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München - Für den BVB-Hit, sein zweites Spiel als Bayern-Chef, hat sich Interimstrainer Hansi Flick bereits Anfang der Woche einen Motivations- und Taktik-Plan zurechtgelegt.

Der FC Bayern kämpft am Samstag gegen Borussia Dortmund (ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) um den möglichen zweiten Tabellenplatz. Hansi Flick hingegen um seine Zukunft als Cheftrainer - bis Sommer.

Eine überzeugende Leistung gegen die Schwarz-Gelben (19 Punkte) wird Flick nach SPORT1-Informationen dazu verhelfen, wohl bis Saisonende Cheftrainer der Münchner zu bleiben.

Zu seiner Zukunft will sich Flick nicht äußern, betonte am Freitag erneut, dass er sich auf die Aufgaben der Gegenwart fokussiere.

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Diese lauten: Die Bayern fit für den BVB-Hit zu machen.

SPORT1 erklärt den Flick-Plan!

Defensive weiter stabilisieren

Schon am Dienstag verriet der 54-Jährige, dass er auf Eingespieltheit setzt. Gegen Piräus verteidigten daher Benjamin Pavard und Alphonso Davies außen, sowie Javi Martínez und David Alaba innen. Jérôme Boateng saß auf der Bank, weil er gegen Dortmund mit einer Rotsperre fehlt.

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"Die Defensive steht für mich im Fokus", sagte Flick am Freitag. Ihm sei wichtig, "dass die Null steht". Die Viererkette habe es beim 2:0 gegen offensivschwache Griechen "gut gemacht", so der Kovac-Nachfolger.

Sehr wahrscheinlich setzt Flick auch gegen die Borussia auf das gleiche Personal. Davies soll gegen BVB-Überflieger Achraf Hakimi verteidigen. Flick: "Ich bin zuversichtlich, dass er die Aufgabe erfüllen kann." Indem er Davies, der auf ungewohnter Position noch Wackler drin hat, schon einen Tag zuvor indirekt einen Startelfeinsatz gibt, nimmt er dem 19-Jährigen bewusst den Druck. Flick macht ihm klar: Ich setze auf dich. 

SPORT1 erfuhr: Der Trainings-Schwerpunkt in dieser Woche lag auf der Defensive. Stichwort: Vorwärtsverteidigen. Co-Trainer-Legende Hermann Gerland war voll integriert, leitete vereinzelte Defensiv-Übungen in kleineren Gruppen selbst.

Frust-Stars motivieren

Flick überraschte, als er vor dem Piräus verriet, dass Martínez und Müller spielen werden. Ausgerechnet die beiden, die unter Vorgänger Niko Kovac oftmals nur frustriert auf der Bank saßen.

Müller spielt in den Flick-Planungen eine sehr wichtige Rolle. Beide kennen sich seit Jahren, wurden in Brasilien 2014 zusammen Weltmeister. Der Ur-Bayer wurde von Flick in dieser Woche öffentlich oft gelobt. Am Donnerstag hob er auch dessen Laufleistung explizit hervor (12,6 Kilometer gegen Piräus). Gegen Dortmund soll Müller wieder in der Startelf stehen, wohl im zentralen Mittelfeld.

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Auch Joshua Kimmich motivierte er, indem er ihn auf seiner Wunschposition, alleine vor der Abwehr, spielen ließ. Auch dessen Kilometer-Leistung lobte Flick (13,6). Wahrscheinlich, dass Kimmich auch am Samstag dort abräumen wird.

Positive Stimmung hochhalten

SPORT1 erfuhr, dass sich die Stimmung in der Kabine seit der Trennung von Kovac wieder zum Positiven gewendet hat. Zu vielen Stars hat Flick ein sehr gutes, vertrautes Verhältnis. Er hat innerhalb des Teams auch Fürsprecher, was seine Zukunft als Dauer-Lösung angeht. Seine klaren Ansprachen und seine Trainingsinhalte werden gelobt.

Philippe Coutinho und Thiago, die gegen Piräus kaum eine Rolle spielten, trainierten im Geheimtraining am Donnerstag hochmotiviert. "Eine positive Stimmung ist mir wichtig", sagte Flick. Er sei in seinen Profi-Jahren selbst "sauer" gewesen, wenn er nicht spielte. Umso empathischer geht er nun auf diejenigen ein, die hinten dran sind. Flick stellte aber auch klar, dass er nicht nur der Gute-Laune-Onkel ist: "Ich kann auch mal laut werden, das gehört dazu."

SPORT1 erfuhr: Flick führte in dieser Woche viele Einzelgespräche. Dies hatte er bereits am Dienstag angekündigt. Was bei den Spielern gut ankam: Er kümmerte sich auch um diejenigen, die zuletzt auf der Bank saßen.

Spiel-Witz und Dominanz zurückbringen

Das 2:0 gegen Piräus war verdient, aber nicht berauschend. Zwischenzeitlich hagelte es sogar Pfiffe, weil die Bayern zu langsam und einfallslos spielten.

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"In der Offensive haben wir noch Luft nach oben", stellte Flick klar. Ihm jedoch war es wichtig, Anfang dieser Woche zunächst mal die zuletzt schwache Defensive zu stärken.

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Als ihn SPORT1 nach seiner persönlichen Spiel-Philosophie fragte, antwortete Flick: "Jetzt geht es erstmal darum, dass wir gut stehen. Ich bin aber ein Verfechter vom Ballbesitz, will dabei aber auch eine gewisse Effizienz haben. Aktuell ist es so, dass wir im Spiel noch nicht die Klarheit haben. Es ist wichtig, dass wir eine Ballsicherheit hinbekommen. Das hat gegen Piräus sehr gut geklappt, aber Dortmund ist ein anderes Kaliber. Da müssen wir noch eine Schippe drauflegen."

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