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Düsseldorf - In einer Kabarett-Show verrät Friedhelm Funkel Details zu seiner Entlassung. Bei einigen Aussagen der Fortuna-Verantwortlichen hat der Ex-Trainer Zweifel am Wahrheitsgehalt.

Friedhelm Funkel hat sich nach seiner Entlassung bei Fortuna Düsseldorf erneut zu Wort gemeldet.

Nur wenige Stunden, nachdem der Verein die Trennung bekannt gegeben hatte, war der Fußballlehrer zu Gast in der Kabarett-Show "Vollpfosten Reloaded" von Sven Pistor im Düsseldorfer Savoy-Theater, wo seine Entlassung natürlich Thema Nummer eins war.

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Funkel: "Es ist Wahnsinn"

Kurios: 24 Stunden vor dem TV-Auftritt war Funkel an gleicher Ort und Stelle zum zweiten Mal in Folge zu Düsseldorfs Trainer des Jahres ausgezeichnet worden:

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"Es ist Wahnsinn, ich bin gestern Abend noch zusammen mit vielen aktiven und ehemaligen Sportlern aus dem Fußball, Hockey und Eishockey hier gewesen und geehrt worden. Um ganz ehrlich zu sein, habe ich gestern Abend keinen Gedanken daran verschwendet, dass ich heute hier kein Trainer mehr von Fortuna Düsseldorf bin", sagte Funkel.

Das einzige, das ihn hat zweifeln lassen: "Niemand vom Vorstand der Fortuna war anwesend. Das ist eigentlich nicht üblich, denn man sollte den Verein bei einer Ehrung ja repräsentieren, aber es war keiner da."

Funkel ging nicht ans Telefon

Auf die Frage, wie er letztendlich vom Rauswurf erfahren hat, antwortete Funkel: "Lutz [Pfannenstiel] hat mich auf dem Weg zum Training angerufen und wenn man eins und eins zusammenzählen kann, nachdem gestern Abend keiner hier war, habe ich mir das dann schon denken können. Dann bin ich nicht dran gegangen."

Obwohl er erst wenige Stunden zuvor entlassen worden war, war Funkel bereits wieder zu Scherzen aufgelegt: "Die Freisprechanlage hatte ich nicht an und von daher durfte ich nicht drangehen, ich will ja keine Punkte in Flensburg – ich hätte aber gerne ein paar Punkte mehr in der Tabelle gehabt." Die Fortuna belegt nach 19 Saisonspielen Platz 18 in der Bundesliga, der Abstieg droht.

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Funkel wirft Fortuna Lügen vor

Am Trainingsgelände angekommen, stattete Funkel vor dem obligatorischen Gang in die Kabine dem Vorstand einen Besuch ab: "Da hat er mir gesagt, dass man neue Impulse setzen will und ein neuer Trainer am Nachmittag da sein wird. Da habe ich mir dann auch gedacht, das ging ja fix, zumindest nachdem man mir gesagt hatte, dass erst am Montag über einen neuen Trainer nachgedacht worden war, also vorgestern. Heute war der neue Trainer schon da. Kann man glauben, muss man aber nicht", erklärte Funkel.

Was seine Zweifel weiter stützt, sei der öffentliche Versprecher seines Nachfolgers: "Ich verfolge aufmerksam die Medien, da hat man dann auch Uwe [Rösler] interviewt, der gefragt wurde, wann der erste Kontakt aufgenommen wurde, und dann hat er gesagt 'Ja Freitagabend äh Montag'".

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