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Andries Jonker setzte Toni Kroos einst zunächst auf die Bank
Andries Jonker setzte Toni Kroos einst zunächst auf die Bank © Getty Images
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Als Andries Jonker einst beim FC Bayern die Mannschaft übernahm, entschied er sich zunächst gegen Toni Kroos. Doch der Nationalspieler reagierte stark.

Hansi Flick ist beim FC Bayern innerhalb von wenigen Tagen vom Co-Trainer zum Interimstrainer und schließlich zum Cheftrainer aufgestiegen.  

Ein Aufstieg, der viele Veränderungen in der täglichen Arbeit mit sich bringt.

Wie es sich anfühlt, beim deutschen Rekordmeister plötzlich in der ersten Reihe zu stehen, wissen wenige Trainer so gut wie Andries Jonker. Der Niederländer übernahm 2011 für den entlassenen Louis van Gaal die Mannschaft der Münchner und trug fünf Spiele lang die Verantwortung. 

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Und wie jetzt Flick musste Jonker gleich knifflige Personalentscheidungen treffen. "Ich habe damals zum Beispiel Holger Badstuber und Toni Kroos aus der Mannschaft genommen und Luis Gustavo und Anatoliy Tymoshchuk aufgestellt", sagte der 57-Jährige im Interview bei Sky.

"Kroos ein eher phlegmatischer Typ"

"Toni war damals erst 21 Jahre alt und eher ein phlegmatischer Typ", sagte Jonker über den heutigen deutschen Nationalspieler. Spielerisch sei Kroos überragend gewesen, "aber wir brauchten in der damaligen Phase den Kampfgeist von Tymoshchuk."

Jonker habe dem Mittelfeldspieler seine Entscheidung erklärt, und dieser habe sie "sehr gut angenommen. Er hat sich sofort besser im Training eingebracht und ich habe ihm mehr Spielzeit gegeben."

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Jonker stellte klar: "Wichtig ist, dass du den enttäuschten Spieler mit einer ganz klaren, ehrlichen Erklärung bei dir behältst."

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Flick hatte in seinen ersten beiden Spielen nach der Trennung von Niko Kovac die Stars Philippe Coutinho und Thiago aus der Startelf geworfen. Stattdessen nahm Thomas Müller wieder eine tragende Rolle ein.

"Es ist immer einfacher, wenn du schon im Verein warst und dann die Mannschaft übernimmst. Wenn du dann Cheftrainer bist und die richtigen Knöpfe drückst, funktioniert das am Anfang meistens schon.", erklärte Jonker. Und weiter: "Müller ist ein gestandener Spieler, und wenn er das Vertrauen bekommt, funktioniert es natürlich. Zumindest am Anfang."

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