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Borussia Dortmunds Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl nimmt Gehaltseinbußen in der Coronakrise in Kauf. Die Saison sei nur noch mit Geisterspielen zu retten.

Lizenzspieler-Chef Sebastian Kehl von Vizemeister Borussia Dortmund hat im Zuge der Coronakrise auf Teile seines Gehalts verzichtet. "Ich möchte einfach meinen Teil dazu beitragen, dass wir alle über den Tellerrand schauen, unsere soziale und gesellschaftliche Verantwortung in Zeiten der Coronakrise wahrnehmen", sagte der 40-Jährige der Tageszeitung Die Welt

Ob auch Spieler der Schwarz-Gelben freiwillig finanzielle Einbußen anbieten würden, wollte Kehl nicht kommentieren. "Am Ende kann jeder bei der Frage nach dem Gehaltsverzicht nur für sich selbst antworten", betonte der ehemalige Nationalspieler. Unter der Woche hatten die Profis von Borussia Mönchengladbach als erste Spieler der Bundesliga freiwillig auf Gehalt verzichtet.

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Kehl glaubt an Geisterspiele

Angesichts der aktuellen Lage hält auch Kehl eine Fortsetzung der Saison nur für möglich, wenn die verbleibenden Partien als Geisterspiele ausgetragen werden würden, dazu gebe es keine Alternative. "Wir möchten die Saison zu Ende spielen, sofern das rechtlich irgendwann möglich ist", sagte Kehl. Er betonte, dass dies für viele Klubs "wirtschaftlich von existenzieller Bedeutung" sei. "Deshalb ist klar: Es wird von uns kein Lamentieren geben!" 

Derzeit ginge es für alle Klubs in Europa "vornehmlich darum, das eigene Überleben zu sichern und die eigenen Mitarbeiter sowie deren Familien so gut es geht zu schützen", sagte Kehl. Die Kaderplanung stehe vorerst im Hintergrund, soll aber "bald wieder ein Thema werden - zurzeit haben andere Aspekte ganz eindeutig Vorrang."

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