Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Beim Duell zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern fehlt Kai Havertz verletzt. Ein ehemaliger Bayern-Profi adelt ihn, während Rudi Völler noch hofft.

Es lagen so viele Hoffnungen auf ihn.

Die von Bayer Leverkusen, ja sogar der gesamten Spitzengruppe hinter dem FC Bayern.

Kai Havertz, so die Hoffnungen, könnte Leverkusen im Spitzenspiel am Samstag (Bundesliga: Bayer Leverkusen - FC Bayern ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) zum Sieg gegen den Meister führen und den Titelkampf noch einmal ein bisschen spannend machen.

Anzeige

Doch daraus wird nichts.

Havertz fällt kurzfristig verletzt aus.

Dabei war zuletzt sogar Bayern-Trainer Hansi Flick regelrecht ins Schwärmen geraten, als er über den Jungstar sprach.

"Es gibt wenig Trainer, die etwas dagegen hätten, wenn Kai in ihrer Mannschaft spielen würde. Da würde ich mich anschließen", sagte der Coach von Bayern München vor dem Spitzenspiel  bei Bayer Leverkusen.

Er kenne den filigranen Mittelfeldspieler seit der U17-Nationalmannschaft. Da habe Havertz schon gezeigt, so Flick, "was für ein toller Fußballer er ist. Er hat sich seitdem enorm entwickelt. Er agiert intelligent zwischen den Linien und ist sehr sicher am Ball. Dazu hat er einen sehr großen Torinstinkt".

Völler hat "kleine Hoffnung" auf Havertz-Verbleib

Dass bei so viel Wertschätzung auch der deutsche Rekordmeister großes Interesse an einer Verpflichtung des 20-Jährigen im Sommer hat, musste Flick nicht extra betonen. Dies hatte ohnehin Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Wochenende bereits erledigt. Er würde Havertz "gerne haben", räumte Hoeneß offen ein.

Doch die Konkurrenz ist groß. Großklubs aus der Premier League sollen ebenso bereits ihre Fühler nach dem Ausnahmetalent ausgestreckt haben wie Real Madrid. Ganz abschreiben will Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler sein Juwel aber trotzdem noch nicht. "Ich bin ehrlich, ich habe immer so eine kleine Hoffnung, dass wir ihn hier noch ein Jährchen behalten können und dürfen", sagte Völler bei Sky.

Der Millionenpoker hat längst begonnen. Dazu gehört auch, dass Bayern-Vorstand Oliver Kahn jüngst Zurückhaltung signalisiert hat. Natürlich sei Havertz ein "super Spieler. Das heißt aber nicht, dass der FC Bayern an all diesen guten Spielern interessiert ist".

Die von Leverkusen aufgerufenen 100 Millionen Euro stellen selbst für die solventen Münchner in Corona-Zeiten eine große Hürde dar. Zumal auch noch Nationalspieler Leroy Sane (Manchester City) kommen soll.

Havertz "der spannendste Spieler auf der Welt"

Dennoch: Für Sky-Experte Dietmar Hamann ist der Transfer von Havertz für die Bayern fast schon ein Muss. "Ich habe seit 20 Jahren keinen mit den Fähigkeiten von Kai Havertz gesehen. Er ist für mich zur Zeit der spannendste Spieler auf der Welt", sagte er.

DAZN gratis testen und die Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Es sind Hymnen, die einem jungen Mann den Kopf verdrehen könnten. Doch Havertz scheint dies nichts anzuhaben, allen Nebengeräuschen zum Trotz trifft er wie am Fließband.

In der Rückrunde erzielte er bislang neun Tore, sein Siegtreffer beim 1:0 in Freiburg am vergangenen Freitag war bereits Treffer Nummer fünf nach der Corona-Zwangspause - als erster Bundesliga-Profi unter 21 Jahren hat Havertz bereits 35 Tore verbucht.

Meistgelesene Artikel

Gegen die Bayern - so viel steht schon vor dem Spiel fest - wird kein weiterer Treffer dazu kommen.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image