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München - Rudi Völler spricht sich nach der Zwangspause wegen der Coronakrise für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison aus. Leverkusens Geschäftsführer Sport befürchtet aber zahlreiche Geisterspiele.

In der massiven Corona-Krise hat sich Rudi Völler bei den dringenden Problemlösungen des Fußballs ganz klar für die Bundesliga als Priorität Nummer eins ausgesprochen.

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"Bei aller Wichtigkeit für die Europameisterschaft, für die Champions League, für die Europa League, und das sage ich, obwohl wir der Klub sind, der sehr gute Chancen hat, in der Europa League wirklich mal ganz weit zu kommen in diesem Jahr, wir machen es im Moment sehr gut, wir können ins Pokalfinale kommen – aber das Wichtigste für den Fußball ist ganz klar die nationale Liga", sagte der Geschäftsführer Sport bei Bayer Leverkusen in der 1000. Sendung des CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 (JETZT LIVE im TV und im Stream).

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Vor der Krisensitzung der 36 Vereine der ersten und zweiten Liga am Montag im Sheraton-Hotel am Frankfurter Flughafen machte Völler deutlich: "Das wird auch morgen das Wichtigste sein: Wie kann die nationale Liga weiterspielen, weiter existieren? Der Rest, Europa League, Champions League, steht hinten dran und ganz hinten erst die Europameisterschaft. Das ist ganz klar meine Meinung und ich weiß auch, dass das auch in der Liga bei vielen so die Meinung ist. Und das ist auch absolut richtig."

Völler ist sich allerdings auch bewusst, dass sich Liga und Fans in nächster Zeit, wenn die Unterbrechung des Spielbetriebs aufgehoben werden sollte, auf zahlreiche Spiele ohne Zuschauer einstellen müssen. "Dass wir die nächsten vier bis sechs Wochen Geisterspiele haben werden, ist uns wohl allen klar", sagte Völler. 

Angesprochen auf den drohenden wirtschaftlichen GAU für die Bundesligaklubs wich Völler aus: "Über den Worst Case, dass gar kein Geld fließt, nachzudenken, macht keinen Sinn."

Es geht um 700 Millionen Euro, die jetzt fehlen. Wenn die restlichen acht Spieltage ausfallen, stehen 330 Millionen Euro aus TV-Vermarktung, 240 Millionen Euro aus Sponsoring und 130 Millionen Euro aus Stadion-Einnahmen zur Disposition.

Leverkusens früherer Manager Reiner Calmund hofft auf eine Wiederaufnahme der Saison im Mai: "Die Hierarchie kann nur bedeuten, dass die EM abgesagt wird. Wenn man davon ausgeht, erst Anfang oder Mitte Mai wieder spielen kann, kann man den jetzt bestehenden internationalen Rahmenplan ohne Hektik zu Ende spielen. Dann ist Ende Juni oder Juli Sommerpause. Das ist für mich die wahrscheinlichste Form."

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