SPORT1 News App

Immer top-aktuelle Sport Nachrichten!

Anzeige

Munas Dabbur: Hoffenheim-Transfer kann Bundesliga verblüffen

Dabbur kann die Liga verblüffen

Lesedauer: 5 Minuten

Munas Dabbur wechselt als Rekordeinkauf nach Hoffenheim. Sein Nationalcoach erklärt SPORT1, warum die Bundesliga sich auf einen Ausnahmespieler freuen kann.

Er war der Vorgänger von Erling Haaland, dem großen Transfer-Coup von Borussia Dortmund. Nun hat er dasselbe vor wie sein Nachfolger: in der Bundesliga durchzustarten.

Munas Dabbur, mehrere Jahre lang Leistungsträger bei Red Bull Salzburg, wechselt vom FC Sevilla zur TSG Hoffenheim, die Sinsheimer sollen dafür die klubinterne Rekordablöse von 12 Millionen Euro bezahlt haben. Ein Deal, über den sich auch Bundesliga-Legende Andreas Herzog freut, Dabburs Trainer in der israelischen Nationalmannschaft.

Anzeige

"Er wird in Hoffenheim sehr gut reinpassen", sagt der frühere Mittelfeldregisseur von Werder Bremen und dem FC Bayern München im Gespräch mit SPORT1.

