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SPORT1-Experte Reinhold Beckmann kritisiert im Doppelpass Dortmunds Trainer Lucien Favre. Lobende Worte findet er hingegen für die andere Borussia.

SPORT1-Experte Reinhold Beckmann hat Borussia Dortmunds Trainer Lucien Favre im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 kritisiert. Favre, so Beckmanns Ansicht, überlade die Spieler mit taktischen Vorgaben.

"Die Mannschaft geht manchmal übercoacht ins Spiel. Sie haben manchmal einen Rucksack auf", sagte Beckmann, nahm aber auch die gestandenen Spieler in die Pflicht: "Ich frage mich aber auch im Kader selbst, wo sind die Figuren wie bei Bayern Kimmich oder Thiago?! Die gibt es nicht, das fehlt."

Der Anblick der versteinerten Hans-Joachim Watzke (Geschäftsführer) und Matthias Sammer (externer Berater) nach dem 3:3 gegen Paderborn erinnerte Beckmann gar an die Rückkehr der UdSSR.

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Trotz der 0:4-Pleite beim FC Bayern und dem aktuellen 3:3 nach 0:3-Rückstand gegen Schlusslicht Paderborn wird der stark in der Kritik stehende Favre aber auf jeden Fall beim Champions-League-Spiel in Barcelona am Mittwoch auf der Bank sitzen.

"Gladbach macht es einfach gut"

Lobende Worte fand Beckmann trotz der jüngsten 0:2-Niederlage bei Union Berlin für Tabellenführer Borussia Mönchengladbach und dem neuen Trainer Marco Rose.

"Gladbach macht es einfach gut. Die ersten Trainingseinheiten mit Rose müssen für die Spieler quälend gewesen sein, aber jetzt ist einfach ein System zu erkennen", sagte Beckmann.

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Bei den Gladbachern werde mit viel Feingefühl agiert. "Ich bin der Meinung, dass auch die kleinen Transfers wichtig sind. Wie Gladbachs Torwarttrainer. Yann Sommer ist noch einmal um 10 oder 20 Prozent besser geworden."

Sportdirektor Max Eberl sagte als Dopa-Gast zur möglichen Meisterschaft: "Ich wache morgens auf und will es. Aber der Wettbewerb ist eben auch da."

"Gisdol ein Experte für Abstiegsfragen"

Positiv sieht Beckmann die Verpflichtung von Trainer Markus Gisdol beim 1. FC Köln. "Gisdol ist ein Experte für Abstiegsfragen. Er hat bei Hoffenheim da Großes geleistet. Das war eine große Gisdol-Aktion", sagte Beckmann, schränkte aber ein: "Was er dann mit dem HSV gemacht hat, war nicht so glücklich."

Probleme sieht Beckmann vor allem in der Kölner Führungsebene: "Alles ist dort so schwerfällig. Es ist der Klub der langen Wege. Da bleibt auch nichts im Verein, da gibt es viele die gern reden."

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