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Köln - Uli Hoeneß wird seine Ämter beim FC Bayern niederlegen. Sein offizielles Statement hierzu steht bevor. Schon jetzt äußern sich einige Bekannte zu Hoeneß' Rückzug.

Seit über vier Jahrzehnten ist Uli Hoeneß die prägende Figur des FC Bayern.

Nun wird die Ära Hoeneß, wie die Bundesliga sie kennt, zu Ende gehen. Hoeneß wird sich als Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident des deutschen Rekordmeisters zurückziehen.

Details hierzu werden für Donnerstagnachmittag erwartet: Wie Hoeneß' Büro SPORT1 bestätigte, wird nach der heutigen Aufsichtsratssitzung eine Pressemitteilung Aufschluss über die Ergebnisse des Meetings geben.

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Bereits jetzt beschäftigt der Hoeneß-Rücktritt viele Weggefährten des 67-Jährigen.

Für Matthäus ist Hoeneß "der FC Bayern"

Am Rande der Express-Gala in Köln war Hoeneß ein bestimmendes Thema. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sagte, dass Hoeneß dem FC Bayern "dennoch erhalten bleiben" werde.

"Andere Vereine, andere Unternehmen verlieren auch immer wieder Leute, die das Unternehmen groß gemacht haben. Uli Hoeneß wird dem FC Bayern weiterhin erhalten bleiben. Nicht mehr so aktiv und zeitintensiv, und vermutlich wird er auch nicht mehr so viele Interviews geben. Dennoch bleibt er dem FC Bayern erhalten", sagte der 58-Jährige.

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"Uli Hoeneß ist der FC Bayern", fuhr Matthäus fort. "Was er mit dem FC Bayern nicht nur als Präsident und als Manager, sondern auch als Spieler auf die Beine gestellt hat, sucht seinesgleichen. So etwas wird es auch kein zweites Mal geben. Deswegen kann man auch sagen: Danke Uli."

Matthäus wies auch auf Hoeneß' soziales Engagement hin, mit dem er anderen Vereinen immer wieder aus wirtschaftlich schweren Situationen half. 

"Was er allgemein für den Fußball getan hat und auch sein soziales Engagement waren einzigartig. Da können viele Vereine in Deutschland Danke sagen, dass er mit dem FC Bayern eingesprungen ist, wenn der Verein in eine wirtschaftliche Schieflage geraten ist."

Pfannenstiel: "Es ist für mich auch ein Schock"

Auch andere aktive und ehemalige Weggefährten aus der Bundesliga meldeten sich zu Wort. "Es ist für mich auch ein Schock. Ich bin in Bayern groß geworden. Uli Hoeneß ist für mich das ewige Gesicht des FC Bayern. Wenn er nicht mehr da sein sollte, ist man einfach traurig, weil er zum deutschen Fußball, besonders zum FC Bayern dazu gehört", sagte Fortuna Düsseldorfs Sportvorstand Lutz Pfannenstiel.

"Der FC Bayern ist Uli Hoeneß, wenn er bleiben will, wird er das auch auf seine Art schaffen. Ich kann mir den FC Bayern ohne Hoeneß nicht vorstellen", ergänzte der 46-Jährige.

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Auch Kölns Geschäftsführer Sport Armin Veh, der 2007 mit dem VfB Stuttgart als Trainer die Meisterschaft gewann, wird Hoeneß in der Liga vermissen. "Er wird mit Sicherheit fehlen, aber auch nicht ganz weg sein", sagte der 58-Jährige.

Stein: "Wird Zeit, dass andere das Zepter übernehmen"

Der langjährige Bundesliga-Torwart Uli Stein glaubt, dass sich Hoeneß nicht "ganz zurückzieht aus dem Fußball und wir ihn noch oft genug sehen werden".

Für Stein hat Hoeneß den richtigen Zeitpunkt gefunden, um seine Ämter abzugeben. "Ich finde es richtig, dass er den Schritt wagt und sagt: 'Es wird Zeit, dass andere das Zepter übernehmen'."

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Hoeneß habe "Bayern München zu dem gemacht, was es heute ist", sagte der ehemalige HSV- und Eintracht-Keeper. "Aber irgendwann ist jede Ära einmal vorbei. Ich hoffe aber, dass wir ihn in Zukunft immer noch sehen und hören werden."

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