Das Transferfenster ist in den internationalen Top-Ligen wieder geschlossen. Doch schon jetzt ranken sich die nächsten Gerüchte um neue Spielerverpflichtungen. SPORT1 fasst die Wechselgerüchte der Bundesliga und im internationalen Fußball zusammen © SPORT1-Montage: Getty Images/iStock
BORUSSIA DORTMUND: Jadon Sancho ist in überragender Form und schon länger im Fokus internationaler Top-Clubs wie Barcelona, Real Madrid oder dem FC Liverpool. In der laufenden Saison kommt der 19-jährige auf 13 Tore und 14 Vorlagen. Das der junge Brite über den Sommer beim BVB bleibt, ist schwer vorstellbar. Für Sebastian Kehl, Dortmunds Leiter der Lizenzspielerabteilung, ist ein Wechsel Sanchos aber noch keine beschlossene Sache © Getty Images
"Bei Jadon gibt es keinen neuen Stand, deswegen gehen wir relativ entspannt in die nächsten Wochen. Viele Dinge werden von außen reingetragen, aber es ist nichts auf dem Tisch", sagte Kehl bei "Sky". Wir freuen uns über Jadon, der in der Rückrunde nochmal einen richtigen Schritt gemacht hat, unglaublich viele Tore erzielt, unglaublich viele Assists. Er ist in bestechender Form ist. Wir genießen es, er hat einen langfristigen Vertrag. Warum sollen wir uns Gedanken machen?“, gibt sich der Ex-Profi entspannt © Getty Images
FC BAYERN: Robert Lewandowski wäre 2012 beinahe bei Manchester United gelandet. Der langjährige Bayern-Stürmer, der zu dieser Zeit noch für den BVB auf Torejagd ging, spricht im englischen "Guardian" über seinen damaligen Wunsch, zu den Red Devils zu wechseln © Getty Images
"Ich habe nach zwei Jahren in Dortmund mit Alex Ferguson gesprochen, damals habe ich wirklich über einen Wechsel zu Manchester United nachgedacht. Vor allem wegen Ferguson." Borussia Dortmund habe aber ein Veto eingelegt und ihn nicht ziehen lassen © Getty Images
"Wenn man einen Anruf von Ferguson erhält, ist das für einen jungen Spieler etwas Erstaunliches. Das war ein besonderer Tag für mich", sagt "Lewy". Bekanntlich blieb der polnische Stürmer noch bis 2014 bei den Schwarzgelben und wechselte anschließend zum FC Bayern © Getty Images
RB LEIPZIG: Die Sachsen arbeiten offenbar bereits an einer Zukunft ohne Timo Werner. Wie der englische "Mirror" berichtet, ist der Tabellenzweite an Jonathan David interessiert. Der 20-Jährige spielt in Belgien für KAA Gent und erzielte in 36 Pflichtspielen bislang 19 Tore und zehn Assists © Getty Images
Auch für sein Heimatland Kanada hat der Offensivmann, der auch im Mittelfeld zum Einsatz kommen kann, eine fantastische Quote: Elf Tore in zwölf Länderspielen. Werner könnte im Sommer dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von angeblich 60 Millionen Euro gehen, der FC Liverpool gilt als interessiert © Getty Images
An David ist allerdings nicht nur Leipzig interessiert: Auch der FC Arsenal, Leicester City, Everton, SSC Neapel, Lazio Rom und Olympique Lyon verfolgen den Werdegang des Supertalents genau © Getty Images
FC BARCELONA: Die Katalanen haben auf die Verletzung von Ousmane Dembélé reagiert und Martin Braithwaite von CD Leganés verpflichtet. Der 28-Jährige erhält einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2024, der eine Ausstiegsklausel über 300 Millionen Euro beinhaltet © Getty Images
Die Ablöse für den dänischen Mittelstürmer beträgt nach offiziellen Angaben des spanischen Meisters 18 Millionen Euro. Barça macht von der verankerten Ausstiegsklausel im ursprünglich bis 2023 laufenden Vertrag bei Leganés Gebrauch © Getty Images
Braithwaite war nach halbjähriger Leihe erst im Sommer 2019 fest für 5 Millionen Euro vom FC Middlesbrough zu den Pepineros gewechselt. In der laufenden Spielzeit markierte der Angreifer acht Tore in 27 Pflichtspielen für den Abstiegskandidaten © Getty Images
FC LIVERPOOL: Die Reds wollen ihrem Mittelfeldakteur Adam Lallana (links) wohl kein Angebot zur Verlängerung seines auslaufenden Vertrags vorlegen. Damit wäre der 31-Jährige im Sommer zum Nulltarif zu haben © Getty Images
Laut "Sky Sports" versucht Leicester City nun anderen Interessenten im Werben um den Offensivmann zuvorzukommen. Demnach gab es bereits eine erste Annäherung der Foxes zum Beraterteam des 34-maligen englischen Nationalspielers © Getty Images
In Liverpool kam Lallana seit der Saison 2017/18 auch verletzungsbedingt nicht mehr über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus. In der aktuellen Spielzeit sammelte er in der Premier League in 13 Einsätzen gerade einmal 338 Spielminuten © Getty Images
RB LEIPZIG: Wohin führt der Weg von Dayot Upamecano? Laut "France Football" soll der FC Bayern großes Interesse an dem Innenverteidiger haben, nach SPORT1-Informationen stimmt dies. Nun äußert sich der Franzose zu seiner Zukunft © Getty Images
"Ich werde mich jetzt auf RB Leipzig fokussieren und danach darauf, was ich im Anschluss mache. Es gibt einige Klubs, die mich mögen. Ich werde mit meinem Berater und meinen Eltern am Ende der Saison darüber reden. Wir werden die richtige Entscheidung treffen", sagte der Innenverteidiger vor Leipzigs Spiel gegen Tottenham Hotspur © Getty Images
Der Vertrag des 21-Jährigen läuft 2021 aus, dank einer Ausstiegsklausel kann er für 60 Millionen Euro wechseln. Neben Bayern sollen auch der FC Arsenal, Tottenham und der FC Barcelona an Upamecano interessiert sein © Getty Images
