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Gladbach im Höhenflug! Max Eberl im Interview über Rose, Cuisance und Co.

Eberl: Das macht Thuram besonders

Lesedauer: 7 Minuten

Borussia Mönchengladbach ist Spitzenreiter in der Bundesliga. Im SPORT1-Interview spricht Max Eberl über Trainer Marco Rose - und schwärmt von zwei Spielern.

Borussia Mönchengladbach schwebt momentan auf Wolke sieben.

Nach elf Spieltagen grüßen die Fohlen in der Bundesliga von Platz 1 - und werden es angesichts des Vier-Punkte-Vorsprungs gegenüber Verfolger RB Leipzig auch nach dem kommenden Spieltag und dem Gastspiel bei Union Berlin (Bundesliga: Union Berlin - Borussia Mönchengladbach am Sa. ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) tun.

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Borussia Mönchengladbach führt auch nach dem 9. Spieltag die Tabelle der Bundesliga an. Am Niederrhein werden zumindest zarte Erinnerungen an die letzte Meistermannschaft wach © Getty Images
SPORT1 vergleicht die Fohlenelf der Saison 1976/77 mit der aktuellen Mannschaft von Trainer Marco Rose © SPORT1-Montage: Marc Tirl/Getty Images/Imago
TOR - WOLFGANG KNEIB: In seiner ersten Bundesligasaison startete der Hüne im Mönchengladbacher Tor gleich durch. Frisch vom SV Wiesbaden verpflichtet, gewann er das Duell gegen Uli Sude als Vertreter der langzeitverletzten Klublegende Wolfgang Kleff zwischen den Pfosten – und bestritt gleich alle 34 Ligaspiele. Wurde 1979 auch UEFA-Cup-Sieger mit dem VfL © Imago
YANN SOMMER: Der Schweizer braucht sich vor Kneib nicht zu verstecken. Zwar misst er nur 1,83 Meter, ist dem Meisterschlussmann aber in puncto Beweglichkeit, Reaktionsschnelligkeit und Spiel mit dem Fuß voraus. Schon im sechsten Jahr am Niederrhein. Die Zuverlässigkeit in Person © Getty Images
ABWEHR – FRANK SCHÄFFER: Der dunkel gelockte Innenverteidiger war sowohl auf beiden Manndeckerpositionen als auch im defensiven Mittelfeld eine wichtige Option während der glorreichen Mittsiebziger. War dreimal Meister und zweimal Uefa-Cup-Sieger mit der Borussia. Im letzten Meisterjahr 1977 mit 27 Einsätzen © Imago
MATTHIAS GINTER: Der Gladbacher Abwehrchef hat bereits eine beträchtliche Titelsammlung. Weltmeister, Confed-Cup-Sieger, DFB-Pokal- und Supercupsieger, Silbermedaillengewinner bei Olympia 2016. Der 28-malige Nationalspieler kann es vom Niveau mit Schäffer auf jeden Fall aufnehmen © Getty Images
WILFRIED HANNES: Technisch beschlagener Abwehrspieler, der lange bei der Borussia den Part des freien Mannes bekleidete. War zweimal deutscher Meister mit Gladbach und 1979 UEFA-Cup-Sieger. Vize-Weltmeister 1982. Umso bemerkenswerter, da er aufgrund eines Tumors früh ein Auge verloren hatte und mit einer Glasprothese spielte © Imago
NICO ELVEDI: Der Schweizer hat sich als Allzweckwaffe der Mönchengladbacher etabliert, kann auf jeder Position der Viererkette oder auch Dreierkette agieren, ist beidfüßig und kopfballstark. In dieser Saison in allen Partien mit dabei, am Wochenende gegen Frankfurt auch mit einem sehenswerten Treffer © Getty Images
BERTI VOGTS: Der damalige Kapitän der Borussia und auch der Nationalmannschaft machte die Abwehr der Borussia bevorzugt auf der rechten Seite dicht. Welt- und Europameister, fünfmal Meister, zweimal UEFA-Cup-Sieger, einmal DFB-Pokalgewinner und zweimal Fußballer des Jahres. Trotz seiner nur 1,68 Meter Körperlänge ein gefürchteter Zweikämpfer. Nicht der talentierteste, aber mit ungeheurem Biss © Imago
STEFAN LAINER: Gegen eine solche Vita sieht Borussias aktueller Rechtsverteidiger natürlich nicht gut aus. Doch der Österreicher ist in seiner ersten Saison am Niederrhein hochgeschätzt. In allen neun Ligaspielen mit dabei, traf einmal selbst und legte zwei Tore vor. Wie Vogts einer, der mit seiner Einstellung punktet © Getty Images
HANS KLINKHAMMER: Der linke Verteidiger spielte von 1972 bis 1980 am Bökelberg und war für seine Härte berüchtigt. Kam in der letzten Meistersaison 29 Mal zum Einsatz, blieb aber ohne eigenen Treffer. Dafür waren damals andere zuständig © Imago
OSCAR WENDT: Spielerisch ist der Schwede Klinkhammer deutlich überlegen. Und auch bezüglich der eigenen Treffer hat er Vorteile, am Sonntag erzielte er gegen Frankfurt sein erstes Saisontor. Seit 2011 in Mönchengladbach, auf der Linksverteidigerposition ist der 34-Jährige inzwischen eine Institution © Getty Images
MITTELFELD - ULI STIELIKE: War der Sechser und manchmal auch Libero der Meister 1977. Eine tragende Säule, die noch in jenem Sommer nach dem dritten Titelgewinn mit der Borussia zu Real Madrid wechselte und bis 1985 dort Stammspieler war. Europameister 1980, Vize-Weltmeister 1982. Von 1998 bis 2000 Co-Trainer des DFB-Teams, heute bei Tianjin Teda in China tätig © Imago
DENIS ZAKARIA: Der Antreiber im defensiven Mittelfeld hat sich in dieser Spielzeit gewaltig in den Vordergrund und auf die Zettel der europäischen Topklubs gespielt, nicht zuletzt wegen seiner beiden Treffer. Bringt seine starke Physis in seinem dritten Gladbacher Jahr nun beständig auf den Platz. Nicht unwahrscheinlich, dass er Stielikes Vorbild folgt und ab Sommer seine Karriere im Ausland fortsetzt © Getty Images
HERBERT WIMMER: Wurde von allen nur "Hacki" gerufen. Kam 1966 zur Borussia und blieb dort bis zum Ende seiner Profikarriere 1978. Ein Arbeiter, Dauerläufer auf der Achterposition, dazu ungemein torgefährlich, markierte 51 Tore und legte weitere 41 in seinen 366 Bundesligaspielen auf. Welt- und Europameister, UEFA-Cup-Sieger 1975 bei allen fünf Meistertiteln der Borussia dabei © Imago
FLORIAN NEUHAUS: Ist mit Wimmer schwer zu vergleichen. Technisch stark, mit reichlich Übersicht und durchaus auch Zug zum Tor gesegnet. Macht aber aus seinen Chancen noch zu wenig und derzeit auch eine kleinere Leistungsdelle durch. Bei konstanter Weiterentwicklung dennoch in absehbarer Zeit ein ernsthafter Nationalmannschaftskandidat © Getty Images
