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Wolfgang Holzhäuser wirbt für mehr Investoren im Profifußball nach der Corona-Krise. Als Beteiligter bei der DFL-Gründung hat er eine klare Meinung zu 50+1.

Bayer Leverkusens früherer Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser plädiert angesichts der Finanzprobleme etlicher Vereine durch die Corona-Krise für ein Umdenken in der Fußball-Bundesliga.

Der 70-Jährige sprach sich in einem Gastbeitrag für das Fachmagazin Kicker für ein verstärktes Engagement von Investoren aus.

Bundesliga-Corona-Krise: Holzhäuser sieht Chance - "Investoren-Modell" im Rahmen von 50+1

"Bekanntermaßen liegt in der Krise auch immer eine Chance. Und die sollten die Klubs des Profifußballs dazu nutzen, ihre Finanzierung auf eine langfristige, damit solidere und breitere Basis zu stellen", schrieb Holzhäuser. "Das "Investoren-Modell" bietet sich da fast idealerweise an, weil es Abhängigkeiten minimiert und Sicherheiten auf breiterer Basis ermöglicht."

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Das jetzige Krisenszenario zeige deutlich, wie gefährlich die alleinige Aufnahme von kurzfristigem Geld sei, wenn vermeintlich sichere Finanzmittel wie die TV- und Sponsorengelder nicht oder auch nur zum Teil kommen. "Eine Abgabe von Anteilen am Klub an Investoren oder Werbepartner ist eine Möglichkeit, die Finanzstruktur auf solide Füße zu stellen, sofern dies der Verbandsvorschrift, wonach kein Investor mehr als 49,9 Prozent haben darf (50+1-Klausel), entspricht", betonte er.

DFL-Konferenz am 23. April

Durch die Saisonunterbrechung in der Bundesliga und der 2. Bundesliga bis mindestens zum 30. April ist die finanzielle Situation vieler Clubs angespannt. Laut Kicker sollen 13 von 36 Vereinen aus den beiden höchsten Spielklassen insolvenzgefährdet sein.

Diskutiert wird eine Saisonfortsetzung mit Geisterspielen. Am Donnerstag sprechen die 36 Vereinschefs mit der Deutschen Fußball Liga über die weiteren Pläne.

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