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München - RB Leipzig hat noch reichlich Luft nach oben. Nach der Pleite gegen Aston Villa findet Julian Nagelsmann klare Worte - und blickt neidisch nach München.

Nach der verpatzten Generalprobe rang sich Julian Nagelsmann doch noch ein Lächeln ab.

Unter großem Beifall schlenderte der Trainer von RB Leipzig nach der 1:3 (1:1)-Niederlage im Test gegen Premier-League-Aufsteiger Aston Villa wieder auf den Rasen und winkte bei der offiziellen Mannschaftsvorstellung ins Publikum.

Kurz danach aber schaltete Nagelsmann schnell wieder in den Analyse-Modus. Denn zufrieden konnte er eine Woche vor Pflichtspielstart noch nicht sein.

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Leipzig hadert mit Standards

"Wir haben keine Welten bewegt, aber das war auch nicht zu erwarten", sagte der Trainer nach der Partie und gab sich kämpferisch: "Wenn jetzt schon alles perfekt wäre, wäre es langweilig. Und von Perfektion waren wir noch relativ weit weg." Zwar habe sein Team "über weite Strecken ein ordentliches Spiel gemacht", die Unzulänglichkeiten waren jedoch kaum zu übersehen.

Zwei direkte Freistöße von Conor Hourihane (18./82.) und ein von John McGinn (89.) veredelter Konter reichten Villa, da half auch der zwischenzeitliche Ausgleich von Yussuf Poulsen (28.) nichts.

Bevor am kommenden Sonntag (DFB-Pokal: VfL Osnabrück - RB Leipzig ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) die erste Runde im DFB-Pokal beim Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück ansteht, gibt es noch einiges zu tun. Stichwort Standardsituationen.

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"Die Entstehung der Standardgegentore ist ein großes Problem. Das sind Aktionen, die so nicht verteidigt werden dürfen. Das erste ist eine Flanke aus dem Halbraum, die 2:45 Stunden in der Luft ist, wo wir ewig brauchen, um die Positionen einzunehmen. Das ist ein bisschen spannungslos", sagte Nagelsmann.

Nagelsmann wünscht sich einen wie Thomas Müller

Helfen sollte ein zweites Testspiel gegen Aston Villa am Sonntag unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem RB-Trainingsgelände, das Leipzig ebenfalls mit 0:1 (0:0) verlor. Da wollte Nagelsmann auch an der Kommunikation unter den Spielern feilen, die eine Achillesferse sei.

"Das ist gleichbleibend schlecht. Es ist viel zu ruhig", bemängelte Nagelsmann: "Wir haben sehr viele talentierte Spieler auf dem Feld und jeder darf da auch gerne seine Meinung sagen. Ich glaube, die Spieler haben das Gefühl, es muss immer alles richtig sein. Das ist aber nicht so. Es geht einfach darum, nur mal was zu sagen, um dem Mitspieler zu zeigen: 'Junge, ich bin an deiner Seite.'"

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"Ich brauche jemanden auf dem Platz, der Kommandos gibt. Ich erinnere da gern an die Bayern: Die haben auch mal Phasen, wo sie nicht gut drin sind. Da kommt ein Thomas Müller und spricht mit Mitspielern und mit Gegenspielern, einfach mit allen. Bei uns passiert da viel zu wenig", fügte der 32-Jährige laut Bild hinzu.

PSG-Neuzugang macht Hoffnung

Für einen Lichtblick sorgte im ersten Duell gegen Aston Villa Neuzugang Christopher Nkunku. Der 21-Jährige, der für rund 15 Millionen Euro von Paris Saint-Germain gekommen war, dribbelte sich mehrfach gewieft durch die Reihen der Engländer.

Ob Leipzig noch einen wie ihn holt, hängt wohl auch maßgeblich von der ausstehenden Entscheidung Timo Werners ab, der weiterhin mit Bayern München in Verbindung gebracht wird und von RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff unter der Woche zur einer raschen Klärung der Transfer-Posse aufgefordert worden war.

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"Vielleicht passiert noch in irgendwelche Richtungen etwas. Das ist ja im Fußball immer möglich - bis zum 2. September in diesem Jahr. Grundsätzlich bin ich zufrieden mit dem Kader - der ist entwicklungsfähig", sagte Nagelsmann.

Und entwickeln wird sich seine junge Mannschaft müssen, um den dritten Tabellenplatz, den Vorgänger Ralf Rangnick in der vergangenen Saison geholt hatte, zu bestätigen. Der neue Trainer aber prophezeite bereits selbstbewusst: "Wenn wir weiterhin so stabil spielen wie die letzten Jahre, dann werden wir auch in ähnliche Tabellenregionen kommen."

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