HANS-JÜRGEN WITTKAMP (r.): Geborener Gelsenkirchener, der 1971 vom FC Schalke 04 zur Borussia kam und im zentralen defensiven Mittelfeld zu Hause war. In der letzten Meistersaison mit fünf Toren in seinen 33 Einsätzen. Ein wichtiger Defensivstabilisator der oft so offensiv ausgerichteten Fohlenelf © Imago
CHRISTOPH KRAMER: Der Weltmeister von 2014 ist wieder wichtig in dieser Saison. Nachdem er zuletzt unter Dieter Hecking schlechte Karten hatte, kommt er unter Marco Rose wieder häufiger zum Einsatz und bringt seine strategischen Fähigkeiten ein. Als Führungsspieler nach wie vor meinungsstark © Getty Images
RAINER BONHOF: War der Spiellenker der Borussia von 1977, wo er im Gegensatz zur Nationalmannschaft zentral spielen durfte. Spielerisch und abschlussstark, mit satten 60 Treffern und 18 Vorlagen in 319 Bundesligapartien für den VfL, mit dem der Welt- und Europameister vier Meistertitel holte, dazu Pokal und UEFA-Pokal. Später mit Valencia auch spanischer Cupsieger. Den folgenden dreijährigen Abstecher nach Köln haben die Borussen ihrem Vize-Präsidenten längst verziehen © Imago
LASZLO BENES: Der technisch beschlagene Slowake, 2016 aus Zilina gekommen, drohte am Niederrhein zum ewigen Talent zu verkommen. Erst seine Leihe zu Holstein Kiel im Vorjahr brachte ihn deutlich voran. Unter Rose in acht von neun Spielen dabei und mit drei Torvorlagen. Sein zweites Bundesligator ist nach den jüngsten Vorstellungen nur noch eine Frage der Zeit © Getty Images
HORST WOHLERS: Obwohl gelernter zentraler Mittelfeldspieler half Wohlers bei der Borussia auch auf den Außenbahnen aus. Antrittsschnell, trickreich, aber keiner, der sich um Dreckarbeit gedrückt hätte. War am Titelgewinn 1977 mit zwei Treffern in 27 Einsätzen beteiligt, wurde auch 1976 mit Gladbach Meister, dazu 1979 UEFA-Cup-Sieger, ehe er zu 1860 München und später nach Bielefeld wechselte © Imago
PATRICK HERRMANN: Borussias Stehaufmännchen. Immer wieder lange verletzt, dann fast abgegeben – und dann mit Leistungen, die ihn der Nationalmannschaft nahe bringen. In diesem Jahr hat der Außenstürmer auch schon wieder zwei Treffer und eine Vorlage aus sechs Partien zu Buche stehen. Effektiver als Wohlers damals, doch der Vergleich hinkt etwas, weil Herrmann deutlich offensiver zum Einsatz kommt © Getty Images
ANGRIFF - ALLAN SIMONSEN: Der schmächtige Däne kam 1972 von Vejle BK, sah aus, als könne er kein Wässerchen trüben und avancierte am Bökelberg zum kontinentalen Superstar. 1977, nach seiner dritten deutschen Meisterschaft und dem Einzug ins Landesmeister-Finale, wurde der Flügelstürmer zu Europas Fußballer des Jahres gekürt. Ging nach dem zweiten UEFA-Cup-Sieg 1979 zum FC Barcelona © Imago
LARS STINDL: Kommt als offensiver Freigeist mit überraschenden Laufwegen Simonsen aus der aktuellen Mannschaft gemeinsam mit Raffael wohl noch am nächsten. Ist nach langer Verletzungspause gleich wieder wichtig, mit dem Europa-League-Ausgleich in Rom und einer Torvorlage in der Liga. Der Kapitän dürfte im weiteren Saisonverlauf mehr Einsätze bekommen als Raffael, dessen Zeit im Borussia-Park sich langsam dem Ende zuneigt © Getty Images
HORST KÖPPEL: Der Schwabe fand über den VfB 1968 den Weg an den Niederrhein, wo er unter Trainer Hennes Weisweiler als Teil der legendären Fohlen-Elf zum Titelsammler avancierte: Trug bei allen fünf Meisterschaften das VfL-Trikot, dabei kehrte er zwischenzeitlich von 1971 bis 1973 zum VfB zurück. In Gladbachs letzte Meistersaison erzielte der flinke und technisch starke Stürmer in 22 Spiele drei Tore © Imago
BREEL EMBOLO: Flink und technisch beschlagen ist auch der Schweizer, noch dazu körperlich robust - und vor allem aktuell wieder fit. Nach einer von Verletzungen geprägten Zeit bei Schalke, wagte der 22-Jährige im Sommer einen Neustart. Mit drei Toren in den ersten neun Spielen hat er seinen Teil zum Gladbacher Höhenflug beigetragen - und er weiß wie man Titel holt: Mit Basel gewann er von 2014 bis 2016 drei Meisterschaften in Serie © Getty Images
JUPP HEYNCKES: Der gebürtige Gladbacher spielte - abgesehen von drei Jahren in Hannover - hauptsächlich für seine Borussia. In 407 Pflichtspielen traf der vielseitige Mittelstürmer 291 Mal, in seiner vorletzten Spielzeit wurde er 1977 zum vierten Mal Meister, erzielte in 20 Spiele 15 Tore, verletzungsgeplagt musste Heynckes ein Jahr darauf seine Karriere beenden - und startete eine erfolgreiche Trainerlaufbahn © Imago
ALASSANE PLEA: Der Franzose wechselte vor einem Jahr vom OGC Nizza an den Niederrhein, erzielte in seiner ersten Saison in 34 Spielen zwölf Tore - nicht ganz die Trefferquote eines Jupp Heynckes. Aber mit aktuell vier Saisontoren ist er zusammen mit Marcus Thuram bester Gladbacher Schütze © Getty Images
KARL DEL'HAYE: Der nur 1,65 große "Kalle" Del'Haye wechselte 1974 aus seiner Geburtsstadt Aachen nach Gladbach, spielte sich als Rechtsaußen in die Herzen der Fans, die ihm seinen Wechsel zu den Bayern 1980 allerdings übel nahmen. Dort floppte der erste Millionen-Transfer (1,265 Mio. Mark) der Bundesliga-Geschichte allerdings © Imago
MARCUS THURAM: In Sachen Ablösesumme hat der Sohn von Frankreichs Weltmeister Lilian Thuram Del'Haye mehrfach in den Schatten gestellt. Der 22-Jährige kam vor der Saison für 9 Millionen Euro aus Guingamp. In seinen ersten neun Spielen traf er bereits vier Mal © Getty Images
UDO LATTEK: Übernahm 1975 Weisweilers legendäre Fohlenelf und führte sie zu zwei Meisterschaften in Folge. 1977 scheiterte er mit seinem Team im Europapokal der Landesmeister erst im Finale am FC Liverpool. Mit insgesamt acht Meistertiteln ist Lattek bis heute der erfolgreichste Vereinstrainer im deutschen Fußball © imago
MARCO ROSE: Davon ist der gebürtige Leipziger noch ein gutes Stück entfernt. Kam im Sommer aber immerhin mit der Empfehlung von zwei Meistertiteln in Österreich mit Red Bull Salzburg. Das Engagement in Gladbach ist für den 43-Jährigen die erste Trainerstation im deutschen Profifußball © Imago

