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München - Ralf Rangnick äußert sich zu den Gerüchte um ein Engagement beim AC Mailand. Für die Zeit nach Corona fordert der RB-Macher ein Umdenken.

Der frühere RB-Leipzig-Trainer und Sportdirektor Ralf Rangnick hat sich zu den Gerüchten um ein Engagement beim AC Mailand geäußert und bestätigt, dass es Gespräche zum Klub aus der Serie A gab.

"Der AC Mailand hat einmal angefragt, ob es denn eine Möglichkeit gäbe", sagte Rangnick, aktueller Head of Sport and Development Soccer bei der Red Bull GmbH, der Bild.

"Ich habe daraufhin Red Bull informiert. Anschließend gab es Gespräche mit meinem Berater", erklärte er: "Dann kam Corona und seitdem gibt es andere und wichtigere Themen."

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Rangnick zum AC Mailand? "Darf kein Himmelfahrtskommando sein"

Ex-FC-Bayern Star Luca Toni und Giuseppe Bergomi, Weltmeister von 1982, hatten sich zuletzt bei SPORT1 skeptisch geäußert, was ein Engagement von Rangnick als Sportdirektor und Trainer bei Milan angeht.

Der RB-Macher betonte allerdings nun: "Ich bin niemand, dem die Vorstellungskraft fehlt, dass manche Dinge klappen können. Abenteuerland ist ok. Aber es darf kein Himmelfahrtskommando sein."

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Ralf Rangnick fordert "mehr Weitblick"

Mit Blick auf die Coronakrise fordert Rangnick auch Rangnick Reformen im deutschen Fußball. Zum Beispiel hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert eine Deckelung von Spielergehältern und Berater-Honoraren angeregt.

Rangnick gibt allerdings zu bedenken: "Wie sind eventuelle Reglementierungen auch nach europäischem Recht umsetzbar? Und wer macht am Ende auch wirklich alles mit?" Insgesamt seien "mehr Weitblick und Augenmaß" entscheidend.

RB-Fußballchef Rangnick: 50+1-Regel "zumindest diskutieren"

Rangnick, der bis 2019 als Sportdirektor und Trainer von RB-Leipzig fungierte, kann sich zudem eine Öffnung der 50+1-Regel vorstellen. Zum einen wegen der Coronakrise, die einige Klubs in Not bringt, zum anderen wegen der Konkurrenzfähigkeit mit den Top-Ligen.

"Wenn wir den Anschluss nicht verlieren wollen, muss man zumindest darüber diskutieren dürfen", meint der 61-Jährige.

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In England gebe es für neue Investoren wie den saudischen Prinzen Mohammed bin Salman, der bei Newcastle United einsteigen will, den "'Fit-and-Proper-Person-Test', der verhindern soll, dass nicht vertrauenswürdige Investoren bei den Klubs einsteigen können", skizziert Rangnick mögliche Reformvorschläge: "Die Richtlinien für solch einen Test könnte man in Deutschland ja durchaus noch strenger auslegen."

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