RB LEIPZIG: Nachdem Liverpool bereits Interesse an Timo Werner hinterlegt haben soll, hat sich nun Trainer Julian Nagelsmann dazu geäußert. "Für Timo Werner ist es in Liverpool schwieriger zu spielen als in Leipzig. Den Status, den er hier hat, wird er dort in den ersten Jahren nicht bekommen. Das sage ich ihm auch so", sagte Nagelsmann der "SportBild" © Getty Images
Nagelsmann will um einen Verbleib Werners kämpfen: "Wir lassen niemanden wehrlos weggehen, der uns hilft." Werner hatte in Leipzig nach langem Zögern seinen Vertrag im vergangenen Sommer bis 2023 verlängert, doch der neue Kontrakt beinhaltet eine Ausstiegsklausel. Ob die jedoch schon nach dieser Saison greift, ist bislang nicht bekannt. © Getty Images
Aber nicht nur Werner weckt Begehrlichkeiten namhafter Vereine. Zu möglichen Wechselkandidaten im Sommer zählen auch Lukas Klostermann und Dayot Upamecano, doch Nagelsmann sieht sowohl bei Werner als auch bei den anderen Chancen auf einen Verbleib: "Die Jungs sehen, wie wir uns entwickeln und wie viel Potenzial wir noch haben" © Getty Images
WERDER BREMEN: Milot Rashica ist Werders begehrtester Spieler, der 23-Jährige glänzt auf der offensiven Außenbahn und steht einem Wechsel offen gegenüber. "Es gibt Interessenten und Gespräche gab es auch", erklärte Berater Altin Lala vergangene Woche. "Man muss vorbereitet sein. Vorbereitet auf alle Szenarien" © Getty Images
Wie der "Weser-Kurier" berichtet, ist im bis 2022 laufenden Vertrag eine Ausstiegsklausel verankert. Demnach kann Rashica für 38 Millionen Euro wechseln - entweder in die Premier League, Serie A, La Liga oder Ligue 1 © Getty Images
Für Bundesligaklubs gilt die Klausel nicht, hier wäre die Ablöse also frei verhandelbar. Dass Werder Rashica günstiger gehen lässt, dürfte aber ausgeschlossen sein. Als möglicher Interessent wurde zuletzt immer wieder Mal Borussia Dortmund genannt, zuletzt riet Dietmar Hamann dem FC Bayern zu Rashica © Getty Images
Bei den "Ruhr Nachrichten" äußerte sich Lala wie folgt: "Seit Milot vor zwei Jahren seine ersten Tore geschossen hat und in der Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht hat, gucken alle Top-Klubs auf seine Entwicklung. Es ist klar, dass so ein Spieler für viele Vereine der vier Top-Ligen in Europa interessant ist." Zwingend wechseln müsse Rashica - den Klassenerhalt in Bremen vorausgesetzt - im Sommer nicht © Getty Images
"Er hat ja noch einen Vertrag über den Sommer hinaus, momentan geht es für Werder Bremen um wichtigere Dinge. Milot ist voll fokussiert darauf, mit Werder die Klasse zu halten. Dafür muss er weiter Leistung bringen. Milot ist 23 Jahre alt. Man muss überlegen, ob es jetzt an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu machen." Eine Entscheidung sei erst zu erwarten, wenn Werders Zukunft entschieden sei. Rashicas Zukunft sei noch völlig offen. © Getty Images
"Zu vertraglichen Details äußere ich mich nicht. Dass Milot einen Marktwert hat, ist bekannt. Wir wissen über seinen Berater, dass einige Klubs Interesse haben", sagte Werder-Sportchef Frank Baumann auf die Klausel angesprochen. Für Bremen wären die 38 Millionen Euro ein Geldsegen. Allerdings berichtet die Zeitung, dass an der Ablöse auch Ex-Klub Vitesse Arnheim beteiligt sein soll © Getty Images
FC ARSENAL: Spielt Pierre-Emerick Aubameyang bald in Italien? Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Inter Mailand großes Interesse an einer Verpflichtung des Ex-Dortmunders. Da der 30-Jährige nur noch bis 2021 gebunden ist, könnte Arsenal im Sommer letztmals viel Geld mit einem Verkauf einnehmen © Getty Images
Wie der "kicker" berichtet, wollen die Gunners den Stürmer für nicht weniger als 80 Millionen Euro abgeben. Damit würde er zu Inters Rekordtransfer werden, bisher lag deren Ablöserekord bei 65 Millionen Euro für Romelu Lukaku (kam 2019 von Manchester United) © Getty Images
Aubameyang könnte offenbar einen Transfer anstreben, wenn Arsenal in dieser Saison die Champions League verpasst. Derzeit liegen die Gunners nur auf dem zehnten Platz. Aubameyang ist Kapitän und Toptorjäger (15 Tore) bei den Londonern © Getty Images
MANCHESTER CITY: Nach dem Ausschluss aus der Champions League drohen Manchester City weitreichende Folgen - vor allem hinsichtlich des Kaders. Wie die "Daily Mail" berichtet, könnten die Citizens aufgrund der Verstöße gegen das Financial Fairplay womöglich gezwungen sein, im Sommer einige Stars zu verkaufen © Getty Images
Das englische Boulevardblatt nennt in diesem Zusammenhang drei Namen: Raheem Sterling (2.v.r.), Kevin De Bruyne (r.) und Aymeric Laporte. Sterling war 2015 für rund 64 Millionen Euro vom FC Liverpool zu den Citizens gewechselt, sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2023, sein momentaner Marktwert liegt laut "transfermarkt.de" bei 160 Millionen Euro © Getty Images
De Bruynes Marktwert liegt nur knapp darunter (150 Millionen Euro), sein Vertrag läuft ebenfalls noch bis 2023. Innenverteidiger Laporte (Marktwert: 75 Millionen Euro) ist sogar noch bis 2025 gebunden. Neben der zweijährigen Sperre muss Manchester 30 Millionen Euro zahlen. Der Klub der deutschen Nationalspieler Leroy Sane und Ilkay Gündogan wird aber beim Internationalen Sportgerichtshof CAS Einspruch einlegen © Getty Images
Bei Sterling geht die "Daily Mail" davon aus, dass Real Madrid alles geben werde, um den Engländer zu bekommen. Die "Sun" hatte bereits von solchen Plänen berichtet, bevor die Sperre gegen City bekannt wurde © Getty Images