Einer der Hauptverantwortlichen des Gladbacher Aufschwungs ist Max Eberl. Der Sportdirektor hat nicht zuletzt mit seinen Transfers im Sommer (Trainer Marco Rose, Marcus Thuram, Stefan Lainer, Breel Embolo) für Euphorie rund um den Borussia-Park gesorgt.

Im SPORT1-Interview erklärt Eberl die Erfolgsformel der Borussia, wie sich Matthias Ginter zum Abwehrchef aufgeschwungen hat, und warum Michael Cuisance besser in Gladbach geblieben wäre.

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Max Eberl über...

Matthias Ginter:

"Dass Matzes erstes Länderspieltor hier im Borussia Park passiert, das ist schon außergewöhnlich. Es war auch außergewöhnlich schön und für einen Innenverteidiger eher untypisch, dass man aus einer Flanke aus dem Spiel heraus vorne im Zentrum auftaucht. Man hat schon geschmunzelt und gelacht, sich aber auch sehr gefreut. Mit dem Wechsel von Dortmund nach Mönchengladbach hat er sich entschieden, einen Entwicklungsschritt zu gehen. Er wollte zu einem Verein gehen, wo seine Position wirklich die eines Innenverteidigers ist. Das hat er bei uns bekommen. Er hat dann in den letzten Jahren schon Entwicklungsschritte genommen und war auch bei Dieter Hecking in der letzten Saison schon mehr Führungsspieler. Er ist 25 und hat schon weit mehr als 200 Bundesligaspiele gemacht, Europapokalspiele, Länderspiele, schon viele Titel geholt und jetzt macht er sein erstes Tor. Man sieht, dass seine Entwicklung definitiv noch weitergeht."

taktische Flexibilität unter Marco Rose:

"Es ist der Trainer, der das vorgibt. Wir spielen ja nicht zum Spaß, das ist wirklich trainiert und geübt. Marco Rose bereitet jedes Spiel sehr akribisch vor, mit unterschiedlichsten Möglichkeiten, wie wir das Spiel angehen können. Aber die Grundprinzipien bleiben die gleichen, egal ob mit Dreier- oder Viererkette - nämlich unsere Aktivität. Das ist Marco Rose, das verkörpert er. Ob es jetzt den Titel "Rose-Fußball" bekommt, das wird ihn wenig interessieren. Ich würde das System, das sieht Marco auch so, auch nicht zu hoch hängen. Ja, es wird trainiert, aber tatsächlich ist es die Umsetzung der Spieler auf dem Platz."

