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Jörg Schmadtke (r.) ist Geschäftsführer des VfL Wolfsburg
Jörg Schmadtke (r.) ist Geschäftsführer des VfL Wolfsburg © Getty Images
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Wolfsburg - Wolfsburgs Geschäftsführer vergleicht die aktuellen Verdienstmöglichkeiten der Profis mit denen zu seiner Zeit. Damals habe man nach der Karriere noch nicht ausgesorgt.

Für Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom VfL Wolfsburg führt das viele Geld im Fußball zu neuen Herausforderungen im Umgang mit den Profis.

In dem Business habe man "oftmals mit sehr jungen, sehr reichen Menschen zu tun, die noch in der Findung ihrer Persönlichkeit sind und überlegen, wohin ihr Lebensweg geht", sagte er den Wolfsburger Nachrichten: "Denen muss man hin und wieder sagen: Pass auf, ganz ohne Fleiß und Schweiß geht es nicht."

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Schmadtke: "Spieler brauchen Leitplanken"

Die Spieler bräuchten heute "Orientierung und ein paar Leitplanken, um sich weiterentwickeln zu können. Früher war das anders", sagte Schmadtke weiter: "Da war man getriebener von dem Aufstieg in die nächst höhere gesellschaftliche Schicht." Heute gehe dies sehr schnell und viele Akteure hätten nach der Karriere ausgesorgt, fügte der frühere Torwart an: "Auch das war anders, als ich noch gespielt habe. Da konnte man oft maximal eine Grundlage schaffen, um das Leben danach zu gestalten." 

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Es gelte, Spielern "ein Grundbewusstsein für seine besondere Situation" zu vermitteln. Es gebe aber auch Profis, die "Orientierungshilfen schaffen. Hier ist es zum Beispiel Josuha Guilavogui", sagte Schmadtke. Der Kapitän der Wölfe engagiere sich vorbildlich für ein Waisenhaus in seiner Heimat Guinea. "Das zeigt, dass Spieler mit ihren finanziellen Möglichkeiten etwas Großes schaffen können und nicht nur darüber nachdenken, dass das Auto noch ein bisschen größer, schneller und luxuriöser sein muss", Schmadtke.

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