Nun sollen die Königlichen ihre Pläne und Bemühungen für Sterling, dessen Wert auf 180 Millionen Pfund (etwa 215 Millionen Euro) geschätzt wird, intensivieren. Der Offensivspieler steht noch drei Jahre bei City unter Vertrag © Getty Images
AC MAILAND: Was passiert mit Gianluigi Donnarumma am Saisonende? Der Milan-Keeper könnte im Sommer eine neue Herausforderung suchen, da sein Vertrag nur noch bis 2021 läuft - und es für die Rossomeri die letzte Gelegenheit wäre, eine Transfersumme zu generieren © Getty Images
"Eine Vertragsverlängerung ist nicht unmöglich", sagt sein Berater Mino Raiola zwar bei "Mediaset". Doch der berüchtigte Manager verweist auch auf die Verhandlungen vor zwei Jahren, als die Milan-Fans seinem Schützling vorwarfen, "geldgeil" zu sein. © Imago
"Ich warte immer noch auf eine Etschuldigung", sagt Raiola. Im Augenblick sieht es laut "Gazzetta dello Sport" eher so aus, als würde sich der 20-jährige Keeper nach der laufenden Saison aus Mailannd verabschieden © Getty Images
REAL MADRID: Sergio Ramos steht offenbar vor einer weiteren Vertragsverlängerung bei den Königlichen. Nach Informationen der "Marca" will der Weltklasse-Verteidiger seinen aktuellen Kontrakt, der bis 2021 läuft, um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängern © Getty Images
Ramos, der Ende März 34 Jahre alt wird, wäre somit bei Erfüllung des neuen Vertrags bereits über 37 Jahre alt - und würde in der Liste der ältesten Spieler, die für Reals Profiteam aufgelaufen sind, in die Top 6 aufsteigen © Getty Images
Den bisherigen Altersrekord hält Reals Stürmer-Legende Ferenc Puskás mit 38 Jahren und 7 Monaten. Will Ramos diesen Rekord knacken, müsste er also noch anderthalb weitere Spielzeiten dranhängen ... © Getty Images
INTER MAILAND: Auf der Suche nach einem Nachfolger für den abwanderungswilligen Lautaro Martínez sind die Mailänder offenbar auf Pierre-Emerick Aubameyang gestoßen. Das berichtet die "Gazzetta dello Sport". Martínez wird beim FC Barcelona als Nachfolger von Luis Suarez gehandelt © Getty Images
Im Winter wurde auch Aubameyang mit den Katalanen in Verbindung gebracht, doch nun gilt der Gabuner als einer der Kandidaten für Inters Stürmersuche. Dem Bericht zufolge hat Martínez eine Ausstiegsklausel in Höhe von 112 Millionen Euro, davon sollen etwa 70 Millionen für Aubameyang berappt werden © Getty Images
FC ARSENAL: Hat der FC Bayern Shootingstar Bukayo Saka ins Visier genommen? Wie die "Daily Mail" berichtet, beobachten der FC Liverpool, Manchester United und eben der deutsche Rekordmeister die aktuellen Entwicklungen im Vertragspoker des FC Arsenal mit Saka © Getty Images
Der Kontrakt des 18-Jährigen läuft nur noch bis 2021. Dazu kommt, dass Saka vergleichsweise geringe 250.000 Euro jährlich verdient. Die Gunners wollen gerne langfristig verlängern und bieten auch eine stattliche Gehaltserhöhung, die Vertragsverhandlungen scheinen derzeit aber nicht ideal zu verlaufen © Getty Images
In der aktuellen Spielzeit kommt der Engländer bereits auf 24 Premier-League-Spiele, in denen ihm beachtliche drei Tore und sechs Vorlagen gelangen. Sollte sich die Verhandlung weiter hinziehen, könnten die drei Klubs ihr Glück versuchen. Sakas Marktwert beträgt laut "transfermarkt.de" rund 13 Millionen Euro © Getty Images
SHANGHAI SIPG: Ist das China-Abenteuer von Marko Arnautovic schon wieder beendet? Wie mehrere russische Medien übereinstimmend berichten, drängt der österreichische Stürmer auf einen vorzeitigen Abschied von Shanghai SIPG © Getty Images
Nach Informationen des Onlineportals "Sport24.ru" soll es bereits Kontakt zu Lok Moskau, dem Klub des ehemaligen Schalkers Benedikt Höwedes, geben. Arnautovic braucht Spielpraxis, um bei der EM im kommenden Sommer dabei zu sein © Getty Images
FC CHELSEA: Der Wechsel von Ajax-Star Hakim Ziyech zum FC Chelsea ist nur noch Formsache.Wie die Blues am Donnerstag verkündeten, haben sich Chelsea und Ajax auf einen Transfer des 26-Jährigen im Sommer geeinigt © Mpx Images
Lediglich der Spieler müsse noch im letzten Schritt zustimmen. Im Gespräch ist demnach ein Vierjahresvertrag. Im Raum steht eine Ablösesumme von etwa von 45 Millionen Euro. Im vergangenen Sommer lag die Ausstiegsklausel noch bei 30 Millionen Euro. Danach hat Ajax den Vertrag mit Ziyech noch einmal verlängert © Getty Images
Derweil hat sich Trainer Eric ten Hag schon auf einen Abgang Ziyechs eingestellt. "Ich weiß schon sehr lange, wo Hakim hin will, er ist da sehr klar. Wenn es klappt, würde ich applaudieren, denn es ist ein fantastischer Verein. Wir müssen noch abwarten, bis es definitiv ist, aber wenn es so weit ist, freuen wir uns sehr für Hakim. Und ich bin auch sehr stolz auf ihn“, sagte er bei "Voetbal International" © Getty Images
BORUSSIA DORTMUND: Dass es Jadon Sancho zurück in die Premier League zieht, ist kein Geheimnis. Der FC Chelsea und Manchester United sollen Berichten zufolge konkretes Interesse haben und bereit sein, bis zu 140 Millionen für den Flügel-Flitzer hinzublättern. Doch sie sind nicht die einzigen... © Getty Images
Wie die Daily Mail berichtet, ist nun auch der FC Liverpool in den Poker um den Shootingstar eingestiegen und hat den BVB bereits über seinen Wunsch in Kenntnis gesetzt, Sancho im Sommer zu verpflichten. © Getty Images
Dabei setzen die Reds auf den Trumpf Jürgen Klopp. Der Ex-BVB-Trainer hat weiterhin beste Kontakte nach Dortmund. Darüber hinaus ist Sancho gut mit Alexander-Arnold, Oxlade-Chamberlain und Jordan Henderson befreundet - demnach alle Spieler des FC Liverpool © Getty Images