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den Trainerwechsel:

"So eine Entscheidung war fußballuntypisch. Normalerweise trifft man so eine Entscheidung nicht, wenn man sehr erfolgreich ist. Platz 5 und Europa ist ein großer Erfolg für Borussia Mönchengladbach. Ich war mit Dieter Heckings Leistung hochzufrieden und sehr erfreut, dass wir etwas Großes geschaffen haben mit der Qualifikation für die Europa League. Um in Zukunft konkurrenzfähig zu sein gegen die Übermächtigen in der Bundesliga, mussten wir einen kreativen, aber auch unbequemen Weg gehen. Und der unbequeme Weg war es, so eine Entscheidung zu fällen. Ich war relativ schnell davon überzeugt, auch wenn die Ergebnisse noch nicht da waren, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich habe gesehen, was im Trainingslager passiert ist, und ich habe gesehen, was die Idee von Marco ist. Ich habe gehofft, dass die Spieler es schnell annehmen. Ich wusste, dass wir eine lernwillige Mannschaft haben, die da Lust drauf hatte - und dementsprechend war die Symbiose relativ schnell zu sehen. Natürlich dauert das ein Stück weit, natürlich braucht das etwas Zeit. Aber dass es jetzt so schnell geht und so gut passt, das freut mich sehr. Überzeugt war ich vom ersten Tag."

die Tabellenführung:

"Natürlich ist es schön. Jetzt sind wir seit sechs Wochen auf Tabellenplatz 1 und haben es mit Leistung immer wieder unterstrichen. Wir haben auch immer wieder dem Druck Stand gehalten, dass andere Mannschaften vorgelegt haben und wir nachlegen mussten. Das haben wir immer wieder mit Bravour getan. Natürlich wird es den einen oder anderen Rückschlag geben. Aber wenn wir es schaffen, dieses Niveau zu halten, dann werden wir wahrscheinlich mehr Spiele gewinnen als verlieren."

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die Entwicklung von Marcus Thuram:

"Wir haben in der Offensive etwas Neues machen wollen. Mit ihm haben wir komplett zugelegt: was Körperlichkeit betrifft, was Schnelligkeit betrifft, was Dribblings betrifft, was Toreschießen betrifft, was diesen Typen betrifft. Er ist von Anfang an ein unfassbar lustiger und offener Typ gewesen, der in der Kabine sehr viel Spaß und Freude verbreitet, aber auch sehr professionell arbeitet. Diese Kombination macht es aus. Es ist schön, wenn du als Stürmer zu einem neuen Verein kommst, direkt im Pokalspiel triffst, direkt in der Bundesliga, nachdem er ja das erste Mal auf der Bank gesessen hat, gegen Düsseldorf einen Doppelpack schnürst. Da wächst man natürlich als Stürmer."

