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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge schwärmt in höchsten Tönen von Manuel Neuer. Aber auch dessen potenzieller Nachfolger kommt gut weg.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat Torhüter Manuel Neuer für seine Leistungen in den letzten Jahren geadelt.

"Ich habe ja alle erlebt: Sepp Maier, Oliver Kahn – und jetzt Manu. Ich habe größten Respekt vor Sepp und Oli, die waren absolute Weltklasse", sagte der 64-Jährige dem Münchner Merkur und der tz: "Aber was Manuel geleistet hat, war noch mal etwas anderes: Er hat das Torwartspiel auf ein neues Niveau gehoben. Manu ist der beste Torhüter, den die Welt je hatte."

Trotz der Verpflichtung von Toptalent Alexander Nübel (Schalke 04) will Rummenigge den 2021 auslaufenden Vertrag mit dem 33-jährigen Neuer verlängern: "Wir wissen, was wir an ihm haben. Darüber müssen wir keine Diskussion führen. Ich bitte da aber um Verständnis, dass wir erst mal Gespräche mit Spieler und Berater führen müssen."

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Wie SPORT1 weiß, hängt Neuers Vertragsverlängerung bis 2023 maßgeblich davon ab, wer in der nächsten Saison und womöglich darüber hinaus Trainer ist. 

Rummenigge lobt Salihamidzic wegen Nübel

Die öffentliche Aufregung um die Verpflichtung von Nübel kann Rummenigge teilweise sogar verstehen: "Uns war klar, dass die Öffentlichkeit da ein sensibles Thema draus macht. Aber mal ehrlich: Wir wären ja im falschen Film, wenn wir einen Spieler, der als der beste Nachwuchstorhüter gehandelt wird, der ablösefrei auf dem Markt ist, nicht holen wollen würden. Das hat Hasan sehr gut und richtig gemacht."

Seit Anfang Januar arbeitet Rummenigge in Oliver Kahn seinen designierten Nachfolger beim Rekordmeister ein. Nach den ersten Wochen hat er für den früheren Torhüter nur lobende Worte parat.

"Die menschliche Entwicklung bei ihm finde ich nicht nur bemerkenswert, sondern auch wohltuend. Es ist eine neue Sichtweise, die er mit einbringt, und die finde ich gut. Er wird am Ende des Tages einen Mehrwert für den FC Bayern darstellen, ohne Frage", sagte Rummenigge über Kahn.

Kahn wirkte bei Odriozola-Transfer mit

Zudem verriet der FCB-Boss, dass der ehemalige Keeper bereits beim Transfer von Álvaro Odriozola involviert gewesen sei.

"Natürlich, da war er dabei und hat auch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet. Er hat sich den Spieler - das ist heutzutage durch die digitale Welt ja möglich - angeschaut und sich mit ihm detailliert auseinandergesetzt", erklärte Rummenigge: "Oli war absolut dafür, dass wir den Spieler verpflichten. Wir wollten dem Trainer damit in der Defensive eine Option mehr geben."

Rummenigge: Dürfen uns nicht vom BVB beeinflussen lassen

Grundsätzlich sei Rummenigge aber "froh, wenn der Transfermarkt wieder schließt". "Er wird ja immer mit einer gewissen Hektik begleitet. Aber wir sind gut beraten, wenn wir in der Zukunft ein Stück weit mehr Nachhaltigkeit in den Transfermarkt reinbringen", sagte der Ex-Nationalspieler. 

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"Nachhaltigkeit ist aktuell ja ein großes Thema in unserer Welt, und gerade am Transfermarkt darf man sich nicht davon leiten lassen, wen jetzt Dortmund oder Leipzig geholt hat. Wir müssen eine Kaderplanung machen, die exklusiv die FC-Bayern-Philosophie widerspiegelt", machte Rummenigge deutlich:

"Diese darf nicht nur sechs oder zwölf Monate Bestand haben, sondern muss auf Kontinuität angelegt sein. Wir haben andere Voraussetzungen beim FC Bayern als unsere europäische Konkurrenz. Wir haben keinen Amerikaner, Russen oder Araber, der uns am Ende des Jahres unsere Rechnung bezahlt. Wir müssen unser Geld selber verdienen."

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