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Berlin - Bruno Labbadia mag die Coronakrise nicht als Rechtfertigung für mögliche Defizite bei Hertha BSC verstanden wissen - anderen Teams ergehe es ähnlich wie seinem.

Die Coronakrise soll für den neuen Trainer Bruno Labbadia beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC keine Ausrede sein.

"Wir waren als einzige Mannschaft neben Eintracht Frankfurt 14 Tage in Quarantäne, die Mannschaft hatte zudem 14 Tage lang keinen Trainer. Das sind sehr ungewöhnliche Umstände. Aber es nützt ja nichts", sagte Labbadia am Montagabend bei RTL Nitro.

Labbadia ist bei den Berlinern bereits der vierte Trainer der Saison nach Ante Covic, Jürgen Klinsmann und Alexander Nouri. Bei noch neun ausstehenden Spielen hat die Hertha sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.

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Er habe sich eigentlich vorgenommen, "nicht mehr in den Abstiegskampf einzusteigen", berichtete Labbadia. "Aber beide Seiten mussten handeln, dann habe ich es gemacht, weil ich jetzt wahrscheinlich mehr Zeit habe als im Sommer."

In Coronakrise "mit Fakten arbeiten"

In der Diskussion über die Wiederaufnahme des Spielbetriebes sei es "ganz wichtig, dass wir mit Fakten arbeiten», sagte Labbadia, der die Hertha während der Krise Mitte April übernommen hatte. "Der Fußball soll keine Sonderrolle bekommen." Derzeit arbeitet die Liga daraufhin, im Mai wieder zu spielen. Dafür müssen die Politik und Gesundheitsbehörden aber ihr Einverständnis geben.

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Der 54-jährige glaubt, dass der Fußball durch einen Neustart eine Signalwirkung in der Coronakrise entfalten kann: "Wenn wir es zum richtigen Zeitpunkt machen können, können wir auch etwas gewinnen für die Bevölkerung." Der Fußball könne für eine "gewisse Freude sorgen" und "ein Stück weit begeistern". 

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