Mit Beginn der Winterpause ist der Welpenschutz endgültig beendet. Die Sommer-Neuzugänge der Bundesliga haben ihre erste Hinrunde hinter sich. SPORT1 checkt alle 18 Bundesligisten und erklärt, wer sich wirklich verstärkt hat © SPORT1-Montage: Getty Images/iStock
SC PADERBORN (Tabellenplatz 18): Nur 100.000 Euro gab der SCP nach dem Aufstieg für neuen Spieler aus und verhalf trotzdem einigen Bundesliga-Neulingen zum Durchbruch. Mit Streli Mamba (Bild) holten die Ostwestfalen eine echte Verstärkung aus der Regionalliga von Energie Cottbus. Der 25-Jährige traf insgesamt fünf Mal in der Hinrunde, gegen den BVB sogar doppelt © Getty Images
Auch Gerrit Holtmann, der vom 1. FSV Mainz 05 ausgeliehen wurde, konnte in der Hinrunde überzeugen und verstärkt die linke Seite. Die ablösefreien Abdelhamid Sabiri (Bild) und Cauly Oliveira Souza zeigten immer wieder ihr Können und sind damit auch für die Rückrunde gute Alternativen für Trainer Steffen Baumgart © Mpx Images
Torhüter Jannik Huth wurde ebenfalls aus Mainz verpflichtet. Der 25-Jährige stand in den ersten sechs Spielen im Tor, wurde dann aber auf die Bank gesetzt. Rifet Kapic, der für 100.000 Euro aus Zürich kam, spielte bisher noch keine einzige Minute. Für das Ziel Klassenerhalt muss Paderborn insbesondere in der Defensive nachlegen © Getty Images
WERDER BREMEN (Platz 17): Mit Max Kruse hat die Schlüsselfigur der vergangenen Spielzeit die Hanseaten verlassen. Die Zugänge Niclas Füllkrug und Marco Friedl (nach Leihe fest verpflichtet) standen schon früh fest, spät im August kamen noch Ömer Toprak, Michael Lang und Leonardo Bittencourt auf Leihbasis © Getty Images
Die Vorbereitung war für Füllkrug zum Vergessen, erst zum Saisonstart fand er sich langsam ein. In fünf Spielen konnte er mit zwei Toren und einer Vorlage seine hohe Ablösesumme durchaus rechtfertigen. Doch dann riss er sich das Kreuzband. Toprak (Bild) sollte die Lücke in der Abwehr schließen, fiel aber gleich wieder aus. Bislang kommt der Türke nur auf vier Spiele © Getty Images
Trotz der Zugänge wirkt der Kader aufgrund der enormen Verletzungsprobleme zu klein, aber auch viel zu verunsichert. Mentale Stützen würden dem Kader guttun, aber auch offensive Verstärkungen. Werder hat nur noch ein Ziel: Klassenerhalt © Getty Images
FORTUNA DÜSSELDORF (Platz 16): Für wenig Geld wurde der Kader zusammengebastelt. Lutz Pfannenstiel setzte dabei verstärkt auf ablösefreie Transfers und Leihgeschäfte. Als Nachfolger für Benito Raman präsentierte Düsseldorf einen Rekordtransfer: Nana Ampomah (Bild) kam für vier Millionen Euro von Waasland-Beveren, stand allerdings erst sechs Mal auf dem Feld © Getty Images
Lewis Baker, Zack Steffen, Erik Thommy oder Kasim Adams stehen wohl eher für Qualität auf Zeit, allerdings nicht für langfristige Planung. Vor allem den starken Steffen, Leihtorwart von Manchester City, werden die Düsseldorfer kaum halten können. Reicht es erneut zum Klassenerhalt? Aktuell sieht es eng aus, auch weil offensiv viel zu wenig geht © Getty Images
1.FC KÖLN (Platz 15): Die Aufstiegsmannschaft wurde größtenteils zusammengehalten und nur punktuell verstärkt. Doch die neuen Verpflichtungen zündeten bisher nicht alle. Die Abgänge von Johannes Geis, Matthias Lehmann und Salih Özcan rissen ein Loch ins zentrale Mittelfeld. Dieses wurde jedoch mit Ellyes Skhiri (Bild) und Birger Verstraete gut geschlossen © Imago
Skhiri überzeugte bislang, seine Laufbereitschaft in der Mittelfeldzentrale macht ihn derzeit unverzichtbar. Bis zu seiner Meniskus-OP war Verstraete (Bild) im defensiven Mittelfeld gesetzt. Nun muss er seinen Platz in der Startelf erst wieder finden © Getty Images
Sebastiaan Bornauw und Kingsley Ehizibue haben sich schnell akklimatisiert und sind klare Verstärkungen. Mit Kingsley Schindler kam zudem ablösefrei einer der besten Spieler der letzten Zweitliga-Saison. Der Flügelspieler spielt unter Trainer Markus Gisdol bisher aber keine Rolle © Getty Images
Dafür setzt der neue Coach auf die Jugend. Noah Katterbach, Jan Thielmann und Ismail Jakobs drängen sich ins Team. Dank den Verstärkungen hat Köln die Breite im Kader, um die Klasse halten zu können © Getty Images
1. FSV MAINZ 05 (Platz 14): Kein Spieler, der im Sommer Ablöse gekostet hat, ist älter als 23. Mit Edimilson Fernandes (Bild) gelang die Verpflichtung eines namhaften Spielers, außerdem wurde Linksverteidiger Aarón Martín fest verpflichtet. Mittelfeldmotor Fernandes sicherte sich einen Stammplatz und hilft auch in der Abwehr aus. Der Spanier Martín ist auf der linken Seite gesetzt © Getty Images
Auch Jeremiah St. Juste und Ronael Pierre-Gabriel passen ins Mainzer Konzept. St. Juste hat seine Klasse bereits bewiesen, Pierre-Gabriel wurde bislang erst drei Mal eingesetzt. Der langfristige Ausfall von Dong-Won Ji wurde mit Rückkehrer Adam Szalai aufgefangen. Auch wenn der Ungar noch Luft nach oben hat © Getty Images
Im Hier und Jetzt fehlt wohl der eine oder andere erfahrene Profi, der mit Niederlagen umzugehen weiß. Der Mainzer Kader ist womöglich zu grün hinter den Ohren, wirkt unter dem neuen Trainer Achim Beierlorzer aber gefestigter. Ein, zwei defensive Stützen fehlen den 05ern aber © Getty Images
EINTRACHT FRANKFURT (Platz 13): Die Eintracht hat einen spektakulären Transfersommer hinter sich: Manager Fredi Bobic gab die komplette Büffelherde (Luka Jovic, Sebastien Haller, Ante Rebic) ab und erhielt dafür über 100 Millionen Euro. Die Leihspieler Martin Hinteregger, Sebastian Rode und Kevin Trapp wurden fest verpflichtet, auch André Silva, Bas Dost, Djibril Sow und Dominik Kohr kamen © Getty Images
Die zu Beginn fehlende Fitness und muskuläre Probleme hindern Dost (rechts im Bild) weiterhin am Durchstarten. Auch Sturmpartner Silva (links) ist auf der Suche nach Konstanz vor dem Tor. Sieben Tore konnten beide zusammen bisher beitragen. Deutlich zu wenig, um die Büffelherde auch nur ansatzweise zu ersetzen. Der 20-jährige Dejan Joveljic deutete sein Potenzial bereits an, braucht aber noch Zeit © Getty Images
Das offensive Mittelfeld wurde durch Leih-Rückkehrer Daichi Kamada und Sow verstärkt, die ihre Kreativität regelmäßig auf den Platz brachten. Dahinter ackern Rode und Kohr. Der Kader scheint in der Breite dennoch nicht gut genug besetzt, das lassen die Leistungen aus den letzten Spielen vermuten. Und die Doppelbelastung mit der Europa League hält auch in der Rückrunde an © Getty Images
