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München - Daniel Van Buyten weiß, wie man sich in der Innenverteidigung des FC Bayern behauptet. Bei SPORT1 erklärt der Belgier, was Niklas Süle noch lernen muss.

Daniel Van Buyten spielte von 2006 bis 2014 beim FC Bayern München und holte als Abwehrchef zahlreiche Titel mit dem Rekordmeister.

Der frühere belgische Nationalspieler gewann mit den Bayern einige große Schlachten und so schmücken neben dem Champions-League-Titel 2013 noch vier deutsche Meisterschaften und vier DFB-Pokalsiege seine ruhmreiche Karriere.

Van Buyten, der 2014 seine Fußballschuhe an den Nagel hing, verfolgt seinen Ex-Klub aus der Ferne auch noch heute und spricht im SPORT1-Interview über seine Nachfolger in der Bayern-Verteidigung.

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Hummels und Süle sind "Top-Spieler"

Auf die Frage, wer denn nun der beste Innenverteidiger in der Bundesliga sei - Niklas Süle vom FC Bayern oder Mats Hummels von Borussia Dortmund – sagte der 41-Jährige: "Ich denke, das werden wir am Ende der Bundesliga-Saison sehen. Durch die Ergebnisse, durch die Torverhältnisse der beiden Klubs. Das ist im Moment schwierig zu sagen. Ich glaube, beide sind Top-Spieler."

Während Hummels mit 31 Jahren auf viel Erfahrung zurückblicken kann, steht Süle mit 24 Jahren erst am Anfang seiner Laufbahn und kann sich noch verbessern.

"Er ist ein großer, robuster Verteidiger, der aber auch schnell sein kann. Er hat diese Kompaktheit, ein guter Spieler zu sein, und eine große Karriere zu starten. Wo ich bei ihm noch Verbesserungspotenzial sehe, ist bei offensiven Standardsituationen. Da muss er noch torgefährlicher werden", so Van Buyten.

Bayerns Abwehrchef muss torgefährlicher werden

Er selbst war immer wieder für ein Tor gut und erzielte in seiner gesamten Karriere 73 Treffer in 614 Spielen.

Starke Werte für einen Abwehrspieler. Und das fordert der Ex-Bayern-Star auch von Süle: "Als Verteidiger musst du auch Tore machen. Beim Stande von 0:0 oder wenn es ein schwieriges Spiel ist, kannst du das Spiel durch ein Standardtor entscheiden. Ansonsten halte ich ihn für einen sehr guten Verteidiger und ich wünsche ihm alles Gute."

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Bei Van Buyten waren die Voraussetzungen jedoch andere. "Bis ich 18 war, spielte ich als Stürmer. Ich glaube, das hat mir sehr geholfen", sagte er und ergänzte: "Mittlerweile trainiert man das. Du besprichst deinen Laufweg mit dem Trainer, aber wichtig ist vor allem der Spieler, der die Ecke oder den Freistoß schießt. Ihm gehören 50 Prozent des Tors. Es ist sehr wichtig, dass du einen sehr guten Standardschützen hast, der den Ball auch dahin schießen kann, wo dein Laufweg ist."

Bundesliga sehr attraktiv – offenes Meisterrennen

Doch nicht nur auf der Position des Abwehrchefs sieht van Buyten Bayern und BVB auf ähnlichem Niveau. "Die Bayern sind sehr gut besetzt und mittlerweile auch die Dortmunder." Kein Wunder, investierte der BVB doch vor der laufenden Saison rund 130 Millionen Euro in neue Spieler, um den bayerischen Serienmeister nach sieben Titeln in Folge wieder vom Thron zu stoßen.

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Wer am Ende Meister wird, darauf wollte sich der Belgier allerdings nicht festlegen - dafür aber lobte Van Buyten den starken Wettbewerb und die Attraktivität in der Bundesliga: "Es ist schön zu sehen, dass so viele Vereine auf einem guten Niveau sind. Das macht mehr Lust, die Spiele anzusehen. Am Schluss kann es nur einen Gewinner geben."

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