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Der FC Bayern hat mit dem 4:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg für neue Rekorde gesorgt und scheint noch längst nicht satt zu sein. Das Flick-Team muss keine Vergleiche scheuen.

Deutscher Rekordmeister ist der FC Bayern seit langer Zeit. Zum nimmersatten Rekordjäger haben sie sich in dieser Saison vor allem unter Hansi Flick entwickelt.

Durch den 4:0 Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg am 34. Spieltag haben die Bayern die letzten 16 Pflichtspiele gewonnen und damit den Vereinsrekord weiter ausgebaut. In der Bundesliga sind es nun 13 Siege in Folge, ebenfalls ein Bundesliga-Rekord. Der Sieg bei den Wölfen war der zehnte Auswärtserfolg in Folge. Ebenso viele schaffte der Klub in der Saison 2013/14.

Nach Abpfiff reckte Kapitän Manuel Neuer verdientermaßen zum achten Mal in Folge die Meisterschale in die Luft und feierte die 30. Meisterschaft der Vereinsgeschichte.

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Aber mehr noch: 49 von 51 möglichen Punkten, 54:10 Tore. Die Münchner spielten die ligaweit beste Rückrunde aller Zeiten, holten insgesamt 82 Punkte (vier mehr als in der Vorsaison), obwohl es in der Hinserie zwischenzeitlich geruckelt hatte und Niko Kovac hatte gehen müssen.

Flick: "Die Leistungen waren unglaublich"

"Mich und mein Trainerteam macht stolz, wie das Team in den letzten Monaten gespielt hat. Wie wir die Gegner unter Druck gesetzt und die Spiele angegangen sind, war eine Freude. Die Leistungen waren unglaublich", sagte Flick am Samstagabend.

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Unter dem Kovac-Nachfolger gaben nicht nur etliche Spieler ihr Bundesliga-Debüt, darunter die FCB-Talente Joshua Zirkzee, Sarpreet Singh, Leon Dajaku, Oliver Batista Meier, Chris Richards und Jamal Musiala.

Auch Langzeitetablierte wie Thomas Müller blühten unter Flick auf. Der Ur-Bayer erzielte gegen Wolfsburg das 100. Saisontor und lieferte mit seiner Vorlage zum 1:0 durch Kingsley Coman seinen 22. Assists, sammelte insgesamt 30 Scorerpunkte und stellte damit einen persönlichen Saisonrekord auf. Kein Spieler hat seit der Datenerfassung 1992 mehr Tore in einer Saison vorbereitet als Müller.

Haarscharf am Torrekord vorbeigeschrammt

Auch Lewandowski legte unter Flick immer wieder nach und sicherte sich mit seinem 34. Saisontor zum fünften Mal die Auszeichnung zum Bundesliga-Torschützenkönig.

Das Erfolgsrezept klingt laut Flick so: "Wir haben als Team sehr gut zusammengearbeitet und hatten auch den Spaß, den man braucht, um am Ende noch ein paar Prozente herauszukitzeln."

Kleiner Wermutstropfen: Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte haben die Bayern die 100-Tore-Marke geknackt, den selbst aufgestellten 101-Tore-Rekord aus der Saison 1971/72 aber nicht brechen können.

"Deswegen muss man nicht rum machen. 100 Tore sind ein guter Wert, wir sind happy", sagte Flick: "Gerade in der Rückrunde, gerade nach dem Re-Start haben wir gezeigt, was die Mannschaft für eine Qualität hat."

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