HERTHA BSC (Platz 12): Trotz neuer Millionen durch den Verkauf von Valentino Lazaro an Inter Mailand agierte Michael Preetz zunächst vorsichtig auf dem Transfermarkt. Der größte Coup dürfte die erneute Leihe von Marko Grujic (Bild) gewesen sein. Der Serbe konnte in der Hinrunde aber nicht an die Leistungen aus der letzten Saison anknüpfen © Getty Images
Die Zurückhaltung legte Preetz dann beim Transfer von Dodi Lukebakio (Bild) ab. Für den Belgier flossen satte 20 Millionen Euro nach Watford. Der Belgier wird immer wichtiger, erzielte bislang vier Tore und bereitete weitere vier Treffer vor. Unter Jürgen Klinsmann ist er absolut gesetzt © Getty Images
Der 22 Jahre alte Mittelfeldmann Eduard Löwen war bislang Reservist und kam nur auf sieben Einsätze. Last-Minute-Leihe Marius Wolf war zuerst gesetzt, avancierte unter Klinsmann aber eher zur Alternative. Dedryck Boyata kam aus Glasgow und ist der neue Abwehrchef. Nun stehen mit den Windhorst-Millionen neue Mittel zur Verfügung © Getty Images
1. FC UNION BERLIN (Platz 11): Der Aufsteiger hat gewaltig auf dem Transfermarkt zugeschlagen und überrascht die Bundesliga. Durch einige prominente Neuzugänge, wie Christian Gentner, Neven Subotic (Bild) und Anthony Ujah, ließ Union in der Sommerpause aufhorchen © Getty Images
Mit BVB-Schreck Marius Bülter, Robert Andrich, Marcus Ingvartsen und Keven Schlotterbeck schafften es vier Neuzugänge sofort in die Startelf. Auch Gentner und Subotic spielen eine wichtige Rolle. Außerdem wurde Innenverteidiger Marvin Friedrich (Bild) fest verpflichtet. Der 24-Jährige ist der absolute Abwehrchef © Getty Images
Der 33 Mann große Kader brauchte ein paar Spiele in Unions erster Bundesligasaison, lieferte dann aber mächtig ab. Fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz zur Winterpause, alle Achtung! Die enorme Breite dürfte den Eisernen auch in der Rückrunde helfen, zumal es bisher kaum unzufriedene Spieler zu geben scheint © Getty Images
FC AUGSBURG (Platz 10): Auf der Zugangsseite war viel los im beschaulichen Augsburg: Mit Tomas Koubek hat sich der FCA auf der Torwartposition neu aufgestellt. Der Torhüter war mit 7,5 Millionen Euro Ablösesumme der teuerste Neuzugang des Sommers. Bisher war der Tscheche aber vor allem ein Unsicherheitsfaktor, auch wenn er sich zum Ende der Hinrunde steigerte © Getty Images
Die restlichen Neuzugänge hinterließen gemischte Eindrücke. Mittelstürmer Niederlechner erzielte acht Tore für die Augsburger und entwickelte sich zur echten Waffe. Auch Ruben Vargas ist gesetzt. 6,5-Millionen-Mann Iago spielte sich nach Startschwierigkeiten in die erste Elf. Carlos Gruezo und Marek Suchy kamen bislang jeweils nur zwei Mal zum Einsatz, beide kämpfen mit Verletzungen © Getty Images
Nach dem schlechten Start wurde in der Defensive noch einmal aufgerüstet, mit Stephan Lichtsteiner, Felix Uduokhai und Tin Jedvaj drei Abwehrspieler geholt. Die Mannschaft fand immer mehr in die Spur. Nach der Hinrunde steht Platz zehn zu Buche. Die späten Korrekturen zahlen sich aus © Getty Images
VfL WOLFSBURG (Platz 9): Die Wölfe gaben keinen einzigen Stammspieler ab. Auf der Zugangsseite präsentierte sich Xaver Schlager schnell als Verstärkung. Der Österreicher musste nach einem Knöchelbruch pausieren, kehrte aber bereits dreieinhalb Monate später zurück und führte den VfL zum Hinrundenende wieder an © Getty Images
Der Schweizer Kevin Mbabu (Bild) spielte bis zum Dezember kaum eine Rolle, entwickelte sich nun aber zum Stammspieler auf rechts. Paul Otávio lief in der aktuellen Saison erst ein einziges Mal für die Wölfe auf und dient lediglich als Ergänzung. Linksaußen Joao Victor wurde hingegen in 16 Spielen eingesetzt. Der Brasilianer wird immer gefährlicher © Getty Images
Mit der Leihe von Lukas Nmecha (Bild) gelang ein kleiner Coup. Allerdings konnte der U21-Nationalspieler seinen Erwartungen bisher nicht gerecht werden, nur sechs Einsätze stehen zu Buche. Nicht alles läuft rund, aber der VfL ist mit einem guten Kader auf einem guten Weg © Getty Images
SC FREIBURG (Platz 8): Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist ein großer Ausverkauf diese Mal ausgeblieben. Das Team von Christian Streich wurde im Kern zusammengehalten und mit jungen Talenten und erfahrenen Profis verstärkt. Dazu wurde Vincenzo Grifo (Bild) für sieben Millionen aus Hoffenheim zurückgeholt © Getty Images
Grifo fand nach Rotsperre zum Ende der Hinrunde in die Spur und kann in der Rückrunde ein Faktor werden. Jonathan Schmid (Bild) stand in allen Partien auf dem Platz und traf bereits zwei Mal. Der Außenverteidiger ist nach seiner Rückkehr sofort wieder zum Gesicht des Klubs geworden © Getty Images
Luca Itter (kam aus Wolfsburg) ist eher eine Investition in die Zukunft. Auch der Südkoreaner Woo-yeong Jeong, der von Bayern II kam, gilt als solche. Der 25 Jahre alte Rechtsaußen Chang-hun Kwon (Bild) verbreitert den Kader weiter und stand anders als sein Landsmann bereits neun Mal für die Breisgauer auf dem Platz. Freiburg macht es für seine Möglichkeiten wieder richtig stark © Getty Images
TSG 1899 HOFFENHEIM (Platz 7): Mit Rekordeinkauf Diadie Samassékou (Bild, 12 Mio.), Robert Skov und Ihlas Bebou kamen einige talentierte Neuzugänge. Diese waren auch nötig, verließen mit Joelinton, Nadiem Amiri und Kerem Demirbay drei Hochkaräter den Verein. Bebou hat den offensiven Flügel verstärkt und ist absoluter Stammspieler unter Neu-Trainer Alfred Schreuder © Getty Images
Samassékou fiel lange verletzt aus und kommt langsam in Schwung. Er kann der wichtige Organisator im TSG-Spiel werden. Rückkehrer Sebastian Rudy und Konstantinos Stafylidis kannten die Liga bereits. Mittelfeldroutinier Rudy (Bild) wurde wieder zum Stammspieler und überzeugte. Als Lohn gab es das Comeback in der Nationalelf. Stafylidis stand bislang nur sechs Mal in der Startelf © Getty Images
Skov überzeugt bislang und spielte sich in der Hinrunde in den Fokus. Zwei Tore und vier Assists stehen für den Dänen zu Buche, der unter Schreuder recht defensiv positioniert ist. Auch Neuzugang Sargis Adamyan konnte überzeugen. Trotzdem könnte offensiv noch mehr gehen © Getty Images
