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München - Im CHECK24 Doppelpass diskutiert die Runde die aktuelle Situation beim BVB. SPORT1-Experte Effenberg und RB-Sportdirektor Krösche stützen Trainer Favre.

Bei Borussia Dortmund herrscht nach dem verpassten Heimsieg gegen Werder Bremen Tristesse.

Das 2:2-Remis am Samstagabend warf Fragen auf, erneut konnte der BVB eine Führung nicht ins Ziel bringen. Torwart Roman Bürki bemängelte bei Sky, man "spiele nicht wie Männer. Der Killerinstikt vorne fehlt." 

Axel Witsel meinte zu einem Medienvertreter: "Oh Mann, kommt mir nicht mit dieser Frage, Mentalität ist nicht das Problem."

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Im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 vertrat auch Stefan Effenberg diese Meinung.  

Effenberg: "Sollten BVB nicht verurteilen"

"Der BVB ist noch nicht so gut in die Saison gekommen wie in der vergangenen Saison. Aber es wird zu viel diskutiert. Es ist früh in der Saison, die großen Teams kommen noch. Wir sollten den BVB nicht verurteilen", findet der SPORT1-Experte, "der BVB hat kein Riesenproblem. Wie dürfen nicht vergessen, wie stark der BVB gegen Barca war. Das vergessen wir bei all der Diskussion. Es wird getan, als hätten sie eine Krise, das sehe ich nicht so."

Effenberg weiter: "Das Thema Mentalität ist eines für sich. Wir haben damals auch mit dem FC Bayern Spiele verloren, trotz unserer Mia-san-Mia-Mentalität."

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Auch RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche glaubt, dass die Mentalitätsdebatte fehl am Platz ist: "Der BVB macht es gut, hat ungeheuer viel Qualität. Ich habe auch ein Problem mit dem Begriff Mentalität. Es gehört auch viel Spielglück dazu."

Nun müssten aus Effenbergs Sicht die Routiniers Verantwortung übernehmen. "Verantwortlich sind die erfahrenen Spieler. Es kommt auf Bürki, Hummels, Witsel und Reus an. Die Jungen um Hazard und Brandt brauchen noch Zeit", glaubt der frühere Bayern-Spieler.

Effenberg und Krösche kritisieren Favre-Diskussion

Den Dortmunder Trainer in Frage zu stellen, hält Effenberg für unangebracht: "Die Diskussion um Favre ist lächerlich. Er weiß genau, was er tut. Sie dürfen sich nicht von der Öffentlichkeit verunsichern lassen." 

Krösche pflichtet dem bei: "Favre ist authentisch. Er ist sie so, wie er ist. Er hat es in den letzten Jahren gut gemacht und muss sich nicht verändern. Wir sind erst am 6. Spieltag. In Dortmund sind ganz andere Ansprüche, daran muss sich Julian Brandt erst gewöhnen. Das ist ein Prozess."

Auch Ex-Schalke Trainer Markus Weinzierl sieht sportliche Gründe für Dortmunds Misere und stützt Favre: "Sie schaffen es nicht, konsequent zu verteidigen. Ich glaube nicht, dass mit einem tobendem Favre die Standards besser verteidigt werden. 80.000 Zuschauer sind Impuls genug, da muss Favre nicht viel machen."

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Effenberg lobt Reus

Unterdessen ordnet Effenberg den TV-Ausraster von Marco Reus, der die Frage nach der fehlenden Mentalität am vergangenen Wochenende harsch abbügelte, als positiv ein. 

"Was Reus gesagt hat, war nicht schlimm. Er muss klar Stellung beziehen. Der Reporter muss damit leben. Ebenso geht es darum, intern klare Kante zu zeigen", so Effenberg, "was du vor der Kamera sagst, ist das eine, das andere ist das, was du intern sagst. Ein Spieler wie er muss vorangehen und marschieren."

 

    

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