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München - Jürgen Klinsmann spricht über ein neues Stadion und seine großen Ziele mit Hertha BSC. Zunächst muss er aber die prekäre Situation bereinigen - und trifft auf Frankfurt.

"Wir sind hier in Berlin." - Klar, Jürgen Klinsmann wohnt als Interimstrainer von Hertha BSC natürlich in der Hauptstadt. Allerdings spielte der frühere Bundestrainer mit seiner Aussage im Interview mit DAZN auf die Erwartungshaltung der Hertha-Fans an.

Mit dem so einfachen wie weitreichenden Satz machte Klinsmann klar, dass die Ambitionen bei der Hertha groß sind. "Auf lange Sicht ist ein zehnter oder zwölfter Platz einfach nicht das, was wir uns alle in Berlin wünschen", erklärt er vor dem Duell bei Eintracht Frankfurt am Freitagabend. "Ich glaube schon, dass die Identifikation genauso sein kann oder vielleicht sogar schon so ist wie in Liverpool, Manchester oder in Barcelona." (Eintracht Frankfurt - Hertha BSC ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

Im Zentrum steht bei der langfristigen Planung vor allem eine durchaus ambitionierte Frage: "Wie schaffen wir es, dass unser Hauptstadtklub in Europa Präsenz bekommt."

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Klinsmann: "Deutscher Meister werden"

Nach der laufenden Saison will Klinsmann wieder "im Hintergrund" an diesem Ziel arbeiten. Der 55-Jährige ist überzeugt, dass "es machbar ist".

Zuvor hatte schon Investor Lars Windhorst, der Klinsmann zum Hauptstadtklub gelockt hatte, von Hertha als künftigen "Big City Club" gesprochen.

Klinsmann versuchte, den Fans die Sorgen vor dem Investor zu nehmen, der "etwas aufbauen und die Mannschaft nach Europa führen möchte. Auch mit dem Ziel, deutscher Meister zu werden", so Klinsmann: "Alles wird mit der Zeit verschmelzen, weil die Ziele eines Fans und Investors die gleichen sind. Wir wollen alle, dass es einen Schritt nach oben geht."

Berlin sehnt sich nach neuem Stadion

Zu den langfristigen Zielen gehört aber auch noch ein weiteres großes Projekt: Eine neue Arena.

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"Berlin wünscht sich ein großes Fußballstadion", meint Klinsmann. "Im weiten Rund des altehrwürdigen Olympiastadions ist es für die Fans unglaublich schwer, nah dran zu sein."

Der 108-malige Nationalspieler und frühere Bundestrainer weiß, dass sich die Spieler wünschen, die eigenen Anhänger besser wahrzunehmen: "Du willst die Fans im Ohr haben, wenn du zur Ecke gehst. Du willst sie spüren."

Erst dann kann von einem Heimvorteil die Rede sein, meint Klinsmann: "Das garantiert dir acht bis zehn Punkte im Jahr."

Auch deswegen ist er sich sicher, dass sich Berlin danach sehne, "dass da in der Zukunft etwas passiert."

Hertha braucht "kurzfristig Punkte"

Zunächst muss aber die prekäre sportliche Situation verbessert werden. Momentan steht die Hertha nur auf Rang 16, der die Relegation um einen Verbleib in der Bundesliga bedeuten würde. Ein Abstieg wäre bei den großen Ambitionen eine Katastrophe.

"Wir brauchen kurzfristig Punkte", weiß Klinsmann. Sein Team müsse nun ins "kalte Wasser springen und schwimmen."

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Im ersten Spiel unter Klinsmann, einer 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund, zeigte die Berliner schon eine deutliche Leistungssteigerung.

Im Auswärtsspiel gegen Frankfurt sollen nun auch die ersten Punkte eingefahren werden.

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