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München - Nach dem 1:5-Debakel in Frankfurt ist Niko Kovac beim FC Bayern angezählt. Die Experten im CHECK24 Doppelpass sind sich über die Zukunft des Coachs uneinig.

Niko Kovac ist nach dem 1:5-Debakel in Frankfurt beim FC Bayern mehr als angezählt.

Auch im CHECK24 Doppelpass wird heiß diskutiert, ob der Kroate beim Rekordmeister als Trainer noch zu halten ist. Dieter Hoeneß sieht die Schuld der Negativserie nicht alleine bei Kovac. "Letztes Jahr um die Zeit haben wir genau die gleichen Themen gehabt. Und Bayern hat es geschafft", findet der langjährige Hertha-Manager.

Er habe schon großartige Spiele unter Kovac gesehen, wie das fulminante 5:0 der Bayern gegen den BVB in der vergangenen Rückrunde, schwärmte der jüngere Bruder von Bayern-Präsident Uli Hoeneß.

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Allerdings glaube er auch, dass Kovac aktuell etwas angefasster sei, als zur gleichen Zeit im letzten Jahr. "Ein paar Aussagen von ihm sind unglücklich. Ich glaube schon, dass er den Druck etwas mehr spürt als im letzten Jahr."

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Reif: "Muss mich an den Trainer wenden"

Ex-Nationalspieler Steffen Freund pflichtete Hoeneß bei und lobte sogar seine öffentlichen Auftritte. "Wir reden von keinem Newcomer. Sondern von einem richtig guten Trainer. Ich sehe das positiv, wie er die Situation für den FC Bayern öffentlich löst."

Man dürfe nicht vergessen, dass sich die Mannschaft im Umbruch befindet, betonte der ehemalige Dortmund-Profi. "Er hat letztes Jahr die Kurve bekommen, wieso soll er das nicht auch jetzt schaffen?"

An einer Pleite wie bei der Eintracht habe man allerdings sehen können, dass es beim Rekordmeister nicht funktioniere."Da hat der Trainer immer seinen Teil dazu beizutragen."

Für SPORT1-Experte Marcel Reif ist die Situation in München deutlich: "Es stimmt offensichtlich vieles nicht. Das was der FC Bayern im Moment spielt, ist nicht FC-Bayern-Like." Die logische Konsequenz für den 69-Jährigen: "Da muss ich mich an den Trainer wenden."

Zwar lief es auch bei anderen Teams wie Borussia Dortmund und Manchester City schon nicht optimal, sagte Reif. Der Unterschied sei jedoch, "dass wenn diese Sachen auf einen jungen und auf diesem Niveau noch unerfahrenen Trainer einprasseln, ist das etwas ganz anderes, als beispielsweise bei einem Pep Guardiola."

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Und weiter: "Die Diskussion hatte es in der Kabine mit Guardiola, Heynckes (Jupp, Anm. d. Red.) oder Hitzfeld (Ottmar, Anm. d. Red) nicht gegeben. Das ist misslich, das funktioniert so nicht. Es gelingt ihm seit geraumer Zeit nicht, dass vorhandene Potenzial der Mannschaft zu heben."

Wie sieht Zukunft von Kovac aus?

Doch wie geht es mit Kovac nun weiter?

Was diese Frage betrifft, sind sogar die Experten teilweise ratlos. "Die Frage kann ich wirklich nicht beantworten. In der Vergangenheit haben sie sich zusammengesetzt, auch gerieben aber immer zum Wohle des FC Bayern entschieden", sagte Hoeneß. In einer Sache sei er sich allerdings sicher: "Ich bin absolut davon überzeugt, dass sie auch jetzt wieder zum Wohle des FC Bayern entscheiden."

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Reif glaubt, dass Uli Hoeneß über Kovacs Zukunft entscheiden wird - allerdings nur, wenn es vor dem 15. November passiere. "Ich glaube, Karl-Heinz Rummenigge wird Uli das vor dem 15. November nicht antun, dass er sagt: 'Ich möchte, dass wir den Trainer entlassen'".

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