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München - Neven Subotic führt Union Berlin zum Sieg gegen Augsburg. Der Serbe erzielt das erste Mal seit langer Zeit wieder ein Bundesliga-Tor - und antwortet den Kritikern.

Neven Subotic dürfte so etwas wie Genugtuung verspürt haben.

Der 31-Jährige war der gefeierte Mann bei Union Berlin. Sein Tor nach einem Eckstoß leitete den so wichtigen Sieg der Berliner gegen den FC Augsburg ein. Sein Treffer zum 1:0 kurz nach der Pause brachte die Alte Försterei zum Explodieren, durch den 2:0-Sieg springt der Aufsteiger auf Platz elf. (Service: TABELLE der Bundesliga)

Subotic trifft erstmals seit über vier Jahren

"Ich habe einfach versucht, den Ball irgendwie über die Linie zu drücken", erklärte Subotic bei Sky grinsend seinen Treffer, der historisches Ausmaß hatte. Es war nicht nur sein erster Bundesliga-Treffer für die Eisernen, sondern auch sein erster seit 1722 Tagen. Zuletzt traf er im Dress des BVB gegen Hertha BSC.

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Subotic selbst ließ zudem seine Kritiker – und davon gab es zuletzt einige – mit der vielleicht besten Leistung im Union-Trikot verstummen.

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Die Kritik kam dabei nicht immer nur von außen. Auch Sportchef Oliver Ruhnert hatte sich zuletzt über die Führungsrolle des Innenverteidigers, der vor der Saison von AS Saint-Etienne verpflichtet wurde, geäußert. Seine Aussage: "Neven würde sich selbst so interpretieren, dass er sie einbringt. Wir hätten es lieber lautstärker und dominanter."

Doch Subotic ist nicht lautstark und dominant. Der Routinier gilt eher als introvertiert und reflektiert. Im Gegenteil zu manchen seiner Kollegen gibt es in seinem Leben nicht nur den Fußball. Der Serbe engagiert sich abseits des Platzes seit Jahren sozial, hat eine Stiftung, die für bessere Schulbildung und Trinkwasserversorgung in Äthiopien sorgt.

Erfahrung als Schlüssel im Abstiegskampf

Dass sich seine Arbeit neben dem Fußballfeld negativ auf seine Karriere ausgewirkt habe, bestritt der Deutsche Meister von 2011 und 2012 zuletzt im Interview mit dem kicker. Er sei überzeugt, dass seine Stiftungsarbeit seiner Karriere eher geholfen habe. "Auf jeden Fall hat sie ihr nicht geschadet, weil ich viel souveräner an das Ganze herangehe", sagte Subotic. 

Souverän war auch seine Leistung gegen die Augsburger. Zusammen mit Keven Schlotterbeck und Marvin Friedrich hielt Subotic die Berliner Abwehr zusammen.

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Dass Subotic überhaupt spielen würde, war dabei alles andere als selbstverständlich, in den vergangen drei Spielen saß er zweimal die kompletten 90 Minuten auf der Bank. Mit seiner starken Leistung bewarb er sich für eine Rückkehr als Stammkraft in der Innenverteidigung des Aufsteigers.

Pikant: Im nächsten Duell kommt es zum Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub BVB. (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

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