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Mindestens sechs Spiele muss der FC Bayern ohne Robert Lewandowski auskommen. Das hat auch Einfluss auf die Trainerfrage bei den Münchnern.

Auf den Luxus-Kugelschreiber hätte Hansi Flick in London wohl getrost verzichtet, hätte er dafür einen fitten Robert Lewandowski mit nach München nehmen können.

Mit im Gepäck waren aber noch immer die vielsagenden und wertschätzenden Worte von Karl-Heinz Rummenigge in Richtung Flick, dass man mit Stiften beim FC Bayern "manchmal auch Papiere" unterschreibe.

Als der Bayern-Boss dies aussprach, stand allerdings noch nicht fest, dass Torjäger Lewandowski mindestens sechs wegweisende Spiele verpassen wird.

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Lewandowski-Schock beeinflusst Flicks Zukunft 

Auch deshalb wird es in der Trainer-Entscheidung keinen Schnellschuss geben. Zumal Flick selbst nicht an einer überstürzten Lösung interessiert sein soll. 

Die Verletzung von Lewandowski stellt nun vieles auf den Prüfstein, was vor diesem stets gefürchteten Szenario im Grunde nie geprüft werden konnte - und wird Antworten auf wichtige Fragen liefern. 

  • Wie abhängig ist man vom 39-Tore-Stürmer wirklich?
  • Rächt es sich, dass man keinen Backup verpflichtet hat?
  • Greifen die Lösungsansätze von Flick?

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Zeigt Flick, dass er auch ohne Lewandowski kann? 

Auf den FC Bayern wartet am Samstag die TSG Hoffenheim (Bundesliga: Hoffenheim - FC Bayern ab 15:30 Uhr im Liveticker), am Dienstag steht das Auswärtsspiel im Pokalviertelfinale bei Schalke 04 an. Es folgen Aufeinandertreffen mit Augsburg und Union Berlin, das Rückspiel gegen den FC Chelsea und vor Beginn der Länderspielpause steigt noch das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. 

Stolpersteine, die im schlechtesten Fall zu Unruhe führen könnten - auch in der Trainer-Frage. Flick weiß das, lässt sich davon aber nicht irritieren, denn in den bevorstehenden Spielen ohne Lewandowski schlummern auch viele Chancen. 

Vor allem für Flick, der, sollte er die kommenden Wochen ähnlich erfolgreich abliefern wie zuletzt, sich wohl endgültig der hundertprozentigen Überzeugung seiner Bosse sicher sein dürfte.

"Mach es weiter so, mach es gut", sagte Rummenigge in London Richtung Flick. Und ergänzte: "Wir sind sehr, sehr zufrieden damit, wie die Mannschaft spielt und Ergebnisse zelebriert."

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Wann trifft Bayern die Entscheidung? 

Eine Entwicklung, die bekanntlich auch andernorts registriert wird. Die Interessenten an Flick nehmen zu, was seinerseits zu einer gewissen Unabhängigkeit führen könnte. Unverändert bleibt aber sein großes Ziel, den eingeschlagenen Weg mit dieser Mannschaft fortführen zu können. Verstärkt mit Spielern, die auch seiner Spielphilosophie gerecht werden.

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Möglich ist jedenfalls, dass sich Flicks Zukunft nicht erst nach Ende der Saison entscheiden wird, wie es Präsident Herbert Hainer unlängst bei SPORT1 angekündigt hatte, sondern vorher.

Rummenigges Kugelschreiber-Geschenk ist aber ein Vorbote dafür, dass es höchstwahrscheinlich mit Flick weitergehen soll. Wann die finale Entscheidung in der T-Frage fällt, darauf lässt man sich vereinsintern nicht festnageln. "Zum richtigen Zeitpunkt" heißt es lediglich.

Auch wegen Lewandowski ist dieser noch nicht gekommen.

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