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München - Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann sorgt im CHECK24 Doppelpass für Erstaunen: Er hält einen schnellen Neustart der Bundesliga auch mit Fans für durchführbar.

Fußballspiele trotz Corona, und das auch ohne Geisterkulisse?

Der ehemalige Nationaltorhüter Jens Lehmann hat im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 mit einer kontroversen Einschätzung für Zündstoff gesorgt.

Jens Lehmann: "Warum nicht 20.000 reinstecken?"

"Mir hat noch keiner die Frage beantworten können, warum man in ein Stadion wie die Allianz Arena, in die 70.000 Leute reinpassen, nicht 20.000 reinstecken kann", sagte Lehmann in einer Diskussion über die nötigen Voraussetzungen für einen Neustart der Bundesliga.

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Lehmann ist überzeugt: "In ein so großes Stadion können sicher 20.000 Leute rein, die 10 Meter Abstand halten können und sich nicht in die Quere kommen."

Die organisatorischen Schwierigkeiten, die sich unter anderem bei Ein- und Auslass sowie An- und Abreise der Fans einstellen, hält Lehmann nicht für eine unüberwindbare Hürde. Wenn man behaupte, den Abstand in einem Stadion nicht organisieren zu können, "kann man das in einem Baumarkt auch nicht organisieren".

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Bundesliga mindestens bis 31. August nur ohne Fans

Infolge eines Regierungsbeschlusses in der vergangenen Woche sind Großveranstaltungen mit über 1000 Zuschauern grundsätzlich weiter bis zum 31. August 2020 untersagt, um die Verbreitung des hochansteckenden Virus Covid 19 einzudämmen. Bundesliga-Fußball mit Fans kann es so lange folglich nicht geben.

Gerald Haug, Chef der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina, hatte Fußball-Fans in der ARD zuletzt gar auf noch eine längere Durststrecke eingestellt: "Es wird sicherlich viele Monate dauern, es können bis zu eineinhalb Jahre sein."

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Die Bundesliga-Saison liegt seit März wegen der Coronakrise komplett auf Eis, mindestens bis zum 30. April sind nach einem Beschluss der DFL auch Geisterspiele noch kein Thema. An diesem Tag ist mit einer Weichenstellung zu rechnen, wenn die nächste Konferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs ansteht.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat bereits positive Signale gesandt ("Wir werden in den nächsten Wochen gemeinschaftlich diskutieren, ob Geisterspiele möglich sind. Ich halte das aber für denkbar").

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