Der 27 Jahre alte Dabbur will bei seinem neuen Klub an seine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte anknüpfen - die zuletzt allerdings ins Stocken gekommen ist.

Tor-Garant für Marco Rose in Salzburg

Der in Nazareth, der biblischen Vaterstadt Jesu, geborene Dabbur spielt seit 2014 im europäischen Ausland. Damals war er von Maccabi Tel Aviv zu den Grasshoppers nach Zürich gewechselt, wo er in 95 Spielen in der Schweizer Super League 48 mal traf und 2016 Torschützenkönig wurde. Zwei Jahre danach zog es ihn nach Salzburg, wo er nach Anlaufschwierigkeiten (und einer kurzen Leihe zurück nach Zürich) ebenfalls zum Leistungsträger avancierte.

DAZN gratis testen und die Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Dabbur wurde dreimal österreichischer Meister, zweimal Torschützenkönig, knipste in 128 Pflichtspielen für die Salzburger 72 Mal. In der Saison 2017/18 leistete er auch entscheidenden Beitrag zum überraschenden Einzug der damals von Marco Rose trainierten Salzburger ins Halbfinale der Europa League. Unter anderem schoss Dabbur für Salzburg das erste Tor beim 4:1-Sieg gegen Lazio Rom im Viertelfinale, mit dem sein Team die 2:4-Hinspielpleite wettmachte.

