen Euro im Jahr mache ich nichts und will nur 1. Liga spielen."

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