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München - Thomas Müller brilliert gegen Frankfurt hinter der Spitze. Von Flick gibt es ein Extralob, gegen den BVB muss der Cheftrainer eine knifflige Aufgabe lösen.

Diesen Thomas Müller wirft nicht einmal eine zweimonatige Corona-Pause aus der Bahn. Beim 5:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt war der Oberbayer an nahezu jeder Offensivaktion beteiligt. Das 1:0 durch Leon Goretzka bereitete er vor, das 2:0 erzielte er selbst. 

Nach Abpfiff gab es sogar ein Sonderlob von Hansi Flick. Ungewöhnlich, denn der Cheftrainer ist eigentlich ein Freund davon, stets das gesamte Team zu loben. Am Samstagabend sagte Flick jedoch: "Heute muss man auch Thomas Müller rausheben, der sehr intelligent die Räume genutzt hat und bei einigen Toren beteiligt war." 

Geisterspiel-Gigant Müller!

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Gegen die Hessen agierte der Ur-Bayer direkt hinter Robert Lewandowski als freies Radikal. Eine Woche zuvor war er gegen Union Berlin auf der rechten Außenbahn unauffälliger geblieben.  

Flicks Qual der Wahl im Zentrum

"Thomas kann beide Positionen sehr gut spielen", sagte Flick auf SPORT1-Nachfrage. "Er hat es hinter der Spitze hinter Lewy hervorragend gemacht, ist immer wieder ausgewichen und hat die Räume gut besetzt." 

Wo ihn Flick am kommenden Dienstag im Topspiel gegen Borussia Dortmund aufbieten wird, ließ sich der Erfolgstrainer nicht entlocken. Allerdings hat Flick im Zentrum die Qual der Wahl, denn sollte Thiago wieder zurückkehren (fehlte gegen Frankfurt verletzt), dürfte der Spanier neben Joshua Kimmich gesetzt sein.

Goretzka ist derzeit aber auch nicht aus dem Team wegzudenken, wodurch Müller wieder auf rechts ausweichen könnte, um offensiv für Goretzka Platz zu machen.

Der Ur-Bayer jedenfalls kommt mit mächtig Rückenwind in den Signal Iduna Park. In 17 Bundesliga-Spielen unter Flick sammelte er 20 Scorerpunkte (7 Tore, 13 Assists). Mit nunmehr 17 direkten Torvorlagen stellte er sogar seinen persönlichen Rekord aus der Saison 2017/18 ein und zog ausgerechnet mit Dortmund-Juwel Jadon Sancho als bester Vorlagengeber der Liga gleich. 

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Den ligaweiten Rekord hält übrigens seit der Saison 2016/17 Leipzigs Emil Forsberg, der damals 22 Treffer vorbereitet hatte.  

Auch beeindruckend: Müller gab in seinem 523. Pflichtspiel für den FC Bayern seinen 200. Assist.

"Instinktfußballer" Müller als Antreiber

Das Geheimnis seines aktuellen Laufs? "Wir kennen uns in der Offensive nun ein bisschen. Ob Serge, ob Kingsley oder Ivan. Natürlich hat jeder seine individuellen Stärken und Schwächen, aber wir spielen schon lange zusammen. Wir versuchen, variabler zu spielen und immer wieder was anzubieten. Die Kommunikation ist gut und deswegen macht es momentan Spaß." 

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Im CHECK24 Doppelpass lobte SPORT1-Experte Stefan Effenberg kurz und knapp: "Müller ist der größte Instinktfußballer in Deutschland." 

Müller ist aber auch ein unermüdlicher Antreiber. Durch die Geister-Kulisse in der Allianz Arena konnte man immer wieder gut hören, wie der 30-Jährige auch aktiv ist, wenn er nicht am Ball ist. Seine Mitspieler treibt er immer wieder zum Pressing an, pusht sie und zeigt Laufwege an.  

"Man weiß vor diesen Spielen ohne Zuschauer nie genau, wie man reinkommt. Aber ich erwarte von uns und auch von mir selbst, dass wir da an die Grenze gehen", erklärte Müller seine Präsenz auf dem Platz. 

Zum bevorstehenden Kracher gegen den BVB sagte der Ex-Nationalspieler: "Wir marschieren, Dortmund marschiert. Wir können uns auf Dienstag freuen. Wir wollen die Meisterschaft nach München holen, da, wo sie hingehört."

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