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München - Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann wird nach seinem turbulenten Abgang bei Hertha BSC zukünftig nicht mehr als TV-Experte zum Einsatz kommen. "Auf eigenen Wunsch", wie RTL mitteilt.

Nach der Schlammschlacht mit Hertha BSC wird Jürgen Klinsmann nicht mehr als Fußball-Experte bei RTL zum Einsatz kommen. Das teilte der Kölner TV-Sender am Freitag mit.

SPORT1 hatte bereits am Donnerstag exklusiv über die bevorstehende Trennung berichtet.

Wie RTL erklärte, steht der Ex-Bundestrainer "auf eigenen Wunsch" zukünftig nicht mehr zur Verfügung. Sein Vertrag war Ende 2019 ausgelaufen.

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Klinsmann war noch für Spiele des DFB-Teams eingeplant

Klinsmann arbeitete bei RTL als Experte für Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft und war nach Senderangaben auch für die kommenden Spiele des DFB-Teams eingeplant.

"Wir verstehen und respektieren seine Entscheidung. Wir haben ein enges, vertrauensvolles Verhältnis zu Jürgen Klinsmann und bedanken uns für die gute und professionelle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr", sagte RTL-Sportchef Manfred Loppe.

An der Seite von Moderator Florian König analysierte der Ex-Bundestrainer zuletzt die Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft 2020. 

Wirbel um Klinsmann-Protokoll und Hertha-Aus

Im Sender wurde nach SPORT1-Informationen aber bereits seit Mittwoch heiß über die Personalie Klinsmann diskutiert.

RTL bereitete vor allem das 22-seitige Protokoll des 54-Jährigen Sorgen, das die Sport Bild an die Öffentlichkeit brachte. 

Darin bewertet Klinsmann jeden einzelnen Hertha-Spieler hinsichtlich aktueller Leistungsfähigkeit und einem möglichen "Mehrwert" für die Zukunft. Auch Manager Michael Preetz bekam sein Fett weg.

Klinsmann, so hieß es senderintern, sei nach der schmutzigen Hertha-Abrechnung "schwer vermittelbar".

Noch im Februar 2019, da folgte Klinsmann als neuer TV-Experte auf Jens Lehmann, sagte Loppe: "Seine Stimme hat enormes Gewicht, seine kritische Meinung ist gefragt, seine klare Haltung sehr geschätzt."

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