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Mainz - Der FC Bayern verdrängt RB Leipzig vorerst von der Tabellenspitze. Beim FSV Mainz 05 reicht Robert Lewandowski und Co. eine starke erste Halbzeit.

Kaum war der Pflichtsieg in trockenen Tüchern, hatten die Fans des FC Bayern München schon das große Duell im Titelkampf im Sinn.

"Deutscher Meister wird nur der FCB", schallte es den Bayern-Profis nach dem 3:1 (3:1) beim abstiegsbedrohten FSV Mainz 05 entgegen - ein klarer Arbeitsauftrag für das Spitzenspiel am kommenden Wochenende gegen RB Leipzig.

"Die sechs Siege in Folge geben uns sehr viel Selbstvertrauen, das wollen wir mitnehmen", sagte Bayerns Verteidiger David Alaba, und dieses Selbstvertrauen formulierte der Österreicher dann auch sehr klar: "Wenn wir unsere Spielweise beibehalten, sind wir ganz schwer aufzuhalten. Ich denke schon, dass wir gegen Leipzig der Favorit sind, wir wollen auch da unser Spiel durchziehen." (Bundesliga-Tabelle)

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"Haben ein bisschen zu wenig gemacht"

Gegen Mainz legten die Bayern einen beeindruckenden Start hin: Robert Lewandowski (8.), Thomas Müller (14.) und Thiago (26.) trafen für die Münchner, die nunmehr 11 von 13 Pflichtspielen unter Trainer Hansi Flick gewonnen haben. Es war der achte Dreier der Bayern in Mainz in Folge, 58 Tore nach 20 Spieltagen bedeuten zudem einen neuen FCB-Klubrekord.

"In den ersten 30 Minuten war ich begeistert von meiner Mannschaft. Danach haben wir ein bisschen zu wenig gemacht. Letztendlich haben wir die zweite Hälfte aber trotzdem runtergespielt, und ich bin zufrieden", sagte Flick.

Die Rheinhessen stecken dagegen nach der vierten Pleite in Folge tief in der Krise - daran änderte auch das Tor von Jeremiah St. Juste (45.) und eine ordentliche Leistung nach der Pause nichts.

"Ab etwa zehn Minuten vor der Pause war es ein ganz anderes Spiel. Wir haben kaum noch Chancen zugelassen. So hätten wir von Beginn an spielen müssen", sagte St. Juste anschließend.

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Gnabry und Coutinho auf der Bank

Schon vor dem Anpfiff wurde klar, dass Flick auf eine sportliche Sanktion für Nationalspieler Leon Goretzka und Rio-Weltmeister Jerome Boateng verzichtet hatte. Beide Profis standen trotz ihrer Auseinandersetzung unter der Woche im Training in der Startelf. Das galt nicht für Neuzugang Alvaro Odriozola, Philippe Coutinho und Serge Gnabry - sie saßen nur auf der Reservebank.

Die 33.305 Zuschauer in der ausverkauften Mainzer Arena erlebten den erwarteten Beginn. Die Bayern bestimmten das Geschehen.

Der völlig freistehende Lewandowski brachte die Bayern nach einer Flanke des französischen Weltmeisters Benjamin Pavard per Kopf in Führung. Es war das 22. Saisontor des polnischen Starstürmers, der zum 150. Mal für die Münchner in der Bundesliga traf. Müller baute den Vorsprung gegen die überforderten Mainzer aus und sammelte weitere Argumente für eine von zahlreichen Experten geforderte Rückkehr in die Nationalmannschaft.

Mainzer Kunde sorgt für Handschlag-Eklat

Nach dem zweiten Tor schalteten die Bayern einen Gang zurück. Das hätte der FSV fast zum Anschlusstreffer genutzt. Leandro Barreiro traf aber nur den Pfosten (22.).

Die Münchner verstanden und zogen das Tempo umgehend wieder an. Thiago schloss eine tolles Solo gekonnt ab.

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FSV-Trainer Achim Beierlorzer reagierte in der 33. Minute mit der Auswechslung von Pierre Kunde Malong. Der defensive Mittelfeldspieler ließ keinen Zweifel daran, was er von dieser Maßnahme hielt - er verweigerte seinem Coach den Handschlag. Trotz des Seitenlinien-Zoffs brachte Verteidiger St. Juste die Gastgeber kurz vor der Pause per Kopf nach einer Ecke auf die Anzeigetafel.

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