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Dirk Zingler sieht in der Ansetzung des Berlin-Derbys keine verpasste Chance
Dirk Zingler sieht in der Ansetzung des Berlin-Derbys keine verpasste Chance © Getty Images
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Union-Präsident Dirk Zingler will die Bedeutung des Fußballs auf politische Themen nicht zu hoch hängen. Mit der Ansetzung des Berlin-Derbys ist er zufrieden.

Präsident Dirk Zingler von Union Berlin hat seine Haltung zur Terminierung des Derbys gegen Hertha BSC am Samstag (Bundesliga: Union Berlin - Hertha BSC, ab 18.30 Uhr im LIVETICKER) bekräftigt. Der 9. November und 30. Jahrestag des Mauerfalls wäre für ihn weiterhin nicht der passende Rahmen gewesen.

"Ich mag diese politische Überhöhung nicht. Wir haben den Mauerfall den Menschen zu verdanken, die in der DDR so mutig waren, sich gegen das Regime aufzulehnen. Irgendwelchen Fußball-Klubs oder Fußball-Aktivitäten in Ost und West haben wir den Mauerfall jedenfalls nicht zu verdanken", sagte Zingler im Welt-Interview

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Der 9. November habe für ihn nichts mit Fußball zu tun. "Wir tun als Fußball-Klubs gut daran, nicht zu glauben, ständig politisch in Erscheinung treten zu müssen", sagte Zingler. Der 55-Jährige hatte seine Abneigung gegen den Termin schon nach dem Aufstieg zum Ausdruck gebracht und das Duell mit den Blau-Weißen zum "Fußball-Klassenkampf in der Stadt" erklärt. Zingler sprach damals von "Rivalität" und "Abgrenzung".

Zingler will Union unter den Top 20 etablieren

Am Jahrestag des Mauerfalls tritt Union beim FSV Mainz 05 an. Hertha BSC empfängt in RB Leipzig einen Verein aus Ostdeutschland, der allerdings keine DDR-Vergangenheit besitzt. 

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Zingler peilt in Unions Bundesliga-Premierensaison den Klassenerhalt an. Mittelfristig wolle man alles daran setzen, "sich unter den besten 20 Klubs zu etablieren. Da kann zwischendurch auch mal wieder ein Abstieg kommen, aber die Top 20 beinhaltet ja auch die ersten zwei Teams in der zweiten Liga", sagte Zingler.

Wirtschaftliches Ungleichgewicht in der Bundesliga stört Zingler

In der Bundesliga stört ihn das wirtschaftliche Ungleichgewicht. "Es ist bitter, dass wir uns im Grunde genommen nicht in einem sportlichen Wettbewerb unter Gleichen befinden", sagte er: "Du spielst in einer Meisterschaft, in der du davon ausgehen kannst, dass du selbst nie Meister wirst. Für den Sport an sich ist das ein schlechter Zustand."

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Was sich die Spitzenklubs hierzulande erarbeitet hätten, sei ihr Verdienst. Aber: "Unser Ziel sollte doch sein, dass die Abstände nicht zu groß werden und es quasi wirtschaftlich festgelegt ist, wer Meister wird."

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