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München - In seiner SPORT1-Kolumne mahnt Marcel Reif den FC Bayern zur Ruhe - und blickt auf das Debüt von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC.

Hansi Flick hat seine erste Niederlage als Trainer des FC Bayern kassiert, zu Hause gegen Bayer Leverkusen.

Das kam überraschend - so wie es immer überraschend ist, wenn Bayern in der Bundesliga zu Hause verliert - aber es ist kein Grund zu sagen: Oje, jetzt ist das Projekt Flick gescheitert.

Die Bayern sind gut beraten, wenn sie geduldig gucken, ob das mit Flick auch langfristig Sinn ergibt und passt. Das lässt sich nicht anhand von ein paar Spielen beurteilen.

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Flick bringt beim FC Bayern Ruhe rein

Die entscheidende Frage ist: Lassen sich die Bayern in dieser Frage treiben oder beurteilen sie die Situation in aller Ruhe? Ich bleibe dabei: Flick bringt diese Ruhe erstmal rein, das hilft den Bossen enorm.

Wenn sie merken, dass es mit Flick passt: Warum sollte er dann nicht Dauerlösung werden? Und wenn sie merken, dass es doch nicht passt, es muss doch eine große Lösung her - dann muss es auch eine Lösung sein, die zu dem Klub passt, ein großer Name allein reicht nicht.

Und was auch nicht zu vergessen ist: Bayern muss auch schauen, wie viele große Trainer wirklich gerade unterm Weihnachtsbaum sitzen und ungeduldig darauf warten, dass ein Anruf von den Bayern kommt.

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Jürgen Klinsmann braucht noch zwei bis drei Transfers

Jürgen Klinsmann, der bei Bayern einst bekanntlich weniger Glück hatte, ist nun bis zum Saisonende Trainer bei Hertha BSC. Das Premierenspiel hat er mit 1:2 gegen Borussia Dortmund verloren - und es war deutlich zu sehen, wie viel Arbeit auf ihn wartet.

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Wenn du dir das gestern angeschaut hast: In der Besetzung werden sie die Champions League erstmal nicht rocken, höflich ausgedrückt. Wie lange das gedauert hat, bis sie gegen zehn Mann mal eine Chance hatten... Das lief wirklich sehr schleppend.

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Hertha wird noch zwei bis drei größere Transfers vollziehen müssen, um auf ein anderes Level zu kommen. Generell muss alles Schritt für Schritt gehen, das Projekt steht noch ganz am Anfang.

Hertha BSC: Investor Windhorst hat den richtigen Ansatz

Investor Lars Windhorst hat das Geld investiert, Klinsmann als Mann seines Vertrauens installiert - nun muss man sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

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Prinzipiell hat Windhorst den richtigen Ansatz: Er ist ein Wirtschaftsmann, und es spricht für ihn, dass er da nicht hingeht und erzählt, dass er schon als Kind in Hertha-Bettwäsche geschlafen hätte.

Er macht es nicht mit dem Herzen, sondern mit wirtschaftlichem Sachverstand. Dafür musst du dir die richtigen Leute holen, und Klinsmann ist sicher eine Figur, mit der es in eine gewisse Richtung geht, im besten Fall die richtige.

Es wäre naiv zu glauben, dass sich das Gefüge im Klub durch Windhorst nicht verändert, dass er 200 Millionen in den Klub steckt und sagt: Kinder, macht, was ihr wollt. Er wird seine Ideen haben und die Leute, die sie umsetzen sollen.

Es wäre ja schlimm, wenn er keine Idee hätte und das schöne Geld in die Grütze gehen lässt.

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