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LEVERKUSEN, GERMANY - FEBRUARY 08: Mats Julian Hummels of Borussia Dortmund celebrates scoring his teams first goal of the game during the Bundesliga match between Bayer 04 Leverkusen and Borussia Dortmund at BayArena on February 08, 2020 in Leverkusen, Germany. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images)
Hummels vergleicht BVB-Team mit Meistermannschaft von 2012 © Getty Images
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Mats Hummels spricht über die Meisterschaft, Bayern, seine emotionale Rückkehr zum BVB und was ihn im Fußball am meisten auf die Palme bringt.

Mats Hummels ist seit seiner Rückkehr vom FC Bayern zu Borussia Dortmund sofort wieder Abwehrchef, Leistungsträger sowie Anführer auf und neben dem Platz.

Mit dem BVB hat er Großes vor, wie der 31-Jährige in einem Interview mit dem Magazin 11Freunde verrät.

Hummels glaubt auch weiterhin an die Deutsche Meisterschaft und vergleicht das aktuelle BVB-Team mit der Dortmunder Meistermannschaftschaft von 2012. Der Innenverteidiger weiß auch, was der BVB besser machen muss.

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"Keine Mannschaft der Welt ist immer da, hat nie einen schlechten Tag oder geht ein Spiel nicht mal falsch an. Aber das darf nicht zu oft passieren! Und uns ist das in der Hinrunde zu oft passiert", erklärt Hummels und fügt an: "Seriosität und Zielstrebigkeit hochzuhalten, sind für uns die ganz großen Punkte, denn wir haben begnadete Fußballer. Diese Mannschaft muss sich vor der BVB-Mannschaft von 2012 nicht verstecken."

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Als aktueller Tabellenzweiter hat der BVB nur vier Punkte Rückstand auf den Konkurrenten aus München. Sollte die Bundesliga-Saison wieder angepfiffen werden, ist noch alles möglich, da "wir noch voll drin sind", sagt Hummels.

Hummels: "Für diese Momente bin ich zurückgekommen"

Und für Titel braucht es die Siegermentalität eines Hummels oder die Zielstrebigkeit der Bayern, wie der Innenverteidiger erklärt: "Das habe ich da auch noch mal mehr gelernt. Wenn Trainingsspiele in München anstanden, wollten die Leute gewinnen. Da war richtig Feuer drin, und wer verloren hat, war sauer. Es muss eine Wettbewerbssituation im Training geschaffen werden, wenn man im Mai einen Pokal oder die Schale hochhalten will. Wenn man auf dem Platz steht, ist das Gewinnen Priorität Nummer eins."

Seine Rückkehr nach Dortmund hatte nicht nur sportliche Gründe, sondern auch emotionale. "Ich hatte Bock auf diese Momente hier im Stadion. Wir hatten in dieser Saison auch schon wieder einige Spiele, die ich unendlich genossen habe, etwa gegen Inter, gegen Barcelona, Paris auch Gladbach in der Bundesliga", erzählt Hummels. "Ich bin auch für solche Momente zurückgekommen, dass ich nach einem Spiel nach Hause gehe und einfach nur euphorisch bin."

Das regt Dortmunds Abwehrchef "tierisch auf"

Nach 13 Jahren im Profi-Fußball, nach dem WM-Titel 2014, fünf Meisterschaften und zwei Pokalsiegen hat der 31-Jährige viel erlebt und gesehen, doch eines könne der Fußball laut Hummels noch vom Handball lernen.

"Ich finde den neuen Umgang mit den Schiedsrichtern sehr gut", schiebt er vorweg. "Dass also bestimmte Spieler nicht mehr ständig aggressiv angelaufen kommen dürfen oder zu sechst den Schiedsrichter umlagern und bequatschen."

Er wünscht sich aber noch mehr, nämlich: "Ich hoffe auch, dass es gang und gäbe wird, dass die Bälle nicht mehr weggeschlagen werden. Wenn ich Handball anschaue, liebe ich es: Pfiff, der Ball wird hingelegt und alle sprinten nach hinten. Wenn das im Fußball ein halbes Jahr durchgezogen würde, wäre es da auch so."

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Und eins bringt Hummels am meisten auf die Palme – Schwalben. "Im Fußball ist noch viel zu viel Platz für Unsportlichkeiten wie Zeitspiel oder sich fallenlassen. Ich will, dass nie wieder eine Schwalbe als clever bezeichnet wird. Das regt mich tierisch auf. Das wäre auch ein super Vorbild für die unteren Klassen."

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