BAYER 04 LEVERKUSEN (Platz 6): Der Abgang von Julian Brandt tat weh, sein Nachfolger Moussa Diaby (Bild, 15 Mio.) hatte Startprobleme, kommt aber in Fahrt. Der 20 Jahre alte Franzose stand in fünf der letzten sechs Spiele in der Startelf und überzeugt mit einem wahnsinnigen Tempo © Getty Images
Die Mittelfeldakteure Nadiem Amiri (oben im Bild) und Kerem Demirbay (rechts) bringen mit ihrer Ballsicherheit das Rüstzeug mit und sind wichtige Puzzleteile im System von Peter Bosz geworden. In der Bayer-Offensive sorgen sie für eine starke Kaderbreite, lassen aber noch Luft nach oben © Getty Images
In der Defensivreihe ist der Kader nicht ganz so tief besetzt. Mit Linksverteidiger-Neuzugang Daley Sinkgraven ist nur ein Verteidiger dazugekommen. Der 24-Jährige kam von Ajax Amsterdam an den Rhein. Er durfte aber bislang auch nur vier Mal das Trikot der Werkself überstreifen. In der Abwehr fehlen Leverkusen noch ein paar Alternativen © Getty Images
FC SCHALKE 04 (Platz 5): Für Neuzugänge wurden auf Schalke rund 30 Millionen Euro in die Hand genommen. Mit Benito Raman (Bild) kam einer der Aktivposten der letzten Saison von Fortuna Düsseldorf. Er passt gut zum Stil von Trainer David Wagner und zeigte das auch in der Hinrunde. Nach Verletzungsproblemen zum Start, traf der Belgier vier Mal © Getty Images
Der erst 19 Jahre alte Ozan Kabak (Bild) hat sich nach Verletzungssorgen sehr schnell zum Abwehrchef entwickelt. Nach seinem Wechsel fiel der Türke zunächst aus, verpasste aber ab dem zehnten Spieltag keine Minute mehr. Dazu kommen drei Tore für die Königsblauen © Getty Images
Mit Markus Schubert holte Schalke ein junges Torwart-Talent ablösefrei von Dynamo Dresden. Schubert war dort Stammspieler und ist Teil der U21-Nationalelf. Wegen einer Rotsperre von Alexander Nübel kam Schubert am 15. Spieltag zu seinem Debüt und überzeugte in seinen ersten Auftritten. Schalke hat sich mit jedem Transfer im Sommer verstärkt © Getty Images
BORUSSIA DORTMUND (Platz 4): Der aufgeblähte Kader der Borussia wurde vor allem im Laufe des Augusts deutlich entschlackt: Reservisten wie Maximilian Philipp, Shinji Kagawa, Ömer Toprak oder André Schürrle wurden abgegeben, die einzigen beiden schmerzhaften Abgänge waren Christian Pulisic und Abdou Diallo © Getty Images
Im Gegenzug hatte der BVB seine Einkaufsliste früh abgearbeitet Mit Thorgan Hazard, Nico Schulz, Julian Brandt und dem fest verpflichteten Paco Alcácer kamen auf dem Papier klare Verstärkungen. Auch Innenverteidiger Mats Hummels (Bild) kehrte von den Bayern zurück. Vor allem Hazard und Schulz konnten noch nicht an alte Leistungen anknüpfen. Das größte Problem hatte der BVB aber im Sturmzentrum © Getty Images
Mit der Verpflichtung von Erling Haaland zur Rückrunde hat der BVB die größte Schwachstelle im Kader nun bereinigt. Das hätte aber schon im Sommer passieren müssen. Dazu fehlt es defensiv an Konstanz. Eine weitere Stütze könnten die Dortmunder vertragen. Noch sind nicht alle Neuzugänge perfekt ins System integriert © Getty Images
FC BAYERN MÜNCHEN (Platz 3): Die Transfers von Lucas Hernández (links im Bild) und Benjamin Pavard (rechts) waren schon Monate zuvor eingetütet. Pavard entwickelte sich zu einer echten Verstärkung, sowohl als Innen- als auch Außenverteidiger. Hernández verpasste den größten Teil der Runde wegen Verletzungen. Abwehrchef Niklas Süle riss sich das Kreuzband. In der Abwehr musste improvisiert werden © Getty Images
Als Flügelspieler wurde Ivan Perisic (links) für ein Jahr von Inter Mailand ausgeliehen, Philippe Coutinho (rechts) kam für ein Jahr vom FC Barcelona. Beide Spieler überzeugten bereits in unterschiedlichen Rollen. Während Perisic eher als Backup zu Coman und Gnabry fungiert, konnte Coutinho auf der Zielgeraden der Hinrunde für den Unterschied sorgen © Getty Images
Youngster Michael Cuisance (Bild) wechselte von Borussia Mönchengladbach an die Isar. Cuisance ist ein Perspektivspieler, genau wie der ein Jahr jüngere Fiete Arp. Der ehemalige Hamburger hat nur ein Spiel in der Reservemannschaft bestritten. Beide können aber für die Zukunft aufgebaut werden. Die Bayern haben sich im Sommer durchaus verstärkt, mussten dem Verletzungspech aber Tribut zollen © Getty Images
BORUSSIA MÖNCHENGLADBACH (Platz 2): Die Fohlen sind Vize-Herbstmeister. Einen großen Anteil daran haben die Neuzugänge, die vorne für Torgefahr und hinten für Stabilität sorgen. Stefan Lainer folgte Trainer Marco Rose aus Salzburg an den Niederrhein und überzeugte bisher mit kämpferischen Auftritten, Ramy Bensebaini (Bild) wurde zum Ende der Hinrunde zum X-Faktor und traf beim 2:1 gegen München doppelt © Getty Images
Auch Breel Embolo (Bild) ist vielversprechend gestartet. Er präsentierte sich deutlich kaltschnäuziger als im Schalke-Dress und erzielte bereits sechs Treffer. Bis auf kurze Muskelprobleme überstand er die Runde auch verletzungsfrei © Getty Images
Neuzugang Marcus Thuram (vorne im Bild) überzeugte ebenfalls. Sechs Tore und fünf Vorlagen - der Einstand bei der Borussia ist gelungen. Dazu hat Gladbach mit ihm auch einen neuen Publikumsliebling. Die Transfers passen zur starken Hinrunde der Fohlen © Getty Images
RB LEIPZIG (Platz 1): Die Sachsen haben keinen Leistungsträger verloren. Die Neuzugänge wurden allesamt nach der Klub-Maxime "jung und entwicklungsfähig" ausgewählt. Mittelfeldmann Christopher Nkunku (Bild) von PSG überzeugte zumeist und liefert wichtige Impulse © Getty Images
Mittelstürmer Patrik Schick (Bild) avancierte zum Ende der Hinrunde zum Unterschiedsspieler, erzielte vier Tore in sieben Spielen. Flügelstürmer Ademola Lookman, der für 18 Millionen Euro verpflichtet wurde, konnte noch nicht an seine Leistungen aus der Saison 2017/18 anknüpfen. Auch Linksverteidiger Luan Candido (8 Mio.) ist noch keine Verstärkung © Getty Images
Mittelfeldmann Hannes Wolf fiel die komplette Hinrunde wegen einer Verletzung aus. Ersatztorhüter Philipp Tschauner kam noch zu keinem Einsatz. Leih-Youngster Ethan Ampadu (Bild) durfte für zwei Kurzeinsätze ran. RB hat mit den wenigen Anpassungen im Sommer durchaus für Verstärkung gesorgt © Getty Images

