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Grassau - Marco Friedl spricht im Trainingslager von Werder Bremen über Saisonziele, seine Lieblingsposition, den Abgang von Max Kruse sowie Ex-Klub FC Bayern.

Weiter Grün-Weiß: Marco Friedl steht vor seiner ersten Saison als fester Profi des SV Werder Bremen.

Die Werderaner haben das Verteidiger-Talent fest vom FC Bayern verpflichtet und mit einem Vertrag bis 2022 ausgestattet. Rund 3,5 Millionen Euro bezahlten die Bremer für den österreichischen U21-Nationalspieler.

Vom deutschen Rekordmeister zum gut geführten Mittelklasse-Klub - von einem sportlichen Abstieg will Friedl aber nichts wissen. Ganz im Gegenteil. "Es war nie so, dass ich gedacht habe, der Wechsel zu Bremen ist ein Schritt zurück", machte Friedl im Gespräch mit SPORT1 klar. 

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"Ich war von Anfang an froh, Teil von Werder Bremen zu sein und mich in der Bundesliga etablieren zu dürfen. Bremen ist ein super Verein, um sich als junger Spieler entwickeln zu können", fuhr Friedl fort.

Friedl möchte sich beweisen

Friedl möchte vor allem den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. Weg vom Status des Talents, hin zum Stammspieler.

Sein Vorteil ist seine Flexibilität. Friedl kann in der Viererkette nahezu jede Position bekleiden, muss in seinen Leistungen allerdings konstanter werden, wenn er sich zukünftig einen Stammplatz unter Trainer Florian Kohfeldt erarbeiten will.

Die Chancen, sich zeitnah regelmäßig beweisen zu können, stehen gut. Zum einen, weil er bis jetzt "eine gute Vorbereitung" absolviert habe und "gut drauf" sei, wie er selbst sagt. Zum anderen, weil er davon überzeugt ist, "eine wichtige Rolle in der Mannschaft" spielen zu können.

Möglich ist, dass der 21-Jährige seine Chance in der Innenverteidigung bekommt - an der Seite von Kapitän Niklas Moisander. Dessen etatmäßiger Abwehrkollege Milos Veljkovic verpasst aufgrund eines Zehenbruchs aktuell die komplette Vorbereitung.

Auch Sebastian Langkamp muss noch einen Trainingsrückstand nach einem Muskelfaserriss aufholen.

Ex-Münchener sieht sich als Innenverteidiger

Friedl, bis zur U17 noch als Stürmer unterwegs, hat eine klare Präferenz was seine Position angeht.

Sein früherer Trainer Heiko Herrlich, der ihn in der U17 während der Saison 2014/15 trainierte, ist jedoch dafür verantwortlich, dass er zum Defensivspieler umfunktioniert wurde.

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"Ich bin lieber Innenverteidiger als linker Verteidiger. Diese Position gefällt mir sehr gut, das ist genau meins, weil ich dort das Spiel aus dem Zentrum heraus eröffnen kann. Das könnte meine Position der Zukunft werden", sagte der 1,87 Meter große Österreicher.

Sicher sein kann er sich zukünftig vor allem, dass ihn Kohfeldt nicht fallen lassen wird. Dies tat er schon nicht, als sich Friedl in der Hinrunde schwächere Partien leistete. Umso besser ist für ihn, dass sein Trainer erst kürzlich bis 2023 verlängerte.

Friedl beschreibt seinen Coach als einen "sehr akribisch arbeitenden Gewinnertypen", der "auf dem Platz mit sehr viel Emotionen dabei" sei. Den Erfolg von Werder spricht der Ösi eindeutig Kohfeldt zu: "Man sieht, dass Werder Bremen erfolgreicher ist, seitdem Florian hier ist."

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Friedl: "Unser Ziel ist die Europa League"

Trotz des Abgangs von Top-Stürmer Max Kruse, der Bremen in Richtung Fenerbahce Istanbul verließ, sagt Friedl selbstbewusst: "Unser Ziel ist die Europa League."

Friedl ist sicher, dass man den Kruse-Abgang "gut auffangen" könne, weil man gute Spieler habe, "die ihn ersetzen werden".

Das Friedl trotz grün-weißer Gedanken noch immer ein Stück Vergangenheit in sich trägt, zeigt sich, als ihn SPORT1 darauf anspricht, wer deutscher Meister wird.

Die Antwort des Ex-Müncheners: "Es wird sicher ein enges Rennen. Ich denke aber, dass Bayern noch ein oder zwei Spieler holen wird und sie sich mit ihrer Siegermentalität und der Erfahrung knapp durchsetzen werden."

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