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Für David Wagner hat das Revierderby gegen Dortmund einen besonderen Charakter. Nicht nur wegen seiner Vergangenheit beim BVB, sondern auch wegen Jürgen Klopp.

Während Borussia Dortmund vor dem 177. Revierderby unter Druck steht, ist die Situation bei Erzrivale Schalke 04 entspannter (Bundesliga: FC Schalke - Borussia Dortmund um 15.30 Uhr im LIVETICKER).

Nachdem die Gelsenkirchener in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entkommen sind, lief die Saison bisher deutlich erfolgreicher. 14 Punkte aus acht Spielen und Platz sieben sind das Ergebnis. Mit einem Sieg könnten die Königsblauen den BVB in der Tabelle sogar überholen.

Für David Wagner, der seit Sommer auf Schalke arbeitet, hat das Derby einen besonderen Charakter. Der 49-Jährige war einst königsblauer Eurofighter, hat dann vier Jahre lang die zweite Mannschaft der Borussen trainiert und nun die Schalker zu neuem Leben erweckt. Aber damit nicht genug: Ausgerechnet Jürgen Klopp, Dortmunds ehemaliger Meistertrainer, ist sein bester Freund.

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Aber Wagner ist sich sicher: Sollte Schalke gegen Dortmund einen Sieg einfahren, würde nicht nur er selbst sich freuen, auch Klopp würde damit "umgehen können". Die beiden Kumpel pflegen eine Freundschaft auf Distanz, aber "wir telefonieren und schreiben wöchentlich, häufig mehrfach", verriet Wagner der Bild

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Wagner kritisiert Umgang mit Trainern

An seine Zeit in Dortmund hat der Geinsheimer positive Erinnerungen. "Ich bin sehr dankbar, dass Michael Zorc und der BVB mir damals die Möglichkeit gegeben haben, als hauptamtlicher Trainer in den Fußball zurückzukehren. Sonst wäre ich heute nicht dort, wo ich hingehöre: auf Schalke."

Ob Schalke das Derby gewinnt, wisse er nicht. Sicher sei aber, dass "wir die Fähigkeiten haben, um extrem unangenehm zu sein. Momentan wollen nicht viele gegen uns spielen." Mit einem Erfolg könnte Wagner dem angezählten BVB-Trainer Lucien Favre ganz erhebliche Probleme bereiten. Der Name José Mourinho geistert schon durch Dortmund.

"Seit meiner Spielerzeit gab es eine starke Zunahme von Trainer-Entlassungen. Für mich ist das total schwierig zu verstehen", machte Wagner seine Meinung zu dem Thema kund. Jeder wisse doch, dass der Schlüssel zum Erfolg Kontinuität auf den entscheidenden Positionen sei, so der Schalke-Coach. "Dazu gehören Trainer, Vorstand, Management. Langfristig erfolgreiche Mannschaften arbeiten so, doch die wenigsten Vereine setzen es um. Viele Verantwortliche lassen sich treiben."

Wagner spricht über Nübel-Wechsel

Bevor Wagner ein Engagement auf Schalke annahm, war er bei Huddersfield in der Premier League aktiv. Im Vergleich sieht er die deutsche Bundesliga im Nachteil. "In England ist das Spieltempo höher, weil es weniger Unterbrechungen gibt. Dazu ist die Dichte an absoluten Topspielern und -trainern viel höher."

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Auch bei den Gelsenkirchenern hat es Wagner mit einigen Topspielern zu tun - allen voran Keeper Alexander Nübel, um den bereits seit längerem Gerüchte über einen Wechsel zum FC Bayern kursieren. Der Trainer ist trotzdem zuversichtlich, dass sein Kapitän auf Schalke bleibt. "Das ist mein Gefühl aus den Gesprächen heraus. Ich glaube, wir haben eine Chance."

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