den Wechsel von Michael Cuisance zum FC Bayern:

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"Das haben wir ihm drei Monate gesagt, dass er besser hier geblieben wäre, da er in Gladbach einen Verein gefunden hatte, wo er sich entwickeln kann. Er hatte eine großartige Entwicklung genommen. Er hatte in der letzten Saison eine Saison, die für junge Spieler nicht überraschend ist, wo auch einmal die Erwartungshaltung so groß ist, dass er seine eigene Erwartung nicht erfüllen kann. Er hat dann weniger Einsätze gehabt, was für mich aber völlig normal ist in der Entwicklung eines Spielers. Er hat trotzdem dann in Summe 50 Spiele gehabt, als 19-Jähriger, was außergewöhnlich ist in der Bundesliga. Er hat sich damit aber nicht zufrieden geben wollen und für sich andere Ziele im Kopf gehabt. Diese hat er jetzt verfolgt. Er besaß großes Potenzial. Für uns war es dann eben ein Punkt, wo wir gesagt haben: Dann lieber einen sauberen Kader haben - und deswegen haben wir die Entscheidung gefällt."

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... den Abschied von Uli Hoeneß als Bayern-Präsident:

"Als Fußballpersönlichkeit wird er mir fehlen. Ich habe einen persönlichen Draht zu ihm und ich denke, diesen werden wir auch aufrechterhalten, als Bekannte. Freunde ist vielleicht zu weit gegriffen. Ein Begleiter, den ich natürlich schon sehr, sehr lange kenne. Anfang der 80er habe ich meine Karriere bei Bayern in der Bambini-Mannschaft begonnen. Ich durfte dann sehen, wie dieser Verein gewachsen ist und groß wurde - zu einer Weltmacht geworden ist im Fußball. Das ist das Werk von Uli Hoeneß, deswegen werden wir alle im deutschen Fußball Uli Hoeneß vermissen, als große Persönlichkeit und Verfechter seines Vereins. So wie er angekündigt hat, wird er uns nicht verloren gehen. Er wird immer als Experte gefragt werden, wenn Probleme im Fußball sind. Da ist er der Erste, der bereitstünde zu helfen. Ich werde einen tollen Ratgeber behalten, wenn ich ein Problem habe."