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Vedad Ibisevic beschwerte sich beim Schiedsrichter-Assistenten
Vedad Ibisevic beschwerte sich beim Schiedsrichter-Assistenten © Imago
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Bremen - Hertha BSC holt bei Werder Bremen einen Rückstand auf, doch auch ein Sieg wäre drin gewesen. Dass ein früher Elfmeterpfiff ausbleibt, bringt Ibisevic auf die Palme.

Werder Bremen tritt in der Bundesliga auf der Stelle. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt kam zu Hause gegen Hertha BSC trotz eines couragierten Auftritts nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und blieb zum vierten Mal hintereinander ohne Sieg.

Joshua Sargent (7.) brachte die Grün-Weißen früh in Führung, doch der eingewechselte Dodi Lukebakio (70.) glich für die Hertha aus. Der Hauptstadt-Klub, der zuletzt dreimal gewonnen hatte, baute seine Serie von ungeschlagenen Spielen damit aus. (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

Es hätte aber auch mehr als ein Punkt werden können. Doch Schiedsrichter Dr. Felix Brych verweigerte bei einem Foul von Werder-Keeper Jiri Pavlenka an Vedad Ibisevic im Strafraum den Elfmeter (13.). Er ließ die Szene nicht einmal vom Video-Referee überprüfen. 

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Ibisevic fordert Gelbe Karte für sich selbst

"Ich wusste ganz genau, dass das ein ganz klarer Elfmeter war", sagte Ibisevic bei Sky und legte nach: "Ich spiele seit über zehn Jahren Fußball in Deutschland und werde immer wieder überrascht. Ich habe das Gefühl, wenn es ein anderer Spieler wäre, wäre es ganz klar gepfiffen worden. Das ist einfach schade. Ich hänge einfach in einer Schublade drin, in die ich nicht hingehöre." (LIVETICKER zum Nachlesen)

Kurios: Der Stürmer forderte aus Protest eine Gelbe Karte für sich selbst. "Ich habe gesagt, wenn das kein Elfmeter ist, dann ist es eine Schwalbe. Es gibt keine dritte Option", sagte Ibisevic. "Ich wollte eine Gelbe Karte haben. Ich habe keine Gelbe Karte bekommen, aber auch keinen Elfmeter, also ich verstehe die Welt nicht mehr", beklagte der Bosnier.

Auch bei Werder überwog die Unzufriedenheit über das Remis. "Wir haben vergessen, den Sack zuzumachen", haderte Leonardo Bittencourt bei Sky, "ein Punkt ist einfach zu wenig, wir treten auf der Stelle." Maximilian Eggestein kommentierte niedergeschlagen: "Wir müssen zu Hause drei Punkte holen, wenn wir unser Saisonziel erreichen wollen." 

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41.447 Zuschauer im Weserstadion sahen eine muntere Partie mit vielen Torszenen - und dem besseren Beginn für die Gastgeber. Gleich mit dem ersten Torschuss trafen die Frühstarter von Werder, die an vier der bisherigen acht Spieltagen in der Anfangsphase in Führung gingen. (Service: TABELLE der Bundesliga

Auch in der Folge strahlte Grün-Weiß immer wieder Gefahr aus. Nach der umstrittenen Szene im Werder-Strafraum hätten Leonardo Bittencourt (22.), Milot Rashica (26.) und vor allem Christian Groß hätten bis zur Pause erhöhen können. Verteidiger Groß scheiterte nach einer Ecke gleich doppelt - erst reagierte Hertha-Keeper Rune Jarstein aus kurzer Distanz glänzend, der Nachschuss blieb in der Abwehr hängen (27.).

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Hertha versteckt sich nicht

Doch die Berliner versteckten sich keineswegs. Trotz des verletzungsbedingten Fehlens von Nationalspieler Niklas Stark präsentierten sich die Gäste gewohnt zweikampfstark und vor allem nach Standards von Vladimir Darida gefährlich.

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Nach einer Viertelstunde kam Marius Wolf völlig frei zum Schuss, doch sein unplatzierter Versuch blieb in der Abwehr hängen. Wenige Augenblicke später traf Maximilian Mittelstädt aus der Distanz das Außennetz. Darida fand aus 18 Metern in Jiri Pavlenka seinen Meister (26.). Marko Grujic verzog erst aus zentraler Position knapp (30.) und köpfte kurz vor der Pause knapp neben das Tor (42.).

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Nach dem Seitenwechsel beherrschte zunächst Werder das Geschehen, nutzte jedoch seine Chancen nicht. Und nachdem Maximilian Eggestein (55.)ebenso seinen Meister in Jarstein gefunden hatte (55.) wie Rashica (62. und 64.), kam Hertha mit seiner ersten echten Möglichkeit im zweiten Abschnitt durch eine Einzelaktion des eingewechselten Lukebakio zum Ausgleich.

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