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DFB-Präsident Fritz Keller reagiert mit Entsetzen auf den Banner-Eklat beim Spiel in Gladbach. Keller verrät, was denkbar gewesen wäre - und macht eine Forderung.

Nach dem Banner-Eklat beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und der TSG Hoffenheim hat sich nun DFB-Präsident Fritz Keller geäußert.

"Das mit diesem Fadenkreuz ist meines Erachtens eine versteckte Morddrohung. Das geht auf keinen Fall. Wenn wir das sehen und den Vorfall in Hanau - wissen wir, dass in unserer Gesellschaft etwas nicht stimmt", sagte Keller der Bild.

Einige Borussia-Ultras hatte mit verunglimpfenden Bannern gegen TSG-Mäzen Dietmar Hopp (79) zu Beginn der zweiten Halbzeit für Missstimmung und eine kurze Spielunterbrechung gesorgt. Schiedsrichter Felix Brych pfiff die Partie erst wieder an, nachdem die Transparente entfernt worden waren.

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Keller: "Abbruch wäre denkbar gewesen"

Weiter erklärt Keller, der Schiedsrichter Brych ausdrücklich lobte, dass die Fortsetzung des Spiels wirklich in Gefahr gewesen war.

"Es gibt einen Drei-Stufen-Plan. Das Positive ist, dass selbst Ultra-Szenen aufgefordert haben, das Plakat einzurollen. Wenn die Plakate nicht eingerollt werden und das Vermummungsverbot nicht aufgehoben worden wäre, wäre auch ein Abbruch denkbar gewesen", sagte Keller.

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Die Polizei hat seiner Meinung nach jedenfalls richtig gehandelt: "Einen Polizeieinsatz halte ich für eine absolute Katastrophe. Gladbach hat richtig gehandelt, Brych hat richtig gehandelt. Und jetzt müssen wir hoffen, dass die Gerichtsbarkeit die richtige Entscheidung trifft."

Keller fordert stärkere Kontrollen

Der 62-Jährige fordert, dass die Kontrollen des Klubs "stärker sein müssen", der Stehplätze nicht als Ursache für die Probleme hält und eine Abschaffung derer deshalb ablehnt.

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