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Ein Erfolgsgarant des rasanten Aufstiegs von RB Leipzig ist auch das Scoutingsystem. Im SPORT1-Interview spricht Guido Schäfer über dessen Entwicklung.

2009 gegründet, steht RB Leipzig knapp zehn Jahre und vier Aufstiege später an der Tabellenspitze der Bundesliga und ist mit vier Punkten Vorsprung auf den FC Bayern erster Anwärter auf die Meisterschaft.

Diesen Erfolg hat der Verein insbesondere seinem ausgeklügeltem Management und seiner erfolgreich arbeitenden Scoutingabteilung zu verdanken. 

SPORT1 sprach mit Guido Schäfer, Ex-Fußballprofi und aktuell Chefreporter bei der Leipziger Volkszeitung, über den Aufbau und die Entwicklung des Leipziger Scoutingbereichs sowie die besondere Franzosen-Connection bei RB.

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Ralf Rangnick: treibende Kraft und Revolutionär 

Wie so häufig in der Entwicklung des Klubs war Ralf Rangnick, von 2012 bis 2019 als Sportdirektor und Cheftrainer bei RB, die treibende Kraft beim Ausbau der Scouting-Abteilung.

"Das wurde damals von Ralf Rangnick ins Leben gerufen. In Leipzig hatte es so etwas wie eine Scouting-Abteilung überhaupt nicht gegeben, bevor er 2012 dorthin kam", so Schäfer, der vielsagend ergänzt: "Ralf hat das ganze System auf Links gedreht und jede Menge Leute ausgetauscht, viele junge, dynamische Spieler und Trainer geholt. Da hat er das Scouting erst nach und nach installiert, sein Netzwerk hatte er ja schon."

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Poulsen und Forsberg frühzeitig geholt

Im Laufe der Jahre war Rangnick in zahlreiche Transfers involviert, holte unter anderem die heutigen Bundesligastars Yussuf Poulsen und Emil Forsberg bereits in den Jahren 2013 und 2015. Die investierten Summen haben sich in diesen Fällen also mehr als ausgezahlt. 

Um seine Arbeit zu beurteilen, richtete sich der gebürtige Schwabe an einem bestimmten Wert. "Ralf sagt: 'Alles was bei den funktionierenden Transfers über eine Quote von 50 Prozent ist, ist gut.' Er hat es mal ausgerechnet und irgendwas von 100 Millionen gesagt, die er in all den Jahren ausgegeben hat. Und dass der Wert jetzt bei über einer halben Milliarde liegt. Er liegt also gut im Soll", bilanziert Schäfer Rangnicks Arbeit.

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Houlliers Kontakte helfen auf dem französischen Markt

Dass RB Leipzig in den vergangenen Jahren auch häufig in Frankreich zugeschlagen konnte (Upamecano, Konaté, Mukiele etc.), hat der Klub auch dem französischen Global Sports Diretor der Red Bull GmbH, Gérard Houllier, zu verdanken.

Der 72-Jährige trainierte bereits die französische Nationalmannschaft, den FC Liverpool, oder auch Olympique Lyon.

"Viel geholfen hat dabei Gérard Houllier, der damals (seit 2012, Anm. d. Red.) schon mit an Bord war und sehr gute Kontakte vor allem nach Frankreich hatte. Diese guten Verbindungen dahin gibt es bis heute", so Schäfer angesprochen auf die Gründe für die ausgeprägte Frankreich-Connection beim Tabellenführer. 

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