"Er ist nicht nur Torjäger, sondern auch extrem spielstark", schwärmt Herzog. Dabbur sei "sehr kombinationssicher, sehr kreativ, sehr schwer auszurechnen, weil er immer wieder Ideen hat, die nicht vorhersehbar sind. Man muss dann nur auch den einen oder anderen Ballverlust akzeptieren. Aber dafür kreiert er dann auch wieder Situationen, mit denen kein Verteidiger rechnet."

Gerade auch die Arbeit mit dem inzwischen bei Borussia Mönchengladbach gelandeten Rose habe ihm zusätzlich gut getan: "Er ist durch die Red-Bull-Schule gewohnt, Angriffspressing zu spielen, ist läuferisch sehr, sehr stark, immer viel unterwegs und anspielbar."

Marco Rose war von 2017 bis 2019 Trainer von Munas Dabbur bei Red Bull Salzburg © Getty Images

Großes Pech beim FC Sevilla

Im Sommer zog es Dabbur zum FC Sevilla nach Spanien, der Deal erwies sich jedoch als Missverständnis: Regelmäßige Spielzeit bekam Dabbur beim spanischen Tabellenvierten nur in Pokal und Europa League, wo sein Klub mit Qarabag Agdam, APOEL Nikosia und F91 Düdelingen (Aserbaidschan, Zypern, Luxemburg) eine leichte Gruppe erwischt hatte.

Dabburs Pech: Die sportliche Führung Sevillas, die ihn verpflichtet hatte, war nicht mehr da, als er dort ankam. Trainer Pablo Machin wurde im Frühjahr 2019 wegen Erfolglosigkeit entlassen, auch der an Leukämie erkrankte Sportdirektor und Interimscoach Joaquin Caparros wurde von seinen Aufgaben entbunden.

Der frühere Real-Madrid-Coach Julen Lopetegui, der im Sommer übernahm, ließ Dabbur links liegen und setzte auf seine eigenen Einkäufe. Als Mittelstürmer spielte meist der frühere Gladbach-Flop Luuk de Jong, den Sevilla noch vom PSV Eindhoven losgeeist hatte.

Jetzt das aktuelle Trikot der TSG Hoffenheim bestellen - hier geht's zum Shop! | ANZEIGE

"Das war für ihn schwierig, er war direkt auf dem Abstellgleis", sagt Herzog: "Aber obwohl er wenig Spielpraxis hatte, hat er in der Nationalmannschaft immer sehr gut gespielt." Dabburs Marktwert ist durch das missratene Halbjahr in Spanien gesunken, im Sommer hatte ihn sich Sevilla noch 17 Millionen Euro kosten lassen.

Munas Dabbur verlor früh seinen Vater

Herzog ist sicher, dass Dabbur gefestigt genug ist, dass ihn der Rückschlag nicht aus der Bahn werfen wird. Man muss auch wissen, dass Dabbur in seinem Leben auch schon viel schlimmere Dinge widerfahren sind als ein verlorener Kampf um einen Stammplatz.

Als Jugendlicher verlor Dabbur seinen Vater, der 2009 bei einem Autounfall ums Leben kam. Einen prägenden Einfluss auf sein Leben hatte auch sein ethnischer Hintergrund: Als arabischstämmiger und muslimischer Israeli hat Dabbur in seinem Heimatland - dessen konfliktreiche Beziehung mit der arabischen Welt auch im Alltag tiefe Spuren hinterlassen hat - nach eigenen Angaben viel Diskriminierung erlebt. Näher ausführen wollte er das heikle Thema in der Öffentlichkeit aber nie.

Weil Dabbur es geschafft hat, sich nach oben zu kämpfen, gilt er inzwischen als Vorbild und Identifikationsfigur. "Er hat in Israel jetzt einen sehr guten Stelllenwert und hat sich das auch verdient", sagt Herzog: "Er ist der israelische Spieler, der international am meisten auf sich aufmerksam gemacht hat."

Anzeige

Nun rechnet der Coach fest damit, dass er auch in der Bundesliga den Durchbruch schaffen wird: "Ich denke nicht, dass er Anpassungsschwierigkeiten hat, er hat sich auf internationalem Niveau bewiesen. In Hoffenheim wissen sie, was sie an ihm haben werden."