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München - Thomas Müller kommt beim FC Bayern nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinaus. Jürgen Kohler wäre von einem Winter-Wechsel Müllers nicht überrascht.

Jürgen Kohler hält einen Abgang von Thomas Müller vom FC Bayern in der Winterpause für möglich.

"Ich denke schon, dass es ihn zu gewissen Überlegungen bringt. Wenn er die Freigabe bekommt, wird er im Winter wechseln", sagte der Weltmeister von 1990 im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1.

Müller, der in den vergangenen fünf Pflichtspielen jeweils auf der Bank Platz nehmen musste und dabei lediglich zu Kurzeinsätzen kam, hatte erst unter der Woche erklärt, mit seiner aktuellen Situation beim Rekordmeister unzufrieden zu sein.

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Auch Reif legt Müller Wechsel nahe

"In den vergangenen fünf Spielen war ein Trend zu erkennen, der mich nicht glücklich macht. Wenn das Trainerteam mich in Zukunft nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht, muss ich mir meine Gedanken machen. Dafür bin ich zu ehrgeizig", sagte der 30-Jährige dem kicker und nahm dabei indirekt auch Bezug auf eine Aussage von Niko Kovac.

Der Bayern-Trainer hatte vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim bei Sky etwas unglücklich erklärt, Müller werde "mit Sicherheit seine Minuten bekommen, wenn Not am Mann sein sollte".

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Das große Problem des ehemaligen Nationalspielers ist, dass es mit Philippe Coutinho seit dieser Saison namenhafte Konkurrenz auf seiner Position im Bayern-Kader gibt. "Es geht darum, als was er bleiben soll. Wenn Kovac Coutinho nicht spielen lässt, kriegt er Ärger mit Rummenigge. Einen Stammplatz für Müller gibt es nicht. Er muss aus dieser Falle raus", fasste Marcel Reif die Situation des 30-Jährigen im Doppelpass daher treffend zusammen.

"Wenn die Mannschaft so spielt wie jetzt, kommt er von der Bank. Wenn er da raus will, gibt es nur eine Lösung", legte der SPORT1-Experte Müller einen Vereinswechsel nahe, zeigte zugleich aber auch etwas Verständnis für Kovac: "Er wird sagen: 'Lass es doch so wie es ist. Ich habe einen überragenden Spieler, den ich reinbringen kann'."

Rummenigge glaubt nicht an Abgang im Winter

Karl-Heinz Rummenigge hatte zuletzt allerdings erklärt, er gehe nicht von einem Wechselwunsch des Offensivallrounders in der Winterpause aus. "Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Das Verhältnis zwischen Thomas und dem FC Bayern ist total intakt. Er wird ein wichtiger Bestandteil unseres Klubs bleiben", erklärte er in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

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"Wenn Thomas zufrieden auf der Bank sitzen würde, wäre er im falschen Verein. Das ist die Reaktion, die wir sogar wollen. Er muss aber trotzdem mit der Situation seriös umgehen. Das tut er vorbildlich", zeigte sich Rummenigge aber auch verständnisvoll ob der Unzufriedenheit des ehemaligen Nationalspielers

Aussagen, mit der Bayerns Vorstandsvorsitzender zumindest bei Reif Eindruck hinterließ. "Das ist ein erfrischend offenes Zitat. Wenn Müller damit zufrieden ist, dass er bis zu seinem Lebensende eine große Figur des FC Bayern ist, unterschreibt das jeder. Wenn er aber spielen möchte, von der ersten Minute an, wird das nicht gehen", sagte er.

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